100 Tage täglich Sex bzw. BDSM?

      Sir von A schrieb:

      Sex ist auch lebenswichtig! Das merkst du spätestens dann, wenn du zu lange keinen hast. Oder wenn du endlich sehr guten & genug davon bekommen kannst. Natürlich kann man ohne Überleben. Aber das ist es dann auch: Nicht Leben, nur Überleben. Und leider, leider überleben sehr viele Menschen nur - sie hungern in unserer hypersexualisierten Gesellschaft quasi vor vollen Tellern. Sehr traurig...
      Himmeldonnerwetter warum nur müssen wir immer wieder wissen wollen wie es dem anderen mit was auch immer geht.

      Für den einen ist Sex das Wichtigste überhaupt, für den anderen die schönste Nebensache der Welt und für wieder jemand anderen ist er schlicht unwichtig, es gibt ja durchaus auch non sexuelle BDSM-Beziehungen. Gab hier irgendwo mal einen Thread dazu.

      Ich finde es interessant zu lesen, wie unterschiedlich hier über eine solche "Challenge" (in Ermangelung eines besseren Wortes) empfunden wird. Für die einen wäre/ ist es das Non Plus Ultra, für die anderen fühlt es sich nach Anstrengung, Pflicht und Stress an. Ist doch beides völlig in Ordnung.
      Wie bei allem hier, es muss für die Partnerschaft passen. Ich denke ein Punkt ist vielleicht auch zu schauen wie die Beziehung aufgebaut ist.

      Bei mir würde ich mich fragen wozu? Mein Partner hat ja ohnehin die "Macht" sich wann auch immer zu nehmen was er möchte. Die "Absprache" jeden Tag bräuchten wir also gar nicht explizit. Dadurch würde eine derartige Absprache also maximal dazu führen eine Regel zu treffen, mit der sich mein Dom selbst regelt :D . Für mich selbst fände ich es schade, weil viele Überraschungsmomente dadurch ja auch wegfallen würden, mir wäre sowas einfach zu beengt, zu wenig Platz für Leben. Aber wenn es woanders funktioniert, so what? Der eine lernt dadurch multible Orgasmen, der andere braucht es nicht erlernen, dem ist es gegeben. Für den, der vielleict sonst eher im Alltag stecken bleibt, braucht es eine Regelung des Sexlebens für einen anderen gar nicht nötig weil es auch so "ausreichend" läuft.
      Um es banal auf die Essen-Trinken-Schiene runter zu brechen, der eine braucht einen Wecker um morgens pünktlich wach zu werden, der andere hat den inneren Wecker und wird eh zur passenden Zeit wach und kann damit leben im Worstcase auch mal zu verschlafen.

      In diesem Sinn, einen guten Start in die Wochenmitte!
      I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it


      Evelyn Beatrice Hall

      mommy`s girl schrieb:

      Der Unterschied ist, dass Essen und Schlafen lebenswichtig sind.
      Es gibt eine Bedürfnispyramide von Maslow.
      Maslow beschreibt, dass die Fortpflanzung (dazu gehört das Ausleben von Sexualität, u.a. auch Selbstbefriedigung) genauso dazugehört wie wie Atmung, Wasser, Nahrung, Schlaf und ein sicheres Dach über dem Kopf.
      Diese Bedürfnisse nehmen in der Pyramide gleichberechtigt den größten Platz ein unter "Grund- und Existenzbedürfnisse".

      Erst wenn sie weitestgehend befriedigt sind, denkt der Mensch an die nächste Bedürfnisstufe, beschreibt er.

      Ich fand es sehr interessant, als ich das mal gelernt habe, weil ich Sexualität auch nicht zu den Grundbedürfnissen gezählt und das Dach über dem Kopf eher der nächsten Stufe, dem Sicherheitsbedürfnis, zugeordnet hätte.

      Auch die stufenweise Veränderung in den Bedürfnissen war mir unklar, aber wenn man sich ein wenig mit dem Thema befasst, merkt man, dass der gute Mann wirklich Recht hatte.
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -

      Isegrim_w_devot schrieb:

      Es gibt eine Bedürfnispyramide von Maslow.Maslow beschreibt, dass die Fortpflanzung (dazu gehört das Ausleben von Sexualität, u.a. auch Selbstbefriedigung) genauso dazugehört wie wie Atmung, Wasser, Nahrung, Schlaf und ein sicheres Dach über dem Kopf.
      Diese Bedürfnisse nehmen in der Pyramide gleichberechtigt den größten Platz ein unter "Grund- und Existenzbedürfnisse".

      Erst wenn sie weitestgehend befriedigt sind, denkt der Mensch an die nächste Bedürfnisstufe, beschreibt er.

      Ich fand es sehr interessant, als ich das mal gelernt habe, weil ich Sexualität auch nicht zu den Grundbedürfnissen gezählt und das Dach über dem Kopf eher der nächsten Stufe, dem Sicherheitsbedürfnis, zugeordnet hätte.

      Auch die stufenweise Veränderung in den Bedürfnissen war mir unklar, aber wenn man sich ein wenig mit dem Thema befasst, merkt man, dass der gute Mann wirklich Recht hatte.
      Nein *ggg* die Pyramide wird nur Maslow zugeschrieben ;-).

      Aber was wir dabei nicht vergessen sollten:
      "Entsprechend seinem Menschenbild studierte Maslow „nur ausgewählte Persönlichkeiten“ (z. B. Albert Einstein, Jane Addams, Eleanor Roosevelt oder Frederick Douglass) mit weithin bekannten und bezeugten, dazu stabilen Profilen. Er bezog also bewusst keine psychisch gestörten oder auch nur labile bzw. unreife Personen in seine Untersuchung mit ein.
      Maslow wusste um die mangelnde empirische Überprüfung seiner Studien, beschrieb deren Erkenntnisse für ihn persönlich aber als so erleuchtend und bereichernd, dass er sie trotz der methodologischen Mängel veröffentlichte." (Wiki)

      Und um auch wieder den Bogen hierhin zu bekommen, wie hoch oder niedrig ein Bedürfnis ausgeprägt ist, ist ja immer ganz individuell (deshalb hat die Auswahl bei Maslow auch großes Angriffspotential).
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      Evelyn Beatrice Hall
      Insgesamt finde ich diesen Ansatz schon sehr interessant.
      Für mich aber , ich kenne mich, unter einigen Aspekten nicht umsetzbar.
      Nicht als Ausrede verstehen oder sehen, oder es abgedroschen sehen.
      Ich hab mir Gedanken dazu gemacht, was mich dazu bewegt, zu sagen, krass, voll interessant, aber mhhhhh doch nichts für mich.

      - Ich sehe meinen Partner nur jedes 3.Wochenende. Bin dann froh ihn zu haben und mich einfach in seine Arme zu legen. Dann ist der erste Abend vorbei. Denn wenn ich ankomme, ist es bereits 23.00 Uhr
      - Für mich wäre es, ja irgendwo ein Zwang, ein Muss und da verliere ich irgendwann die Lust
      - Durch die Wechseljahre wissen wir nie, wie wir am Sehen Wochenende handeln können und wenn ich verhindert bin, und schon mega viele Schmerzmittel nehmen muss um durch den Tag zu kommen, hab ich definitiv keine Ambitionen auf BDSM oder Sex
      -vielleicht ist es ein anderer Aspekt, wenn wir zusammen wohnen und ich durch die Wechseljahre bin

      Aber wie geschrieben, dass sind meine Punkte zum jetzigen Zeitpunkt, die dagegen sprechen.

      Wer nach dem Konzept lebt und es ihm gefällt, soll dies sicherlich tun und Spaß daran haben.

      :pardon: :yes:
      Schau mich doch in diesem Ton an........ :love:
      Ich finde es nicht gut, hier anzufangen, zu theoretisieren. Eine Erfahrung wurde mit uns geteilt und nach eigenen Erfahrungen gefragt.

      Ich selbst habe damit überhaupt keine Erfahrung. Bis vor wenigen Wochen hätte ich geantwortet: um gottes Willen, nein, bloß nicht.

      und heute denke ich mir so, ja warum denn nicht? Ganz praktisch wäre es momentan nicht möglich, weil man nicht zusammenlebt. Aber so ganz theoretisch kann ich mir das mittlerweile für mich vorstellen. Ich glaube das Entscheidende dabei ist das eigene Mindset.

      Wenn ich sowas als Pflicht in dem Moment begreife, kann es genauso wenig funktionieren, wie bei dem Gedanken der „Leistungsbereitschaft“. Vielleicht aber kommt ja auch der Appetit beim Essen?

      was mich mal interessieren würde, ist, was dabei auf biochemischer Ebene im Körper passiert. Ich könnte mir schon gut vorstellen, dass bei dem ganzen Cocktail, der beim sex ausgeschüttet wird, und das regelmäßig abläuft, es deutliche Effekte auf die Beziehung hat.
      Je größer der Dachschaden, umso besser sieht man die Sterne
      Meiner Erfahrung nach kommt beim Thema Se* tatsächlich der Hunger beim Essen. Da dieses Essen nicht dick macht (außer es wächst neues Leben heran :love: ) und auch sonst i. d. R. keine negativen Folgen hat, ist es doch wunderbar, eine Möglichkeit gefunden zu haben, den Appetit zu behalten und diese Möglichkeit mit dem Forum zu teilen. Das mag nicht für jeden funktionieren, das sagt doch aber auch keiner ?( . Ich finde es einfach traurig, wie dieser Thread ins Lächerliche gezogen wird ;( . V.a. spannend sind dann auch die Schilderungen von Wegen, welche andere Paare gehen, um zum gleichen Ziel zu gelangen.

      Deshalb spreche ich @Sir von A meinen Dank aus und beglückwünsche ihn zu seiner Geduld und Gleichmut den Anfeindungen gegenüber.

      Ich denke, ich werde Euren Vorschlag mal bei mir zuhause unterbreiten :D .
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)
      "Merkwürdig, wie wir die anderen beurteilen und nicht merken, wie elend unsere Geringschätzung ist - [...]" Carlos Ruiz Zafón: "Der Schatten des Windes"
      "Nur eins beglückt zu jeder Frist: Schaffen, wofür man geschaffen ist." Paul Johann Ludwig von Heyse
      Wir können uns jetzt an einem Post festhalten oder einfach wieder zum Thema kommen und das war "Also stillt mal meine diesbezügliche Neugier: Schon mal versucht? Was sind Eure Erfahrungen?" Da darf man also durchaus sagen, für mich nix aber schön wenn es für dich passt. Sir von A hat doch total entspannt reagiert.

      Louise schrieb:

      Ich finde es einfach traurig, wie dieser Thread ins Lächerliche gezogen wird

      Um dann aber doch mal zum Thema zurück zu kommen, nochmal zurück gelesen ist es im Grunde nichts anderes als eine Regel, konträr dazu wäre ein längeres Sex-/Orgasmusverbot. Durchaus ja auch nicht unüblich bei dem einen oder anderen.
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      Evelyn Beatrice Hall

      Louise schrieb:

      Ich finde es einfach traurig, wie dieser Thread ins Lächerliche gezogen wird ;( .

      [...] und beglückwünsche ihn zu seiner Geduld und Gleichmut den Anfeindungen gegenüber
      Findest du den Threadverlauf wirklich so schlimm? Ich habe gerade den ganzen Thread noch mal durchgelesen, um zu prüfen, ob ich etwas überlesen oder vergessen habe, und ich finde auf allen drei Seiten zusammen nur einen einzigen klar negativen Beitrag, nämlich denjenigen von @LsS auf der zweiten Seite. Ich sehe hier wirklich keinen Grund, die Diskussionskultur zu beanstanden.
      Das allein lernte ich bisher, daß dem Menschen sein Bösestes nötig ist zu seinem Besten.
      @Sir von A, vielen Dank zunächst für das Starten dieses Threads!

      Mein Gedanke beim ersten Lesen war sowas wie: "Interessantes Konzept, aber für mich/uns? Nee, passt eher nicht..." und ich wollte es dabei belassen, hier nichts dazu schreiben.
      Tja. Aber dann war da dieser Gedanke in meinem Kopf. Und ganz langsam schlich sich ein kleines "..., oder?" hinzu. Ich hinterfragte meine erste Reaktion und versuchte zu definieren, was Sex für mich überhaupt ist, wo fängt es an, was gehört dazu. Für mich bedeutet Sex jedenfalls eine große Portion Intimität.

      Und wenn ich da weiterdenke, dann ist meine Beziehungsrealität gar nicht sooo weit davon weg, wie ich zunächst, ganz engstirnig, dachte. Wir haben zwar nicht jeden Tag Sex im Sinne von Geschlechtsverkehr, bei weitem nicht. Aber wir haben eine Vereinbarung, die ganz sachte in eine vielleicht ähnliche Richtung tendiert, nämlich dass wir uns jeden Tag mindestens 2x küssen. Also so richtig, ein Kuss auf die Wange oder ein flüchtiger Kuss auf die Lippen zählt nicht! Auch das mit dem Hintergedanken, dass es unserer Beziehung gut tut, wenn wir uns nicht nur emotional sondern auch körperlich nah sind. Und das Gefühl, dass ich da zwei "Pflichttermine" im Tagesablauf habe, stellt sich bei mir dabei nicht ein, im Gegenteil. Es ist eher so, dass ich jede Gelegenheit suche und nutze, sogar ziemlich unabhängig von meiner Tagesform. Eine Stufe? Helen steht drauf. Eine Rolltreppe? Hoffentlich bald wieder Knutschzeit! Eine Leiter? Noch viel mehr Möglichkeiten <3 Auch wenn das natürlich nicht mit täglichem Sex vergleichbar ist.

      Die Idee und ihre Umsetzung... kommt mir inzwischen jedenfalls nicht mehr völlig abwegig vor, also noch mal Danke, für den Gedankenanstoß ^^
      Hm, ich bin da noch zweifelnd und zwiegespalten. Einerseits: Hmmmm, ja gerne jeden Tag etwas so Schönes. Andererseits: Nicht jeden Tag diese Anstrengung, bitte und dieses Auspowern.

      Aber ich fürchte ja, dass es für mich darauf hinauslaufen wird, jeden Tag Sex zu haben (BDSM ist ohnehin immer da), mal mehr, mal weniger intensiv und bis auf wenige Ausnahmen bei ernsthaften Gründen (Erkrankung), wenn ich mit meinem Sir zusammen wohne.

      Das ist bis jetzt noch nicht der Fall und ich bin manchmal sehr froh darum, dass ich nach einer Nacht mit ihm (die es grundsätzlich zwei Mal in der Woche gibt), mich in der darauffolgenden Nacht, gemütlich in MEIN Einzelbett legen darf und in Ruhe schlafen darf, OHNE geweckt und angefasst und gefordert zu werden. Es ist doch erholsam, einen solchen guten Schlaf zu haben (mehrere Stunden am Stück). Dann frage ich mich auch mit Schrecken: Soll ich, wenn er und ich zusammen wohnen nur noch wie eine halbe Schlafmangel-Leiche durch den Tag schleichen? (Er vermutlich teilweise ja auch) Das ist aber dann nicht mehr nur gewonnene Lebensqualität (er arbeitet gerade daran, dass, trotz gemeinsamer Nächte, jeder noch zu gutem Schlaf kommt *g*- kein Scherz).


      Andererseits gewöhne ich mich auch immer mehr an Intensität. Was mich früher an Sex und BDSM-Sessions für den nächsten Tag umschmiss (auch, wenn es schön war), kann ich heute besser wegstecken und vertrage deutlich mehr. Ich muss mich auch an die Intensität mancher Orgasmen gewöhnen (diese „trainieren“). Ich gehe davon aus, auch daran häufiger Sex zu haben, könnte ich mich gewöhnen. Auch lerne ich, schneller wieder einzuschlafen, wenn ich wach gemacht wurde (ist trotzdem kein Ersatz für eine längere Schlafphase).
      Außerdem spüre ich auch: Wenn ich mich an einen Rhythmus für Sex gewöhnt habe, spüre ich deutlicher, wenn es mal ausfällt und ich bin entspannter, schneller dabei, usw....wenn ich es ganz regelmäßig erlebe. Nach einer längeren Pause hingegen (wegen Urlaubs), erscheint es mir eher erstmal ungewohnt.



      Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass mein Sir auch nur einen Tag freiwillig darauf verzichten möchte. Völlig unabhängig davon, was er an dem Tag gemacht und erlebt hat.

      Ich bin gerne mal zu müde, zu abgelenkt, keine Lust, usw… Von alleine würde ich da keinen Sex haben wollen. Ich könnte auch eine längere Zeit verzichten ohne frustriert zu sein (bin dann entwöhnt).
      Grundsätzlich bin ich aber dankbar dafür, dass mein Sir dafür sorgt, dass wir immer Sex haben. Und es ist mit ein Grund, weshalb er sehr schnell die Entscheidungsgewalt darüber bekam: Das überhaupt, wann, wie, wo, usw…


      Und mein grundsätzlicher Eindruck ist auch: Je häufiger und regelmäßiger, desto eher können und wollen mein Geist und Körper das auch.


      Von daher: Wer den Plan und diesen guten Vorsatz dafür braucht: Warum nicht. Jeden Tag, bedeutet: Weniger Ausreden gelten. Und wenn man erstmal angefangen hat, dann wird es doch meist schön. Oder *zwinker*?

      Aber wie gesagt: Momentan werde ich (zum Glück? :gruebel: oder leider?) noch nicht jeden Tag eingefordert .



      E`s d (Liza)
      Es liest sich bei euch spannend @Sir von A.
      Für mich wäre es nicht umsetzbar, es würde komplett mit unserer Form der Beziehung kollidieren, dafür ist unsere Machtverteilung zu asymmetrisch.
      Ich vermeide es jetzt schon bestimmte Zeitpunkte festzulegen, weil ich mich einfach nicht festlegen will. Sexualität ist für mich etwas, dass ich spontan ausleben will, so wie mir gerade der Kopf danach ist, ebenso eine Session. Da gehöre ich auch nicht zu Fraktion die groß plant, sondern bin ziemlich hormongesteuert :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LadyElysion ()

      Was ich mich beim Lesen einiger Beiträge gefragt hab, ob bei jenen, die nicht zusammen wohnen, vielleicht auch weit entfernt, und ein Wochenende GEPLANT wird, nicht gespielt bzw. ein GV vollzogen wird?
      Es wird natürlich davon ausgegangen, das an diesem Wochenende die Lust ausgelebt wird. Somit ist es nichts anderes - geplanter GV.
      wie oft spielt hierbei keine Rolle.

      Warum spielt es denn dann bei „täglich“ eine Rolle? Wieso fühlt es sich bei Einigen wie ein „Pflichttermin“ an und bei einem geplanten Wochenende nicht?

      Das erschließt sich mir nicht ganz, da beides sowohl geplant als auch spontan ist - wie @Sir von A schon schrieb, ist es nicht immer zur gleichen Zeit.

      Wie ist es denn bei jenen, die täglich eine Übung/Aufgabe erfüllen sollen? Ist das auch Pflicht für euch? Macht ihr es notgedrungen oder mit reiner Lust und auch darum, um dem Herrn stolz zu machen?


      Um nicht ganz OT zu sein:
      Ich würde es ein spannendes Experiment finden und es ist bei mir schon so, dass häufigerer Körperkontakt auch glücklicher macht.
      Ob ich 100 Tage schaffen würde, kann ich nicht sagen, aber wenn man es nicht versucht, findet man es nie raus :pardon:



      @Sorin ich wünsche euch ein gutes Gelingen ;) vielleicht lässt du uns ja irgendwann einen Erfahrungsbericht da.

      Seriphine schrieb:

      Was ich mich beim Lesen einiger Beiträge gefragt hab, ob bei jenen, die nicht zusammen wohnen, vielleicht auch weit entfernt, und ein Wochenende GEPLANT wird, nicht gespielt bzw. ein GV vollzogen wird?
      Es wird natürlich davon ausgegangen, das an diesem Wochenende die Lust ausgelebt wird.
      Ich würde davon nicht unbedingt von vornherein ausgehen wollen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich mir eine reine Spielbeziehung, die also wirklich in erster Linie dafür da ist, gemeinsam die Neigung auszuleben, für mich nicht vorstellen kann. Mir würde es als Erstes also darum gehen, meinen Partner zu sehen und Zeit mit ihm zu verbringen. Ob es dann auch zu einer Session / Sex kommt, darf sich gerne je nach Stimmung entwickeln. Würde es vorher schon feststehen, dass an diesem Wochenende auf jeden Fall auch eine Session / Sex mit untergebracht wird, würde bei mir wahrscheinlich eher Druck als Lust entstehen.
      Liebe ist nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts.
      @Seriphine der Grund, warum es sich für manche wie ein Pflichttermin anfühlt bzw. Paare, die nicht zusammen wohnen, da anderen Umgang mit haben, hängt vermutlich damit zusammen, dass man, wohnt man zusammen, ja "jederzeit könnte". Sieht man sich lediglich sporadisch, ist dies nicht gegeben. An diese Treffen sind dann oft Erwartungen geknüpft.

      Edit: aber auch, wenn man nicht zusammen wohnt, kann man zusammen Spaß haben, fällt mir da ein. Virtuell, am Telefon o.ä. Es fehlt zwar ein Aspekt (die körperliche Nähe), aber zumindest eine geistige thematische Verbindung entsteht.
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)
      "Merkwürdig, wie wir die anderen beurteilen und nicht merken, wie elend unsere Geringschätzung ist - [...]" Carlos Ruiz Zafón: "Der Schatten des Windes"
      "Nur eins beglückt zu jeder Frist: Schaffen, wofür man geschaffen ist." Paul Johann Ludwig von Heyse
      Guten Morgen!

      Erstmal allgemein, ob ich 100 Tage hintereinander oder hin und wieder etwas tue weil ich mich verabrede wäre für mich schon ein großer Unterschied.

      Seriphine schrieb:

      Es wird natürlich davon ausgegangen, das an diesem Wochenende die Lust ausgelebt wird. Somit ist es nichts anderes - geplanter GV.
      wie oft spielt hierbei keine Rolle.
      Doch wie oft spielt dabei eine große Rolle, ob ich täglich eine Tafel Schokolade esse oder von mir aus auch geplant alle 6 Wochen macht für mich einen Unterschied. Alle 6 Wochen kann ich mich möglicherweise auf meine Schokolade freuen, muss ich jeden Tag Schokolade essen hat das eine andere Qualität.

      Um aber jetzt auf mich persönlich zu kommen, warum sollte ich davon ausgehen wann immer man sich trifft muss das zwangsläufig in einer Session enden?
      Ich glaube hier ist ein großer Unterschied, der bereits genannte, habe ich "nur" eine Spielbeziehung und treffe mich zum Ausleben meiner Neigung oder ist es eine Partnerschaft.

      Seriphine schrieb:

      Warum spielt es denn dann bei „täglich“ eine Rolle? Wieso fühlt es sich bei Einigen wie ein „Pflichttermin“ an und bei einem geplanten Wochenende nicht?
      S. o. es ist für mich ein großer Unterschied ob ich mich zu einem Termin verabrede, auf den ich mich wochenlang freue oder ob etwas klar geregelt täglich stattfindet. Ohne das jetzt bitte misszuinterpretieren, das eine ist und bleibt etwas besonderes, das andere alltäglich.

      Seriphine schrieb:

      Wie ist es denn bei jenen, die täglich eine Übung/Aufgabe erfüllen sollen? Ist das auch Pflicht für euch? Macht ihr es notgedrungen oder mit reiner Lust und auch darum, um dem Herrn stolz zu machen?
      Da kann ich dann nur für mich sagen und bitte nicht als Wertung verstehen, ich bin keine Aufgabensub. Mir gibt ein tägliches 10 Minuten knien, einfach weil das so abgemacht ist nichts, was nicht heißt, dass ich bei einer Anweisung diese nicht gerne ausführe. Ich denke das ist wieder, wie so oft, abhängig von der Dynamik in der Beziehung und deren Aufbau. Natürlich gibt es auch bei uns Rituale, die beziehen sich allerdings einfach mehr auf den Alltag und anderes wird dann spontan in den Tag eingebaut. Ich brauche vielleicht einfach mehr diese Spontanität, diesen Überraschungseffekt. Keine Ahnung ob rüber kommt wie ich das meine?
      I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it


      Evelyn Beatrice Hall