EU für Verbrenner-Verbot für Neuwagen ab 2035

      EU für Verbrenner-Verbot für Neuwagen ab 2035

      tagesschau.de/ausland/europa/eu-verbrenner-101.html

      Was haltet ihr davon?
      Hängt ihr an eurem Benziner/Diesel?

      Hat jemand schon Erfahrungen mit einem E-Auto? Wo lädt man es auf? Muss man die ganze Zeit danebenstehen, damit es nicht geklaut wird?
      Von welchem Zeitaufwand sprechen wir da?
      Werden die nicht auch zusätzlich mit Benzin betankt?

      Was ist bei Stromausfall? Steht dann alles still?
      Und der Strom muss ja auch irgendwie produziert werden...

      Gibt es außer E-Auto noch Alternativen?

      Fragen über Fragen ?(
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Ja, ich hänge an meinem Verbrenner-Auto.
      Das ganze E-Auto-Model ist für mich noch in den Kinderschuhen, wichtige Details und Fragen noch nicht geklärt, bzw. noch nich realisiert.

      Wie zum Beispiel:
      Ein E-Auto müsste für alle bzw. die meisten erschwinglich sein, nicht nur fürs obere Drittel.
      Ladestationen müssten in allen EU-Ländern vorhanden sein, also auch in den ärmeren Ländern der EU.
      Was passiert mit der Entsorgung des Akkus? dafür wurde meines Wissens noch keine Lösung gefunden, zumindest noch keine ökologisch vertretbare, die es rechtfertig, dass ein E-Auto viel ökologischer ist, als ein Verbrenner-Auto

      Dies sind meine Gedankem dazu…
      Und: woher kommt all der Strom? :huh: Woher kommen die Rohstoffe für die Akkus? Wie wird das alles wieder entsorgt? Wie lang braucht ein Tankstopp, wie schnell verlieren die Akkus an Kapazität? Ich finde es, wie so vieles in letzter Zeit, viel zu kurzfristig gedacht.
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)
      "Merkwürdig, wie wir die anderen beurteilen und nicht merken, wie elend unsere Geringschätzung ist - [...]" Carlos Ruiz Zafón: "Der Schatten des Windes"
      "Nur eins beglückt zu jeder Frist: Schaffen, wofür man geschaffen ist." Paul Johann Ludwig von Heyse
      Nix halte ich davon - zumindest noch nix.
      Die meisten ungeklärten Dinge sind ja bereits gesagt worden und bei derart explodierenden Stromkosten, dem Anschaffungspreis für E-Autos und den nicht geklärten Öko-Aspekten ist das für mich momentan nichts was für alle tragbar ist.

      Als reines Stadt(Kurzstrecken)auto oder als Elektroroller finde ich es allerdings eine Überlegung wert.
      I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it


      Evelyn Beatrice Hall
      Das Verbot wäre gut, wenn es eine gescheite Alternative gäbe - was die E-Autos in meinen Augen aber nicht sind.
      Eben genau wegen den Punkten, die schon angebracht wurden, und ein paar anderen: Die Art und Weise, wie die Rohstoffe für die Batterien gewonnen werden (insbesondere Lithium), dass da zu viel auf endliche Ressourcen bei der Herstellung gegangen wird, die schlussendliche Entsorgung der Batterien, das mangelhaft ausgebaute Stromnetz (+ Kapazität davon) und generell die Grünstrom-Gewinnung (und der Prozentsatz davon) in Deutschland, die Umsetzung davon in ärmeren Ländern, die Reichweite, Finanzierung, Ladezeit, ..

      Dementsprechend hänge ich durchaus an meinem Verbrenner-Auto, zumindest zur Zeit.

      Habe etwas Erfahrung mit E-Autos gesammelt, auch wenn ich selbst keins besitze, fahre ich gelegentlich eins.
      Die Infrastruktur fürs Aufladen wird ausgebaut & da gibts auch Mitfinanzierung, was die kleinen Ladeboxen angeht, die man bei sich selbst am Haus/auf dem Grundstück hinmachen kann.
      Aufladen kann man das Auto dann da, oder auch an bereits an Tankstellen. Oder an den E-Auto-Ladesäulen, die es u.a. schon auf einigen Parkplätzen gibt.
      Man muss nicht die ganze Zeit daneben stehen, während das Auto läd, es gibt aber einiges bezüglich Brandschutz zu beachten.
      Zeitaufwand ist meiner Ansicht nach schon hoch - kommt aber natürlich auch auf die Leistung der Säule, Kapazität, etc. an, und da wird/würde sich in Zukunft sicherlich (hoffentlich) was tun.

      Nein. Also die reinen Elektro-Autos werden nicht noch extra betankt, es gibt aber Hybride, die man zusätzlich betankt/betanken kann.

      Ich finde Wasserstoff bzw. die Brennstoffzelle stellt eine viel bessere Alternative zu den Verbrennern dar, und bietet auch langfristig eine gute, umweltschonende Möglichkeit.
      Ein (Verkaufs-!)verbot 2035 bewirkt doch, dass
      a) die Entwicklung jetzt angestoßen wird (und Deutschland weiterhin als Technologiestandort eine Rolle spielen könnte) und
      b) die Verbrenner erst 2045/2050 so richtig "aussterben". Ganz tolle Errungenschaft, beweihräuchert euch alle.
      c) vermutlich (ich hab's nicht nachgelesen): Altbstände auch danach noch bis Lager leer verkauft werden können - siehe Glühbirnen - alles andere wäre auch ölologisch schwer vertragbar, so ne Metallkarosserie verbraucht einiges an Energie.

      Sieht man sich das an

      .welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml?indicator=126

      belegt
      - "Europa" 32 der Top50 Plätze
      - Deutschland nach Italien Platz 2 bei Autos pro Einwohner in Staaten mit mehr als 1 Mio Einwohner - weltweit.

      Es bringt nix, das Verbrennertum vor sich hinsiechen zu lassen, allerdings wäre ich nicht den Weg des direkten Verbots gegangen, sondern hätte die "Liebhaberei" entsprechend besteuert, so dass der hohe Preis des E-Autos mit hohen Preisen (stufenweise über die Jahre ab sofort) auch bei Verbrennern egalisiert wird, aber die öffentlich nutzbaren Transportmittel gleichzeitig mehr in den Fokus rücken (können). Man hat hier sträflich versäumt eine lenkende Wirkung ab sofort aufzubauen, die von den meisten Bürgern viel besser aufgenommen würde als dieses plumpe "Verbot". Und eine sinnvolle Hybridplattform wird damit auch zunichte gemacht (99% aller Fahrten sind unter 100km!) - es ist nicht der Verbrenner das Problem, es ist das Kraftstoff verheizen (und eigentlich dass es überhaupt so viele Autos und Individualverkehr gibt).

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      Übrigens: Mit der Zahl der Autos kommen auch noch in Bau und Unterhalt energiefressende Transportwege hinzu, sprich: breite Straßen, viele Brücken und Tunnels für den Individualverkehr und Quadrillionenen von Quadratkilometer für parkende Autos, die sich durchschnittlich nur 5% ihrer Lebenszeit überhaupt in Bewegung befinden. Und das ist nicht nur die 15 m2 Stellfläche plus 15 m2 Zufahrtsweg zuhause, sondern nochmal ebenso viel Stellflähce und Zufahrtsplatz zur Stellfläche irgendwo in der angrenzenden Metropole, wo man das Auto irgendwann schon hinbewegt. In Relation zur Nutzungszeit gigantisch viel Aufwand für diesen persönlichen Luxus (wir bewohnen grob gesagt durchschnittlich ebenso viel Fläche). Und wir wollen also Flächenversiegelung und Energieverschwendung für die Autoproduktion komplett als Problem erhalten bzw. über 2035 hinaus sogar noch ausbauen?
      Viele Jahre haben wir alle profitiert von niedrigen Preisen auf dem Markt der fossilen Brennstoffe. Dass das nicht immer so weiter gehen kann, weiß man eigentlich seit mindestens fünfzig Jahren.
      Tatsächlich ist der Preis fossiler Brennstoffe viel höher, als wir geglaubt haben. Aktuell wird uns das ziemlich krass vor Augen geführt: Fossile Brennstoffe kosten Menschenleben in der Ukraine, im vergangenen Jahr u.a. an der Ahr. Ganz Europa ist erpressbar.
      Man kann das ignorieren. Sinnvoll ist das aber nicht. Wir könnten in Deutschland viel weiter sein, wenn erneuerbare Energien nicht 16 Jahre lang blockiert worden wären.
      Ich bin froh, dass endlich etwas passiert. Dass das jetzt alles hoppladihopp passieren muss, ist ziemlich blöd und wäre vermeidbar gewesen.
      Zum Verbrenner vs. Elektro: ich kann das emotionale Hängen an der alten Verbrennungstechnologie ja zum Teil verstehen, zu einem anderen Teil aber überhaupt nicht. Sich alte Dampfloks anzugucken, kann einem schöne nostalgische Gefühle machen. Aber will man die Dampfmaschine wieder zurück? Der Verbrennungsmotor ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Er verpestet die Umwelt.
      Wie @monoton vollkommen richtig ausgeführt hat: Wir haben sowieso viel zu viele Autos. Intelligente Ressourcennutzung durch Car Sharing ist das Gebot der Stunde. Meine Prognose: in spätestens 20 Jahren haben die meisten kein eigenes Auto mehr. Wenn wir ein Auto brauchen, sprechen wir in unser Smartphone und wenige Minuten später steht ein elektrisch getriebenes, autonom fahrendes Gerät vor unserer Haustür, um uns stressfrei von A nach B zu bringen. Das wird die Anzahl der Fahrzeuge etwa um den Faktor 20 minimieren. Schöner Nebeneffekt: die Straßen in den Innenstädten werden wieder zu lebendigen Begegnungsorten (statt Autoabstellplätzen).
      Utopie? Nein, die Technik gibt es heute bereits.

      Regardo schrieb:

      die Straßen in den Innenstädten werden wieder zu lebendigen Begegnungsorten (statt Autoabstellplätzen).
      Utopie? Nein, die Technik gibt es heute bereits.
      Das ist ein weiterer sehr großer Minuspunkt... wer nämlich nicht in den Städten wohnt, bekommt auch nicht innerhalb von ein paar Minuten ein Carsharingauto, von autonom ganz zu schweigen.
      Wer in Hinter-den-Bergen-beidensieben-Zwergen wohnt hat kaum eine andere Chance als ein Auto zu haben oder gehen wir davon aus, dass 2035 alle Menschen in Städten leben?
      Wie @donflo81 schon angemerkt hat, gibt es viele Bereiche, in denen Elektro einfach gar nichts nutzt. Was machen wir mit all den Baggern, Traktoren und LKWs? Und ich meine hier die LKWs, die nicht auf die Schiene können, zB die auf Baustellen oder für die Wege zum Supermarkt.
      Auch wenn man an ein Elektroauto etwas dranhängt, wird die Kilometerzahl irre knapp. Mit einem Pferdeanhänger beispielsweise kommt man 80 km weit, bevor die Batterie schwächelt.
      Zudem verbrauchen moderne Diesel eher wenig Sprit. Das dauert Jahre bevor sich die energieintensive Herstellung der Batterie da gegenüber einem Diesel lohnt.
      Ganz zu schweigen von dem Problem, wo wir diese immensen Strommengen herbekommen wollen.
      Der Verbrenner muss früher oder später ersetzt werden, da bin ich ganz bei der EU, aber man sollte ihn mit etwas ersetzen, das besser ist, etwas, das durchdacht ist.
      Schnell-schnell bringt nur Probleme und taugt nichts (wie man jetzt grad am Tankrabatt sieht)
      Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein
      Friedrich Nietzsche
      Zum einen sei mal festgehalten, dass nicht Verbrenner an sich verboten werden, sondern deren weitere Produktion/Neuzulassung.
      Zum zweiten beruhen alle hier genannten Argumente gegen E-Mobilität auf der Annahme, der Individualverkehr sei unverzichtbar. Das ist Unsinn, den wir aus purer Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit tradiert haben.
      Mit dem Auto (und der Externalisierung seiner Folgekosten) wurde unser Mobilitätsradius zunehmend erweitert. Statt den Dorfladen zu Fuß aufzusuchen oder die nächste Stadt mit dem Rad oder ÖPV, fahren wir halt ein paar Kilometer zum Konsumtempel. In der Folge sterben selbst in Klein- und Mittelstädten die lokalen Möglichkeiten der Versorgung aus. Das zwingt zu mehr und weiteren Fahrten.
      Mit dem Auto wurde der Weg zu Arbeit auch ein weiterer. Wir wohnen nicht mehr, wo wir arbeiten und (auch trotz Homeoffice) arbeiten nicht mehr, wo wir wohnen.
      Und jetzt liefert uns die Natur die Rechnung für diesen Unfug und wir wundern uns, dass wir uns knappe 3 Planeten für unseren Lebensstil nicht leisten können.

      Es gibt kein Grundrecht auf Mobilität, keins auf Verschwendung und keins auf grenzenloses Wachstum. Wenn wir das mal mehrheitlich verinnerlicht haben, können wir ja endlich über wirkliche Lösungen sprechen und sie einfach einführen. Dazu bedarf es nämlich weder einer Technologie, noch eines Verzichts. Letzteren haben wir alle hingenommen, weil uns eine Kompensation versprochen wurde, die gar keine ist. Das berichtet der Club of Rome ebenso regelmäßig, wie es die Verantwortlichen relativieren.

      Also nicht jammern, sondern einfach mal bei den Transition Towns, den SoLawis, den Unverpacktläden und dergleichen abschauen, wie eine Transformation aussehen kann. (Googlet mal nach Transition Initiativen und nach Karte von morgen als Einstieg in eine mutmachende Perspektive).

      Und bevor das jemand für eine Utopie hält: Die Dystopie, die ein Weitermachen wie bisher nach sich zieht, sieht genauso aus. Nur sind wir dann nicht darauf vorbereitet, weil wir auf heilsbringende Technologien warten, die Probleme verlagern, statt sie zu lösen.

      DarkoAngel schrieb:

      Die Infrastruktur fürs Aufladen wird ausgebaut & da gibts auch Mitfinanzierung, was die kleinen Ladeboxen angeht, die man bei sich selbst am Haus/auf dem Grundstück hinmachen kann.
      Aufladen kann man das Auto dann da, oder auch an bereits an Tankstellen. Oder an den E-Auto-Ladesäulen, die es u.a. schon auf einigen Parkplätzen gibt.
      Es wohnt ja nicht jeder in einem eigenen oder Mietshaus. Ich stelle mir nur gerade die Schlangen vor den Ladestationen zusätzlich zum Feierabendverkehr vor, man muss die Akkus doch bestimmt täglich laden?
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Hallo,

      Ich war in der Entwicklung von PHEV (Hybrigfahrzeug mit zusätzlichem Treibstofftank) und BEV (reine Elektroautos) beschäftigt. Wir haben das Batteriesteuergrät für alle Marken eines Großkonzerne hergestellt und die SW dafür geschrieben.

      Privat haben wir einen PHEV (50km Reichweite, mein Mann fährt also alle Kurzstrecken elektrisch) und einen Diesel (der Lastesel). Wir haben zwei Wallboxen in der Garage und bislang gute Erfahrungen gemacht, auch wenn man weiß, was so in den Fahrzeugen verbaut wird. Jede "neue" Technik hat ihre Anlaufschwierigkeiten.

      Ich fordere eine Transparente, nachvollziehbare Lieferkette bis zum Rohstoff. Egal ob Kobalt, Blei, Lithium oder die Beschaffung von Ersatzteilen.

      Ihr alle lest/hört Nachrichten und bekommt mit, wie abhängig wir von China sind. Wir müssten die Produktion und Entwicklung wieder teilweise zurückholen.

      Wasserstoff, e-fuels (eine Porsche Entwicklung) oder Methanbasierte Alternativen halte ich für förderungswürdig.
      Ich glaube an effiziente Verbrenner. Was Verbrannt wird, ist hier ein großer Hebel.
      Weitere Faktoren wie Verfügbarkeit im ländlichen Raum und Infrastruktur (autom fahrende Autos benötigen GPS und Internet. Letzte Verfügbarkeit auf dem Land ist in D nicht besonders hoch) wurden ja bereits genannt.
      Wir sind sterblich, wo wir lieblos sind.
      Doch unsterblich, wo wir lieben.

      (Karl Jaspers)

      HarryFfm schrieb:

      Mit dem Auto wurde der Weg zu Arbeit auch ein weiterer. Wir wohnen nicht mehr, wo wir arbeiten und (auch trotz Homeoffice) arbeiten nicht mehr, wo wir wohnen.
      Ich wohne auf einem Dorf, in das selten ein Bus kommt, am Wochenende sogar nur Anrufsammeltaxi (ich glaub, 2x tgl.).
      Dass man genau da, wo man arbeitet, wohnt, ging auch früher schon nicht, es gab auch damals schon Dörfer.

      Wenn die Taxibranche und die Öffis zuverlässig ausgebaut würden, wäre das für mich ein gangbarer Weg.
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Ich meine, ich schrieb an anderer Stelle schon einmal: dieses "wir verbieten jetzt mal und nach uns die Sintflut" oder "wir führen mal ein, wie die Betroffenen damit zurecht kommen, werden sie dann schon sehen" - siehe nicht wenige Bahnpendler, die die Bahn brauchen, um zur Arbeit zu kommen und jetzt ihr Fahrrad nicht mehr mitnehmen können oder keinen Platz bekommen, weil Horden von Touristen Bahn fahren und die Bahn keine Kapazität hat aufzustocken".

      Warum nimmt man die Bevölkerung nicht mehr mit? Und zwar nicht nur einen Teil (in dem Fall die Großstädter, die die Bushaltestelle etc. vor der Nase haben), sondern gerade die, die es am ehesten begrifft, die Landbevölkerung. Die, die ungewöhnliche Arbeitszeiten haben. Die, die aus allen möglichen Gründen aufs Auto angewiesen sind. Die sich keine Steckdose draußen hinbauen können.

      Es wird mal verboten und nach uns - wie gesagt - die Sintflut. Schaut doch, was ihr daraus macht.

      Ganz ehrlich: ich gehe arbeiten, ich finanzieren diesen Staat mit einem sehr großen Anteil meines Verdienstes mit und da will ich nicht, dass mir dieser Staat andauernd nur immer mehr verbietet, sondern ich will, dass er seinen Job macht: dafür sorgen, dass ich so sicher als möglich, dabei aber so unbehelligt als möglich leben kann. Er soll dafür sorgen, dass kluge Köpfe die Möglichkeit bekommen, Ihr Potential auszuschöpfen und uns nachhaltiges Leben ermöglichen, das nicht von Verzicht und Mühsal geprägt ist. Ich bin überzeugt, das ist möglich, wenn nur die richtigen Personen die Möglichkeit haben zu forschen.

      Wir hatten letztens einen großflächigen Stromausfall. Bis heute hat uns keiner darüber informiert, warum es diesen gab.

      Ich bin absolut dafür, dass wir versuchen, unseren Fußabdruck so gering als möglich zu gestalten. Aber bitte nicht dank dauernder Schnellschüsse, die sich dann ins Gegenteil dessen verkehren, was sie erreichen wollten.

      So lang der Strom nicht in der Mehrheit sauber erzeugt werden kann, macht für mich ein Verbot von Verbrennern keinen Sinn.
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)
      "Merkwürdig, wie wir die anderen beurteilen und nicht merken, wie elend unsere Geringschätzung ist - [...]" Carlos Ruiz Zafón: "Der Schatten des Windes"
      "Nur eins beglückt zu jeder Frist: Schaffen, wofür man geschaffen ist." Paul Johann Ludwig von Heyse

      Amarena schrieb:

      Das ist ein weiterer sehr großer Minuspunkt... wer nämlich nicht in den Städten wohnt, bekommt auch nicht innerhalb von ein paar Minuten ein Carsharingauto, von autonom ganz zu schweigen.
      Wer in Hinter-den-Bergen-beidensieben-Zwergen wohnt hat kaum eine andere Chance als ein Auto zu haben oder gehen wir davon aus, dass 2035 alle Menschen in Städten leben?
      Warum sollte Car Sharing in der beschriebenen Form nicht möglich sein auf dem Land? Vielleicht ist der Minimierungsfaktor dann nur 10. Aber gehen tut das. Gerade wegen des autonomen Fahrens!

      Noch kurz zum Pferdeanhänger: Es gibt Elektrobusse, die viele Menschen transportieren. Warum sollte ein Elektromotor an einem Pferdeanhänger scheitern? Es ist nur eine Frage der Auslegung von Motor und Batterie. Wie heute auch. Mit einem Smart würde man mit einem Pferdeanhänger ja auch nicht weit kommen.

      Isegrim_w_devot schrieb:

      Ich wohne auf einem Dorf, in das selten ein Bus kommt, am Wochenende sogar nur Anrufsammeltaxi (ich glaub, 2x tgl.).Dass man genau da, wo man arbeitet, wohnt, ging auch früher schon nicht, es gab auch damals schon Dörfer.
      Es spricht nichts gegen nachhaltige Mobilitätsangebote für außergewöhnlichen Bedarf. Wir leiten aber von den Ausnahmen das Recht auf grenzenlose Mobilität für alle ab. Dieser Fehlschluss fliegt uns gerade mächtig um die Ohren.
      Elektrobusse mit ernstzunehmender Taktung werden zunehmend erprobt und künftig sicher auch eingesetzt. Das ist eben eine ganz andere Hausnummer als eine knappe Tonne Beiwerk, die eine Person von A nach B bewegt.

      HarryFfm schrieb:

      Mit dem Auto (und der Externalisierung seiner Folgekosten) wurde unser Mobilitätsradius zunehmend erweitert. Statt den Dorfladen zu Fuß aufzusuchen oder die nächste Stadt mit dem Rad oder ÖPV, fahren wir halt ein paar Kilometer zum Konsumtempel. In der Folge sterben selbst in Klein- und Mittelstädten die lokalen Möglichkeiten der Versorgung aus. Das zwingt zu mehr und weiteren Fahrten.
      Mit dem Auto wurde der Weg zu Arbeit auch ein weiterer. Wir wohnen nicht mehr, wo wir arbeiten und (auch trotz Homeoffice) arbeiten nicht mehr, wo wir wohnen.
      Das nennt sich Fortschritt. Mit all dem wurde auch die Erdbevölkerung immer mehr.

      Die Industrie hat sich verändert und damit die Jobs. Wir können nicht mehr alle ein Stück Land daheim bestellen, dafür sind wir schlicht viel zu viele. Sollen die Millionen und Milliarden Menschen in den Städten ihr Gemüse auf ihrem Balkon ziehen und davon satt werden?
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)
      "Merkwürdig, wie wir die anderen beurteilen und nicht merken, wie elend unsere Geringschätzung ist - [...]" Carlos Ruiz Zafón: "Der Schatten des Windes"
      "Nur eins beglückt zu jeder Frist: Schaffen, wofür man geschaffen ist." Paul Johann Ludwig von Heyse

      HarryFfm schrieb:

      Elektrobusse mit ernstzunehmender Taktung werden zunehmend erprobt und künftig sicher auch eingesetzt.
      Und aktuell wegen zu viel Ausfall wieder durch Dieselfahrzeuge ersetzt, war gerade diese Tage in der Lokalzeitung.
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)
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      "Nur eins beglückt zu jeder Frist: Schaffen, wofür man geschaffen ist." Paul Johann Ludwig von Heyse

      Louise schrieb:

      Das nennt sich Fortschritt. Mit all dem wurde auch die Erdbevölkerung immer mehr.
      Die Industrie hat sich verändert und damit die Jobs. Wir können nicht mehr alle ein Stück Land daheim bestellen, dafür sind wir schlicht viel zu viele. Sollen die Millionen und Milliarden Menschen in den Städten ihr Gemüse auf ihrem Balkon ziehen und davon satt werden?
      Das nennt sich tradierter Stillstand, dass mit zukünftig erwarteten Technologien für ausbleibende Veränderung argumentiert wird, aber keine zukünftige gesellschaftliche Veränderung in Betracht gezogen wird, um für eine Veränderung zu argumentieren.