(un-)sichtbare Zeichen der Verbundenheit - und zwar für beide Partner?

      (un-)sichtbare Zeichen der Verbundenheit - und zwar für beide Partner?

      Nachdem ich den Thread über die Eigentums-Tattoos mit Interesse gelesen habe, frag ich mich doch: welche Zeichen der Verbundenheit habt oder kennt ihr noch? Sichtbare oder unsichtbare Dinge, temporär oder für die Ewigkeit, die wirklich beide Partner(-innen) am Leibe tragen?
      Ich muss gestehen, viel mehr als Tattoos/Piercing und Schmuck generell (bzw. spezifischen Schmuck wie O-Ringe oder Eheringe) fällt mir da gar nicht ein. ?( Oft schenkt vielleicht die Eine dem Anderen was, aber das trägt man dann nicht auch noch selbst. Nur weil der Boss mir halterlose Strümpfe schenkt, die ich zum Beispiel immer beim Ausgehen tragen soll - selber wird er die wohl kaum ebenfalls tragen :sofa: * schnellweghier * Halsband ist auch so eine Sache, weil das ja nur ich trage und er nicht....

      Nein, ich meine tatsächlich "Gegenstände" im weitesten Sinn, die Beide tragen, anlegen, an- oder in sich haben ^^ Was fällt euch noch ein? Was würdet ihr gern mit eurem Partner gemeinsam haben? Ich bin gespannt :blumen:

      Edit: in einer Zeitschrift las ich einmal einen Bericht, bei dem sich Mann und Frau gegenseitig eine Haarsträhne in die Dreadlocks geflochten / gedreht haben. Aber da wird es mit der Praktikabilität schon heikel.... Außer mein Mann ginge über Jahrzehnte nicht mehr zum Friseur, um die Haarlänge zu erreichen - und ob wir dann beide Dreads haben wollten, ich weiß nicht, ich weiß nicht.... :icon_lol:
      Auf der Suche nach einem Armband stieß ich erst gestern auf Artikel über Eternal Bracelets oder auch Permanent Bracelets für Pärchen. Ist wohl der neueste Schrei und besonders als Zeichen der ewigen Verbundenheit bei Hochzeiten hoch im Kurs. Die Armbänder werden verschweißt und sind nur noch mit Zange zu zerstören. Mir stellte sich da die Frage: Wie geht man damit um, wenn man mal zum Röntgen oder ins MRT muss, abnehmen ist ja nicht möglich. :gruebel: Kaputt ist dann kaputt…
      In meiner längsten Partnerschaft haben wir beide einen Glücksbringer bei uns getragen, den ich selbst gebastelt habe. Es war ein bestimmtes Zeichen, das sich schon in den ersten Monaten der Beziehung zu 'unserem' entwickelt hat und somit eine spezielle Bedeutung für uns hatte. Ich habe es als Miniatur aus winzigen Schmuckteilen gebaut - und davon zwei Stück. Er hatte es immer in der Hosentasche und ich in der Handtasche.
      Liebe ist nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts.
      Also einfach wäre etwas, was beide gut finden, selbiges ungleichmäßig trennen.
      Jeder trägt das seine an einer Kette.Wenn man beide Teile wieder zusammenhält, hat man ein Vollständiges..
      Ich hab sowas mal in Gold (da kommt der Zahntechniker durch) gemacht. Stahl ist auch easy.
      Wer keine Möglichkeiten hat könnte das theoretisch auch in Holz machen..
      Dateien
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      mir würde noch ein Cutting einfallen....oder so Cellpops..........Cellpops sind ja nicht für die Ewigkeit halten aber länger.

      Eine "Narbe" die zufällig entstanden ist .......

      Daneben mag ich Dinge die man zusammen gefunden hat.......einen schönen Stein.......Kastanie.........auch eine Blume/Kleeblatt was man trocknet -presst und dann vielleicht laminiert.

      Eine besondere Münze anfertigen/drucken/lasern lassen und die hat man in der Börse immer dabei.........
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Es gibt magnetische Implantate. die sind so 5mm klein und verschwinden komplett unter der Haut, es bleibt eine winzige punktförmige Narbe.
      Davon kann sich jede/r eins setzen lassen, an der gleichen Stelle. Dann wisst ihr nicht nur, sondern merkt auch, dass ihr zusammen gehört. Ich denke da an die Schultern, zum aneinanderlehnen, oder die Hände, wenn man sie ineinander faltet. Man kanns natürlich auch etwas sadomaso gestalten aber das muss ja jede/r selbst wissen ;)
      Verwechsle niemals Sanftheit mit Schwäche.
      Bei meinem nicht mehr so ganz Vanilla-Partner haben wir zwei winzige Plüschtiere, 3, 4 cm groß in Gestalt eines Igels. Igel deswegen, weil wir beide Igel sehr mögen und gleich am Anfang habe ich ihn Igel genannt, weil er sich sehr rund und klein zusammenrollt, wenn er Angst hat. Ich trage meinen in der Tasche oder wenn ich zuhause bin und ich keine vernünftige Tasche an meinen Klamotten habe, haftet das Plüschtier an einer metallenen Oberfläche, es ist magnetisch. Sehr viel Bedeutung hat es für uns bekommen, als wir uns räumlich trennen mussten. Seitdem hanthaben wir es so, dass wir unsere Igel tauschen, wenn wir wieder zusammenkommen. Mein Partner sagt dann immer sowas wie, dass es mit der Energie des anderen aufgeladen ist. Auch wenn ich das mit der Energie etwas seltsam finde, finde ich diesen Gedanken doch sehr süß und irgendwo stimmt das, es tröstet mich, wenn ich daran denke, dass er es die meiste Zeit bei sich getragen hat.
      Hier mal ein Vorschlag von mir aus meiner ganz speziellen Perspektive. Wenn man so etwas wie ein persönliches oder individuelles Ding-Symbol für die Beziehung möchte, sollte man sich drei Fragen stellen:
      • Welche Art von Beziehung soll der Gegenstand darstellen?(daraus ergibt sich eventuell die Form oder Gestalt des Gegenstandes)
      • Was genau soll das für mich/meine Beziehung tun? (die Frage nach dem Zweck)
      • Brauche ich das wirklich?
      (Pardon für die impertinente Nummer 3, ich selbst halte das für eine relevante Frage, aber das hat persönliche Gründe. Solltest Du diese Frage nicht für relevant halten, dann übergehe sie einfach).

      Zu 1: Ich finde zwar, dass es eine süße Idee ist, zwei Teile zu haben, die zueinander passen (so wie die beiden Hälften eines Herzens aus Holz oder etwas in der Art), aber es ist auch sehr allgemein und heißt so viel wie „wir sind nur zusammen vollständig“. Beide Hälften sehen in etwa gleich aus und können damit beispielsweise die Gleichwertigkeit beider Partner ausdrücken, das ist auch im BDSM-Kontext nicht unbedingt verkehrt. Wer lieber auf die verschiedenen Rollen hinauswill, wird eher etwas wählen, was ungleich ist, aber dennoch zu- oder in einander passt. In meinem Fall ist es so, dass mein Sir den Schlüssel meines verschlossenen Halsbandes an einem Kettchen um den Hals trägt. Ich mag das sehr gern und finde es anregend, den Schlüssel an seinem Hals zu sehen. (Beides tun wir nur wenn wir zusammen sind, weil es eben keine 24/7-Beziehung ist, aber wenn es eine wäre, spräche im Prinzip nichts dagegen, das auch rund um die Uhr zu tun). Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, hier sind ja viele schöne Beispiele genannt worden.

      Zu 2: Ein Zeichen für eine dauerhafte Verbindung ist sicher eine schöne Idee, um sich daran zu erinnern, dass man einander verbunden ist - man sollte aber auch bedenken, dass sich das Auge an Dinge, die es oft sieht, schnell gewöhnt und sie dann ausblendet. Das kann man verhindern, indem man das Zeichen gelegentlich an- und ablegt, oder damit irgendetwas anderes tut, was das Ding wieder in die bewusste Wahrnehmung rückt, wie es beispielsweise oft zu berühren, zu polieren, wenn es ein Schmuckstück ist, was auch immer. Eine Alternative zum „Ding“ wäre hier beispielsweise ein Tag, der der Erinnerung gewidmet ist (so wie bei Ehepaaren der Hochzeitstag könnte ein H/s-Paar den Tag der Versklavung besonders begehen, beispielsweise).

      Zu 3: Ich habe das Gefühl, heute ist es so, dass Menschen zunehmend der Meinung sind, „wenn man von einer Sache kein cooles Foto auf Instagram zeigen kann, dann existiert sie gar nicht!“ Ich persönlich habe außer dem Gesichtssinn noch vier andere Sinne, glaub‘ ich, und fühle mich damit manchmal ziemlich allein. Ja, manche/viele sind Augenmenschen, aber ich fände es doch irgendwie peinlich, mit einem „Property of Thorsten“-Tattoo (oder so) durch die Welt zu stiefeln, wenn Thorsten längst in anderen, ähm, Angelegenheiten, steckt. Manche versuchen, sich vor dieser Art Kritik zu schützen, indem sie dann sagen „ja, ich würd‘ mir deswegen nur die Namen meiner Kinder stechen lassen!“ – Und ich denke: Okay, Blutsbande gelten in unserer Kultur ja eigentlich als die stärksten Bande überhaupt – die kann man vielleicht juristisch kappen, aber nicht biologisch. Muss echt immer alles noch steigerbarererer sein oder werden? Danke, nicht für mich. Wenn ich mir unbedingt etwas in die Haut stechen lassen wollte, würde ich das tun, egal welche Art von Kritik dann kommt. Aber ich bin ein haptischer Mensch und mir ist Kritik, Lob oder Bewunderung von außen eher weniger wichtig, zumal da, wo es mein Intimleben angeht. Wenn ich etwas besonders bekräftigen möchte, etwas feiern oder mich erinnern, dann schreibe ich es auf und/oder mache ein Ritual damit, das ergibt für mich mehr Sinn. Das, was wirklich wichtig ist, passiert und bleibt im Inneren und ist dort unverlierbar. Die Sinne sind wie fünf Ströme, durch die wir die Welt trinken, aber sie entspringen alle dem einen Brunnen, der das Ich ausmacht.
      "Wenn Du mal groß bist, möchte ich sein wie ich!" (Ralph Wiggum)
      Bei mir hat sich in einer Beziehung so ein Zeichen gefunden. Ich habe meiner damaligen Freundin ein Halsband entworfen und selber gefertigt. Danach war noch etwas vom Grundmaterial des Halsbandes übrig und aus einem Impuls heraus habe ich daraus zwei Armbänder gemacht. Wir haben sie uns gegenseitig rangemacht und getragen bis sie abgefallen sind. Das hat mir sehr viel bedeutet. Wir sind nicht mehr zusammen, aber mein Armband habe ich aufgehoben und in meine Kiste der besonderen Dinge getan.
      "Komm, wir gehen mit der Flut

      und verwandeln mit den Wellen

      uns're Angst in neuen Mut."

      K. Wecker
      MEIN/UNSER Thema ist ein kleines Langbügelschloss, welches mit meinen Ringen eins wird.
      Das Schloss wird Gravuren der beiden Eigentümer tragen und die passenden Schlüssel ausgehändigt bekommen.
      Projekt ist in Arbeit... alles brauch seine ZEIT.
      Dateien

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Noctua ()

      Mein Mann wünscht sich so etwas des Öfteren: Mal spricht er von Tattoos, mal von Verbrennungen und mal von Dingen, die über +18 gehen.
      Ich trage inzwischen 5 (!!!) goldene Ringe mit und ohne Diamanten und teilweisen Inschriften von ihm - er spricht von einem Weiteren. Er trägt übrigens nur den Letzten :gruebel: .

      Viel wichtiger als Ringe oder Schmuck sind ihm immer mögliche Kontrollen wie mehrmalige Telefonate und schnelle Erreichbarkeit, Teilen des Live-Standorts, bestimmte Rituale im Alltag etc. - obwohl wir dauerhaft zusammen leben.
      Mein Satan hat den zugehörigen Anhänger meines Edelstahlhalsreifs, den trägt er immer bei sich. Dazu noch einen gravierten Schlüsselanhänger, den ich ihm habe machen lassen. Er wird noch einen neuen Ring von mir bekommen, da der alte zu groß ist.
      Mein Halsreif ist was besonderes für uns beide und hat eine große Bedeutung für uns.
      Ich bekomme von ihm noch ein Armband.
      Dazu soll noch ein passender Anhänger kommen, der will aber erst noch gefunden werden.