100 Tage täglich Sex bzw. BDSM?

      Hera schrieb:

      Um aber jetzt auf mich persönlich zu kommen, warum sollte ich davon ausgehen wann immer man sich trifft muss das zwangsläufig in einer Session enden?
      wer spricht von zwangsläufig? Oft ist es aber doch so, dass (meist von beiden Seiten) durchaus die Erwartung an seltenere Treffen geknüpft ist, dann auch miteinander intim zu werden - allfällige Hemmnisse diesbezüglich mal unbeachtet gelassen.

      Hera schrieb:

      Doch wie oft spielt dabei eine große Rolle, ob ich täglich eine Tafel Schokolade esse oder von mir aus auch geplant alle 6 Wochen macht für mich einen Unterschied. Alle 6 Wochen kann ich mich möglicherweise auf meine Schokolade freuen, muss ich jeden Tag Schokolade essen hat das eine andere Qualität.
      bei mir ist es tatsächlich so ... wenn ich länger keine Schokolade esse, dann lässt die Lust darauf nach (was gut ist). Wenn ich länger nicht sexuell aktiv bin, lässt die Lust darauf ebenso nach (was in einer Partnerschaft, wo Bedürfnisse vorhanden sind, nicht gut ist). So ist jeder Jeck anders.
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)
      "Merkwürdig, wie wir die anderen beurteilen und nicht merken, wie elend unsere Geringschätzung ist - [...]" Carlos Ruiz Zafón: "Der Schatten des Windes"
      "Nur eins beglückt zu jeder Frist: Schaffen, wofür man geschaffen ist." Paul Johann Ludwig von Heyse
      Wenn wir uns sehen, entwickelt sich immer etwas. Ganz einfach, weil wir uns aufeinander freuen. Evtl, durch Telefonate, Nachrichten auch angeheizt wurde.

      Aber ich war noch nie der Typ, der täglich Sex braucht.

      Wenn es zwangsläufig ist ist es doof. Ich glaube dass man sich tatsächlich wie zu einem Date täglich treffen kann.

      Wenn beide ohne Druck und mit Vorfreude herangehen

      PS: ich bin was Pläne mit regelmäßigen Wiederholungen angeht ziemlich schlecht. Jeden Tag Sport zu Hause, Kondition, Techniken üben zB- schon nach Tag 1,3 perdu.

      also viel Freude an die, die es ausprobieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anthophila () aus folgendem Grund: Anfügen PS

      Louise schrieb:

      wer spricht von zwangsläufig? Oft ist es aber doch so, dass (meist von beiden Seiten) durchaus die Erwartung an seltenere Treffen geknüpft ist, dann auch miteinander intim zu werden - allfällige Hemmnisse diesbezüglich mal unbeachtet gelassen.bei mir ist es tatsächlich so ... wenn ich länger keine Schokolade esse, dann lässt die Lust darauf nach (was gut ist). Wenn ich länger nicht sexuell aktiv bin, lässt die Lust darauf ebenso nach (was in einer Partnerschaft, wo Bedürfnisse vorhanden sind, nicht gut ist). So ist jeder Jeck anders.
      Seriphine sprach davon, dass man davon ausgeht und darauf habe ich geantwortet. Ich habe persönlich aus meiner Sicht geantwortet und nein, bei mir nicht aber ich bin auch kein Mensch für eine Spielbeziehung. Ergo bei mir ist es anders als bei Dir.

      Gleiches scheint auch für Lust zu gelten. Ich verliere nicht meine Lust weil mal kein Sex stattfindet, mein D/s hat auch andere Komponenten, die dann vielleicht eher zum Tragen kommen.

      Kurz meine Antwort hat sich auf mich persönlich bezogen (habe ich auch extra dazu geschrieben), dass das bei Dir oder jemand anderem ganz anders sein kann bleibt also unberührt.
      I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it


      Evelyn Beatrice Hall
      Für unsere Beziehung und meiner Vorstellung von Bdsm/Ds würde eine solche Vereinbarung nicht passen.

      Da ich des öfteren auf Dienstreise bin, besteht die Möglichkeit erst garnicht eine solche Regelmäßigkeit über besagten Zeitraum sicherzustellen.

      Unsere Beziehung ist auch so gelagert, dass ich mir nehmen kann was ich möchte und dafür keine weitere Legitimation in Form eines Experimentes brauche.

      Mein Hauptargument ist allerdings, dass ich mich als Dom einer solche Vereinbarung ja selbst unterwerfen müsste und dies widerstrebt mir doch sehr.

      Ob dies hilft die Glut wieder zu entfachen kann ich nicht beantworten. Anscheinend hat es ja für euch etwas gebracht. Also Glückwunsch dafür :thumbsup:
      Interessantes Experiment.
      Den Aspekt, den ich daran schön finde, ist, sich jeden Tag als Paar Zeit füreinander zu nehmen. Gerade wenn man zusammen lebt, geht im Trubel des Alltags ja schnell die Aufmerksamkeit füreinander unter. Zweisamkeit und Intimität da täglich den gleichen Stellenwert einzuräumen wie dem Zähneputzen kann da vielleicht eine sinnvolle Strategie sein, sich als Paar nicht zu verlieren. Paarhygiene sozusagen. :D
      Ich persönlich bräuchte da, denke ich, keine Vereinbarung zum täglichen Sex/ BDSM. Ich würde einfach schauen, was aus dem Moment heraus entsteht, wenn sich beide bewusst begegnen.
      Wenn dabei Lust aufeinander entsteht, gut. Wenn die gemeinsame Sexualität BDSM-geprägt ist, auch gut. :pardon: Soll ja schließlich Spaß machen. ^^ Wenn BDSM im Alltag eine Rolle spielt, ist es ja ohnehin täglich vorhanden.

      Was ich mich dennoch dabei frage: was ist, wenn eine/r oder beide gerade eher etwas Abstand und Rückzug brauchen. Ich kenne es aus Beziehungen so, dass diese natürlichen Schwankungen von Nähe, Distanz, erneuter Nähe usw. unterliegen. Und dann steht da diese Verabredung zum täglichen Sex im Raum. Wie geht man dann damit um? Sagt man die Verabredung ab? Trifft man sich trotzdem zum Sex? Oder taucht dieses Rückzugsbedürfnis durch die tägliche Intimität miteinander sogar weniger/ gar nicht auf? Ich habe noch keine schlüssige Antwort darauf... :gruebel:
      "Unsere Sehnsüchte sind unsere Möglichkeiten. "
      Robert Browning

      Primrose schrieb:



      Was ich mich dennoch dabei frage: was ist, wenn eine/r oder beide gerade eher etwas Abstand und Rückzug brauchen. Ich kenne es aus Beziehungen so, dass diese natürlichen Schwankungen von Nähe, Distanz, erneuter Nähe usw. unterliegen. Und dann steht da diese Verabredung zum täglichen Sex im Raum. Wie geht man dann damit um? Sagt man die Verabredung ab? Trifft man sich trotzdem zum Sex? Oder taucht dieses Rückzugsbedürfnis durch die tägliche Intimität miteinander sogar weniger/ gar nicht auf? Ich habe noch keine schlüssige Antwort darauf... :gruebel:
      Da kann ich natürlich nur aus unseren Erfahrungen antworten:
      Zum einen sind wir so eng miteinander, dass wir diese Schwankungen eigentlich nie haben. Eher schon, das wir - bedingt auch durch 5Kinder zw. 1 und 15Jahren, Homeschooling, hinfällige Verwandte, Arbeit, Haus und Garten...- gerne mehr Zeit für Zweisamkeit hätten. Ob so ein Rückzugsbedürfnis jetzt durch die tägliche Qualitytime gar nicht erst auftritt? Sehr wahrscheinlich. Wir haben nämlich bald gemerkt, dass - im Gegenteil zu den Befürchtungen.mancher Foristen, es würde ein Gefühl von Routine oder Überforderung aufkommen - mit der Zeit eher was fehlt, wenn wir uns nicht täglich "Verabreden" können ( es kommt ja auch bei uns mal das Leben dazwischen: Krankheiten der Kinder, Verwandtenbesuche, Überstunden...).
      Also aufgepasst, wer's probiert - es macht schon ein bisschen süchtig :huggy: ...
      100 Tage täglich Sex bzw. BDSM Sessions...
      Naja, ich denke, wenn man sein Ds auch im Alltag auslebt, ist es ohnehin jeden Tag vorhanden, dann denkt man bei all den Kleinigkeiten des Alltags an den Partner, fühlt sich mit ihm verbunden und das nicht nur sexuell.
      Ob man dann noch jeden Tag bewusst Sessions/Spiele einbaut bzw. einbauen muss, um Quality-Time zu haben?
      Wenn man das möchte, natürlich. Wenn nicht, dann nicht.
      Die einen leben es halt mehr sexuell, die anderen leben es wieder anders.
      Angeblich hat alles seine Berechtigung, wird hier immer gesagt. :yes:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nightbird ()

      Ich mag die Idee: "100 Tage Sex". Bei mir ist es so, dass ich mehr Lust auf Sex habe, wenn er regelmäßig stattfindet. Gibt es eine längere Pause, verschwindet mein Verlangen. Die Idee, sehr regelmäßig Sex zu haben (und meine gelegentliche Faulheit auch überwinden zu müssen), kommt mir daher sehr entgegen.
      Meine Beziehung würde aus meiner Sicht davon profitieren.

      MatKon schrieb:

      zurück zum Thema des EP "100 Tage täglich

      Als BDSM gut denkbar in dem Sinne, dass sub auf Doms Willen hin zur dauerhaft-nachhaltig sexuellen Bereitschaft erzogen werden soll. ZB um ggf. nur ab-geneigte Einstellungen wie "Routine", "Mechanik" oder "Sex nach Terminkalender" auszutreiben.

      Neigungsunabhängig hingegen ein sexpositivistisches Experiment für Hedonisten und Liebhaber von Körperlichkeit.

      Ein Dom-Tabu, wenn sub Ansprüche daraus hätte.

      Ganz unmoralische Grüße
      HvR
      @Sir von A Also wir praktizieren das auch schon seit 10 Jahren so, nicht täglich mit BDSM-Bezug, aber ich gebe dir Recht: es tut der Beziehung gut und es sind keine Pflichtterminne! :D
      Du spielst auf mir mit Meisterhand. Sämtliche Saiten berührst du auf dem Instrument meiner Seele und bringst ein Lied hervor, das alles bewegt und alles verzaubert!




      Irina Rauthmann, deutsche Aphoristikerin und Lyrikerin