Unterschiede in Strafen

      phoibe schrieb:

      Und noch einmal, wir sprechen von erwachsenen, mündigen Menschen, die im Alltag und Leben Entscheidungen für eben dieses treffen dürfen.
      Ich weiß, das ist jetzt ein bisschen OT, aber ich möchte ganz kurz darauf aufmerksam machen, dass wir uns hier im öffentlichen Bereich des Forums befinden und durchaus Minderjährige mitlesen können. Ich finde es wichtig, klarzustellen, dass so ein Verhalten von einem Partner weder normal ist noch verharmlost werden sollte.
      Außerdem kommt nicht jeder super easy aus so einer Situation wieder raus wie du es anscheinend könntest. Und um zu erkennen, dass überhaupt erstmal angefangen werden muss, sich von der Beziehung zu lösen, muss man erstmal mitbekommen, dass es eben nicht in Ordnung ist, wie da gehandelt wird. Das ist nicht jedem klar.
      Ich finde es einfach schwierig zu behaupten, die Verantwortung liegt bei sowas bei der betroffenen Person und weniger beim Partner, obwohl er derjenige ist, der eindeutig grenzüberschreitend handelt.
      Jemand kann nur grenzüberschreitend handeln und das mehrmals, wenn ich ihn lasse.

      Dann stellt euch doch bitte in den Profilen nicht als ach so dominant hin, wenn dies nicht der Fall ist.

      Womit wir dann in einem Themenbereich wären, der hier nicht hingehört, nämlich, wer darf BDSM ausleben und wer sollte die Finger davon lassen.

      Und auch: Warum muss ich immer hinterfragen, was mündige Menschen gemeinsam machen oder ausleben bzw. muss und darf ich das überhaupt, oder bevormunde ich damit jemanden?

      Es tut mir leid, wenn es hier Menschen gibt, die an Gewalterfahrungen, Depressionen, oder sonstigen psychischen Problemen leiden, aber macht eure Trigger deshalb nicht zu unseren und macht schon gar nicht jemanden, dessen Seite wir hier nicht kennen, dafür verantwortlich. Denn, es sind eure Trigger und nicht seine.
      Das leidige Thema zum" Leid und Freud " beim ERLEBEN seiner ersten Erfahrungen im Bdsm - Bereich:

      Es ist ja, schön @phoibe, wenn Du DEIN Bdsm-Erleben alles im selbstbestimmten, stets kontrollierten und zu jeder Zeit richtig eingeschätzen Kontext reflektierst,gesteuert und auch erfahren hast.

      Das ist Dein persönliches Erleben -
      dann behaupte ich mal, dass Du beim Ersterleben sehr reif warst und souverän gehandelt hast.

      Ist jedenfalls mein vermittelter Eindruck.
      Auch scheinst Du ja den richtigen Deckel sofort gefunden zu haben :!:
      Punkt.

      ...
      Blicke ich da auf mich zurück
      ist meine Persönlichkeit in diesem Kontext von Machtgefälle und sex. Entwicklung völlig unsicher und ein unbeschriebenes Blatt -
      auch war es nicht mein Verlangen, welches mich in dieser Welt hat abtauchen lassen...
      Ich war da ganz unbedarft und auch naive.

      Was ich sagen will,
      dass Persönlichkeiten verschieden sind und das Ausleben der ersten Erfahrungen auch an ein Roulette-Spiel erinnern können...
      Rot/Schwarz,zero nichts geht mehr!

      Ich hatte damals als 19 jährige keinen Überblick darüber, wohin das führt.

      Ich hatte nur Glück und ein späterer "Trittbrettfahrer" konnte keine negativen Spuren hinterlassen...
      Ich bin jetzt bewusst etwas in der Themarik ausgeschert.

      Ich halte es für durchaus berechtigt, die im Thread dargestellte Situation aus unterschiedlichen Perspektiven der Erfahrung zu beleuchten, die TE kann sich dann durchaus selbst entscheiden,welchen Weg der Reflektion und Verarbeitung sie gehen möchte oder auch muss.
      Wäre es nicht auch belastend, würde sie wohl diesen Weg des Austausches hier nicht suchen.

      Meine two cents...

      Lg
      Die Eule

      Niest schrieb:

      Über den Absichten: das werde nicht mehr erfahren. Also darf ich frei aussuchen mit welcher Interpretation ich am besten Leben kann. Für mich, nicht für ihn. Langfristig möchte ich, dass in meiner Erinnerung die Liebe bleibt. Es ist auch egal ob er mich geliebt/geschätzt hat oder nicht, aber er hat mir etwas damit gezeigt, an der ich gar nicht geglaubt habe, dass ich dafür fähig bin, dass ich so lieben kann. Es wäre schön gewesen, wenn man die Situation auflösen, besprechen und klären hätte können, wenn es funktioniert hätte. Aber war leider nicht so. Aber wenn vom Leben noch so eine Chance kommt, möchte ich rechtzeitig dagegen steuern, und nicht zu der Eskalation beitragen. Würde gerne einen besseren Werkzeugkasten haben. Unabhängig davon, ob es funktioniert, funkt oder nicht.
      Für mich hört es sich an, als wäre eure Kommunikation nicht so gut gewesen. Er hat dir scheinbar nicht genau gesagt, was er erwartet und warum ihm das wichtig ist. Und du hast dich ausprobiert, ohne das vorher abzusprechen.
      Was wichtig ist: Tabus und Trigger genau definieren und absprechen. Das hast du ja auch getan. Darauf muss man sich verlassen können, dass der Partner nicht ohne Absprache ein ihm bekanntes Tabu bricht. Nie. Das Tabu kann nur der aufheben, der es gesetzt hat. Was anderes sind Grenzen, die können verschoben werden, solange du ein Safeword oder eine Abbruchmöglichkeit hast. Das kann sich im Laufe einer Beziehung natürlich alles verändern. Aber einfach so, weil Dom gerade will, ist für mich ein Tabu erst einmal unumstößlich.

      Niest schrieb:

      Vielleicht muss ich auch nachdenken, ob ich devot bin, da ich unter Umständen einfache Regeln nicht einhalten kann. Im Moment ist die Vorstellung einer BDSM-Beziehung sowieso sehr weit weg.
      Das ist auch dein gutes Recht als Neuling. BDSM verläuft nicht nach DIN-Normen. Jeder muss erst einmal sehen, in welche Richtung er/sie gehen will. Die devote, gut ausgebildete Super-Sub fällt nicht vom Himmel. Jeder hat einmal bei Null angefangen und sich ausprobiert. Und die allerwenigsten finden beim ersten Versuch den Traumpartner, bei dem alles passt. In eurem Fall hat die Liebe alleine eben nicht ausgereicht.
      Those who don´t jump will never fly.

      phoibe schrieb:



      Dann stellt euch doch bitte in den Profilen nicht als ach so dominant hin, wenn dies nicht der Fall ist.




      Es tut mir leid, wenn es hier Menschen gibt, die an Gewalterfahrungen, Depressionen, oder sonstigen psychischen Problemen leiden, aber macht eure Trigger deshalb nicht zu unseren und macht schon gar nicht jemanden, dessen Seite wir hier nicht kennen, dafür verantwortlich. Denn, es sind eure Trigger und nicht seine.


      Du pauschalisierst gerne, ohne Belege für deine Aussagen zu liefern, scheint es, wenn man deine Beiträge verfolgt. Du wirkst auch emotional stark beteiligt.
      Vielleicht wäre es hilfreich, wenn du deinerseits deine Trigger nicht ungebeten in die Diskussion einbringen würdest.


      Mir ist auch nicht verständlich, weshalb dich das hier so hartnäckig nicht zu interessieren scheint, was im Eingangsbeitrag steht:

      "Ich habe damit in meiner Kindheit sehr traumatische Erfahrungen, und es triggert mich einfach jedes Mal. Ich kriege Flashbacks, und ich reagiere emotional übertrieben. Es war ihm bekannt, trotzdem hat er es gemacht, weil es einfach seine Art war."


      Das ist unsouverän und unsozial, gleich ob in einer normalen oder in einer fetischbasierten Beziehung.
      Mein Trigger hier in diesem Forum ist:

      Der Dom ist immer der Böse, die Sub ist immer die Arme. :pardon:

      Doms über die hier berichtet wird, neigen immer zu häuslicher Gewalt und was schön zu sehen ist, Doms hier nehmen immer die arme Sub in Schutz - vor allem Single-Doms tun das hier ganz gern. :yes:

      Schade, was aus diesem Forum geworden ist, früher mal ging man hier von einem BDSM Forum aus und davon, dass zwei Menschen sich im Konsens gefunden haben, um etwas auszuleben oder zu erleben.

      Heute geht es sofort um häusliche Gewalt, narzisstische Doms und arme Subs, die das Opfer sind.

      Vielleicht sollte man erst einmal schauen, in welchem Forum man sich befindet, bevor man gleich von Gewalt, Vergewaltigung, Narzissmus spricht.

      Übrigens, nein, ich hatte nicht nur positive Erfahrungen, aber ich gebe auch nicht jemand anderem die Schuld dafür, dass es auch zu weniger schönen Erfahrungen gekommen ist. Denn ich habe zugestimmt, ich habe mitgemacht und somit bin ich daran genauso beteiligt, wie mein Gegenpart.
      Aber... auch das sehen viele hier anders - in diesem BDSM-Forum.

      phoibe schrieb:

      Mein Trigger hier in diesem Forum ist:

      Der Dom ist immer der Böse, die Sub ist immer die Arme. :pardon:

      Doms über die hier berichtet wird, neigen immer zu häuslicher Gewalt und was schön zu sehen ist, Doms hier nehmen immer die arme Sub in Schutz - vor allem Single-Doms tun das hier ganz gern. :yes:

      Schade, was aus diesem Forum geworden ist, früher mal ging man hier von einem BDSM Forum aus und davon, dass zwei Menschen sich im Konsens gefunden haben, um etwas auszuleben oder zu erleben.

      Heute geht es sofort um häusliche Gewalt, narzisstische Doms und arme Subs, die das Opfer sind.

      Vielleicht sollte man erst einmal schauen, in welchem Forum man sich befindet, bevor man gleich von Gewalt, Vergewaltigung, Narzissmus spricht.

      Der Umstand, dass du diesen Eindruck hast, dass "immer" eine ungünstige Schuldzuweisung stattfindet, hindert dich also daran, eine gründliche Einzelfallbewertung vorzunehmen, sondern du drängelst dich geradezu trollartig mit deiner Allgemeinkritik in den Vordergrund, weil es gerade passt, ohne Rücksicht auf die Inhalte, welche die Betroffene liefert?
      Vielleicht können wir versuchen zu diskutieren ohne persönlich zu werden *kopfschüttel*?
      Das hilft der Threaderstellerin, die für mich einen recht reflektierten Eindruck macht keinesfalls!

      decorum schrieb:

      Bitte nicht falsch verstehen, nur in meinen Augen bringt es nichts, wenn immer nur aufgezählt welche Fehler/Grenzverletzungen etc. der Partner/Dom begangen hat, sondern dem Ratsuchenden Werkzeuge an die Hand zu geben, woran er/sie erkennen kann, wann etwas aus dem Ruder läuft um dann für sich Entscheidungen zu treffen, die einem helfen ohne größere 'Blessuren' aus der Sache heraus zu kommen.
      Danke!!!! Für mich der Satz des Threads überhaupt!

      Sternenguckerin schrieb:

      Ich weiß, das ist jetzt ein bisschen OT, aber ich möchte ganz kurz darauf aufmerksam machen, dass wir uns hier im öffentlichen Bereich des Forums befinden und durchaus Minderjährige mitlesen können. Ich finde es wichtig, klarzustellen, dass so ein Verhalten von einem Partner weder normal ist noch verharmlost werden sollte.
      Dazu sage ich mal, ja wir sind im öffentlichen Bereich und wenn ich als Partner hier lesen würde, was andere Menschen meinen zu be- oder verurteilen von dem sie nur eine Sicht (und das meine ich ohne Wertung der Sicht) kennen, könnte man meinen es ginge nicht um Ratschläge eine solche Situation oder so wie sie empfunden wurde besser zu händelnn sondern darum ein Statement für oder gegen etwas abzugeben, was keiner von uns wirklich be- und schon gar nicht verurteilen kann.

      So um jetzt aber mal zum Thema zurück zu kommen, wenn man sich unwohl in einer Beziehung fühlt oder gar das Gefühl hat seelisch massiv verletzt zu werden dann kann das nur ungesund sein dann ist es Zeit die Reissleine zu ziehen. Ohne schlechtes Gewissen, denn Selbstschutz ist das wichtigste Instrument was wir haben, als sub, wie auch als Dom.
      Hier hat es offenbar gar nicht gepasst, dass ist schade und sicher, gerade wenn es die erste BDSM-Erfahrung ist. Ein gutes Werkzeug finde ich ist es sich wirklich immer mal wieder selbst zu fragen, Will ich das wirklich, weil es mir gut tut, es mih erfüllt und bereichert oder gibt es einen anderen Grund. Spätestens bei einem anderen Grund sollte man dringend genauer hinschauen, bei sich selbst. Ich bin für mich verantwortlich, gerade zu Beginn einer neuen Beziehung, denn man kennt sich in der Regel noch nicht so gut, als dass mein diesen Part der Verantwortung mal eben abgibt.
      Manchmal hilft auch nur ein klares nein um eine Situation aufzulösen. Wenn Grenzen überschritten werden nochmal deutlich darauf hinweisen "du hast meine Grenze überschritten". Entweder man findet gemeinsam dann einen Weg (auch Grenzüberschreitungen können unabsichtlich passieren) oder man (und in dem Fall dann der, dessen Grenze überschritten wurde) löst die Beziehung.

      Für mich ist und bleibt das beste Handwerkszeug achtsam und aufmerksam mit sich selbst zu sein. Das übrigens gilt für mich für beide Seiten.
      I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it


      Evelyn Beatrice Hall

      phoibe schrieb:

      Schade, was aus diesem Forum geworden ist, früher mal ging man hier von einem BDSM Forum aus und davon, dass zwei Menschen sich im Konsens gefunden haben, um etwas auszuleben oder zu erleben.
      So, und genau das hier ist bei der Threaderstellerin nicht der Fall. Sie hat explizit davon geschrieben, dass ihre Tabus gebrochen wurden, dass ihre Traumata getriggert wurden und dass sie ein schlechtes Gewissen plagt. Sie zeigt ganz klar auf, wie verwundbar und ja, vielleicht auch leichtgläubig Anfänger:innen sein können, wenn sie einer (scheinbar) erfahrenen Person vertrauen. Gleichzeitig zeigt sie auch auf, was ein vermeintlich „gut gemeintes" Handeln triggern kann. Dennoch halte ich es für fragwürdig und traurig, dass hier so schnell die Threadstellerin angezweifelt oder gar diffamiert wurde, obwohl man selbst auch nur eine Seite kennt - dabei wurde genau dieser Aspekt gleichzeitig von mehreren Seiten kritisiert.

      Außerdem sind weitere Aussagen in diesem Thread gefallen, die ich mehr als kritisch sehe:

      Louise schrieb:

      "Keine Einvernehmlichkeit" ist nicht zwingend direkt ein Kapitalverbrechen.
      Und an der Stelle muss ich einfach knallhart sagen: Doch, wenn man sich nicht gemeinsam darauf geeinigt hat, dass es keine Einvernehmlichkeit gibt.
      Es schockiert mich wirklich, dass solche Aussagen gerade in einem Thread fallen, in denen ganz klar die Threaderstellerin davon geschrieben hat, dass die Handlungen ihres Erachtens nach nicht einvernehmlich waren. Denn in wie vielen Threads, Beiträgen, usw. wird nahezu gepredigt, dass Einvernehmlichkeit in allen sexuellen Handlungen indiskutabel ist! Wenn man sich danach zu irgendwelchem Meta-Konsens, „einvernehmliche Uneinvernehmlichkeit" oder whatever entscheidet, erfolgt diese Entscheidung dennoch gemeinsam.

      Und nun möchte ich noch auf Deine Fragen eingehen, @Niest

      Niest schrieb:

      Aber etwas weiß ich nicht: Was hätte ich da tun können? Wie hätte ich mich besser verhalten können? Ich habe so sporadisch die Gedanken gehabt, dass ich irgendwie hinknien hätte sollen, mit einem Holzlöffel, aber es hätte mir so eine Überwindung gekostet, und ich war emotional nicht in der Lage. Wie kann man aus der passiven Rolle sowas auflösen?
      Da hat es bspw. @bluehorse69 wirklich schön gesagt:

      bluehorse69 schrieb:

      Für mich hört es sich an, als wäre eure Kommunikation nicht so gut gewesen. Er hat dir scheinbar nicht genau gesagt, was er erwartet und warum ihm das wichtig ist. Und du hast dich ausprobiert, ohne das vorher abzusprechen.
      Wie oben erwähnt, hast Du uns erklärt, dass Deine Grenzen missachtet wurden. Gleichzeitig liest es sich aus Deiner Schilderung heraus, dass auch Du Grenzen überschritten hast, nämlich die Deines (Ex)Doms. Um eine solche Pattsituation zu lösen, kannst Du zwar versuchen, Dich „besser" zu verhalten, aber dafür benötigt es erst einmal Kommunikation, um zu wissen, wo es jetzt brennt. Und Du hast klar gesagt: die fand nicht statt und auch im Nachhinein ist sie nicht mehr möglich. Ich hätte es auch nicht als angemessen empfunden, wenn Du weiterhin im Machtverhältnis geblieben wärst, um eine weitere Reaktion seinerseits zu „triggern", da das Lösen dieses Problemes eindeutig ein ernstes Gespräch auf Augenhöhe benötigt hätte. Das erkennst Du in späteren Beiträgen ebenfalls.

      Niest schrieb:

      Vielleicht muss ich auch nachdenken, ob ich devot bin, da ich unter Umständen einfache Regeln nicht einhalten kann.
      Vielleicht, ja! Aber: Es gibt so viele Gründe, warum es nicht gepasst hat - dass Deine eigentlich „nicht vorhandene" Neigung ein Grund davon ist, bezweifle ich stark. Wenn Zahnräder nicht ganz aufeinander abgestimmt sind, knirscht es auch ganz gewaltig, obwohl beide theoretisch zueinander passen - praktisch ist das aber offensichtlich nicht so. Was ich damit sagen möchte: Ich bin mir sicher, solltest Du Dich entscheiden, Deine Neigung weiterhin auszuleben, wirst Du jemanden finden, der zu Dir passt und der sicherlich auch Deine Neigung fordern und fördern kann. Was Du aus dieser schönen und gleichzeitig sehr unschönen Erfahrung mit Deinem Exdom gelernt hast, ist so unfassbar wertvoll, weil Du jetzt ganz genau weißt...

      - was Dir wichtig ist
      - was Du Dir wünscht
      - was Du Deinem Gegenüber geben möchtest
      - und was auf keinen Fall noch einmal passieren sollte

      Und damit - behaupte ich jetzt mal :D - hast Du bereits so viel gelernt, dass Du später mit vielleicht dem richtige(re)n Partner eine harmonische Beziehung führen kannst, dabei auf Deine und auf seine Bedürfnisse achtest und auch ganz klar (früher) Stopp sagen kannst. Bitte mache Dir kein schlechtes Gewissen, sondern - wie Du es selbst sagst - versuche, daran zu wachsen. Ich wünsche Dir alles Gute. :blumen:
      Vielen Dank für Euch, für all die Beiträge, die unterschiedliche Ansichten! Es war nicht meine Absicht nach Schuldigen zu suchen. Ich bin selbst verantwortlich für meine Beziehungen und wie die verlaufen.

      @Hanako Ja, der letzte Abschnitt ist sehr treffend. Wenn ich zu mir ehrlich bin, ich bereue diese Erfahrung nicht, keine einzige Sekunde davon. Ich habe zeitweise die Kontrolle über meine Gefühle verloren -nicht alle meine Reaktionen würde ich als reif bezeichnen, gar nicht-, aber ich war zu diesen Gefühlen immer treu, und das ist wo ich im Moment stehe. Ich muss noch vieles sortieren, durchdenken, und verstehe noch nicht alles. Mal schauen wohin die Reise führt.

      Hanako schrieb:

      Und an der Stelle muss ich einfach knallhart sagen: Doch, wenn man sich nicht gemeinsam darauf geeinigt hat, dass es keine Einvernehmlichkeit gibt.
      Es schockiert mich wirklich, dass solche Aussagen gerade in einem Thread fallen, in denen ganz klar die Threaderstellerin davon geschrieben hat, dass die Handlungen ihres Erachtens nach nicht einvernehmlich waren. Denn in wie vielen Threads, Beiträgen, usw. wird nahezu gepredigt, dass Einvernehmlichkeit in allen sexuellen Handlungen indiskutabel ist! Wenn man sich danach zu irgendwelchem Meta-Konsens, „einvernehmliche Uneinvernehmlichkeit" oder whatever entscheidet, erfolgt diese Entscheidung dennoch gemeinsam.
      Liebe @Hanako,

      ich habe Deinen Vorwurf an mich sich setzen lassen. Und ich fürchte, ich habe mich evtl. missverständlich ausgedrückt. Deshalb versuche es noch einmal anders zu erläutern.

      Was ich

      Louise schrieb:

      "Keine Einvernehmlichkeit" ist nicht zwingend direkt ein Kapitalverbrechen. Keiner spricht über jedes kleinste Detail und die Übergänge von "langweilig" zu "spannend" zu "zu viel" zu "Tabubruch" sind gerade im BDSM oft fließend.
      auszudrücken versuchte, ist NICHT ein Metakonsens, sondern die Tatsache, dass manchmal Dinge schief gehen können, ohne das einer etwas böswillig falsch gemacht hat. Ich habe den Begriff "Kapitalverbrechen" bewusst genutzt, um zu erläutern, was ich meine.

      Im Grunde wollte und will ich darauf hinaus, dass egal, was einem mancher als BDSM zu verkaufen versucht wird oder was angeblich im BDSM wie zu sein hat, letztendlich jeder auch eine Eigenverantwortung hat. Die Eigenverantwortung, frühzeitig "Stopp" zu sagen und zwar unabhängig davon, was vorher als möglicherweise machbar definiert wurde oder gar nicht angesprochen wurde.

      Wenn zwei Menschen an unterschiedlichen Stellen und/ oder auf unterschiedlichen Erfahrungsstufen stehen , dann kann es passieren, dass "Unfälle" passieren. Ein Dom, der die letzten 20 Jahre subs hatte, die alle mit ihm Verkehr auch über das Hintertürchen hatten, vergisst vielleicht im Eifer des Gefechts, dass er mit der neuen sub da noch gar nicht darüber gesprochen hat (fiktives Beispiel, vielleicht auch ein blödes, bitte nicht dran aufhängen, ich hoffe, ich kann verständlich machen, wofür es stehen soll), dringt im Eifer des Gefechts am Hintertürchen ein und verletzt den/ die sub.

      Ich will hier nicht mit juristischen Begriffen, von denen ich zu wenig Ahnung habe, anfangen, aber es ist ein Unterschied, ob ich etwas im Eifer des Gefechts vergesse, ob mir etwas "aus Versehen" passiert, ob ich - aus welchen Gründen auch immer - von falschen Voraussetzungen ausgehe, oder ob ich es darauf anlege, mein Gegenüber zu zerstören. edit: das (möglicherweise traumatische) Ergebnis ist vermutlich dasselbe und unabhängig vom Hintergrund tragisch, dennoch ist der Hintergrund/ die Motivation jeweils ein anderer)

      Dass in dieser Geschichte hier nicht alles (oder sogar das Meiste) optimal vonstatten ging, ist vermutlich unstrittig. Dass @Niest das mitnimmt, was Du ihr geraten hast:

      Hanako schrieb:

      dabei auf Deine und auf seine Bedürfnisse achtest und auch ganz klar (früher) Stopp sagen kannst. Bitte mache Dir kein schlechtes Gewissen, sondern - wie Du es selbst sagst - versuche, daran zu wachsen
      wünsche ich ihr sehr. Mir ging es mit meinem Post nicht darum, ein schlechtes Gewissen zu machen oder Schuld zu verteilen, sondern - wie bereits geschrieben darum, selbstwirksam agieren zu können und selbst auf sich und seine Grenzen zu achten.

      Ich weiß, wie schnell es geht, sich - gerade zu Beginn der Reise im BDSM - von Menschen blenden zu lassen, die gut mit Worten umgehen können, einem das Blaue vom Himmel versprechen und wie sehr einen das Entdecken der Neigung, die Neugier und der Wunsch, "es" zu erleben, dazu verleiten können, den eigenen inneren Kompass zu verlieren.

      Aber gerade der eigene innere Kompass ist es, der uns auf unserem Kurs hält, der uns sagt, wo und was für uns der richtige Weg ist.

      Liebe @Niest, ich wünsche Dir, dass Du auf jemanden triffst, der Dich und Deine Wünsche ergänzt und Du erleben kannst, wie positiv und erfüllend BDSM sein kann.
      "Until I next see you, Safe Home will you go." (an der Wand eines irischen Pubs gelesen)
      "Merkwürdig, wie wir die anderen beurteilen und nicht merken, wie elend unsere Geringschätzung ist - [...]" Carlos Ruiz Zafón: "Der Schatten des Windes"
      "Nur eins beglückt zu jeder Frist: Schaffen, wofür man geschaffen ist." Paul Johann Ludwig von Heyse

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      Was soll aus dem Forum geworden sein? Ist doch noch da….und sieht gut aus.
      Ich sehe eine sehr reflektierte TE.

      Ehrlichkeit zu sich selber und Selbstreflexion ist sehr sehr wichtig, die Basis
      Ich kenne ja meinen Background im Idealfall immer noch am besten.

      meine ganz persönliche Meinung dazu: ich muss in einer Beziehung nicht alles aushalten.
      (das muss der andere auch nicht, schon klar.)

      Eine Selbstüberschätzung (von beiden Seiten) hat da keinen Platz und kann kaputtmachen und das nachhaltig.

      Ich spreche da nicht von Einmaligen Ausrutschern, die mal leider passieren können. Stichwort jeder ist ein Mensch. Die sind anders aufzuarbeiten finde ich
      "Ich weiß, wie schnell es geht, sich - gerade zu Beginn der Reise im BDSM - von Menschen blenden zu lassen, die gut mit Worten umgehen können, einem das Blaue vom Himmel versprechen und wie sehr einen das Entdecken der Neigung, die Neugier und der Wunsch, "es" zu erleben, dazu verleiten können, den eigenen inneren Kompass zu verlieren."

      Es gab früher die Frage, warum man manche Situationen nicht früher abbricht. Das beschreibt Clarissa Pinkola Estes in ihr Buch Die Wolfsfrau. Sie erzählt ein altes Märchen über ein Mädchen. Ihr wurden ihre selbstgemachten roten Schuhe weggenommen, weil es unanständig ist, in der Gesellschaft nicht akzeptiert. Aber sie sehnt sich nach diesen Schuhen, weil es ihres ist. Später als sie zu einer Frau wird, kriegt sie ein paar rote Schuhe von einem Fremden und sie fängt an zu tanzen. Und sie kann nicht aufhören, auch nicht mehr, wenn sie merkt, es ist nicht mehr gut. Erst wenn das Leid zu groß ist. Estes erklärt sehr schön wie ein Mangel, ein innerer Hunger (sich selbst leugnen) dazu führt, dass man dieses inneren Kompass für eine Zeit verliert. Das Mädchen muss ihre Schuhe erst selbst wieder machen, dann weiß sie wo man mit dem Tanzen aufhören muss. Es liegt aber NUR in ihrer Hand. Etwas abstrakt, aber ein sehr schönes Kapitel. Und sie beschreibt es besser als ich.
      In diesem Fall liegt viel Misskommunikation vor, beide Parteien haben die Strafen anders gewertet und zusätzlich wurden daraus resultierende Probleme nie aufgelöst und haben sich zu Frust und Trauer aufgestaut. Manch kleines Ereignis ist der Beginn mehrere Ereignisse, eine Kettenreaktion sozusagen das eine bedingt das andere und schon haben wir den Fall das der Dom sich nicht respektiert fühlt und der Sub fühlt sich nicht gehört.

      Mein Dom und ich kennen uns erst langsam kennen, aber ich habe schon deutlich gemacht das ich mich im Spiel gerne unterwerfe aber nicht außerhalb. Wenn Strafen kommen das er nicht zum Treffen erscheint oder sich einfach nicht mehr meldet, dann werde ich es einfach ganz beenden. Dafür habe ich keine Nerven und auch keine Lust. Stellt euch vor ihr habt Lust auf eine Session, er/sie sagt zu und kommt nicht weil ihr letztens eine Hose anhattet. Jetzt bin ich aber richtig erregt...
      Schuldzuweisungen und Verurteilungen in alle möglichen Richtungen gab es jetzt ja genug. Ich möchte dazu nur noch kurz sagen, dass in einer Beziehung eigentlich immer beide in einem gewissen Maß zum Scheitern beitragen und die nachträgliche Suche nach "Schuld" in der Regel wenig zielführend ist.

      Aber gerade auch weil hier der Hinweis kam, dass auch unerfahrene und junge Menschen mitlesen könnten möchte ich auf einen gewissen Punkt nochmal eingehen.

      Niest schrieb:

      Aber etwas weiß ich nicht: Was hätte ich da tun können? Wie hätte ich mich besser verhalten können? Ich habe so sporadisch die Gedanken gehabt, dass ich irgendwie hinknien hätte sollen, mit einem Holzlöffel, aber es hätte mir so eine Überwindung gekostet, und ich war emotional nicht in der Lage. Wie kann man aus der passiven Rolle sowas auflösen?
      Ich bin ja in dieser Welt auch noch relativ neu, was ich aber sehr schnell rausgefunden habe ist, daß wenn man sich in der devoten Rolle wirklich fallen lässt, man wirklich viel von sich gibt und sich sehr schnell auch darin "verlieren" kann.

      Und genau das ist auch der Punkt, an dem man eigenverantwortlich sein muss und auch selbst in der Pflicht ist auf sich aufzupassen. Wenn ich also merke, daß mir das was geschieht nicht gut tut und Gespräche nichts bringen, dann muss ich die Sache beenden. Und zwar nicht erst, wenn es mir wirklich schlecht geht.

      Natürlich wäre es bequem, darauf zu warten das der Partner dann doch noch was ändert, aber der Partner hat ja eigentlich gar nicht die Notwendigkeit etwas zu tun, denn es läuft ja.

      Fakt ist zwar, das der Partner sich nicht korrekt verhält, in der Handlungspflicht ist man am Ende aber immer noch selbst.

      Was man dann beim nächsten Mal besser machen kann, ist besser darauf zu achten dass das was man für sich als nicht gut befinden konnte eben auch nicht geschieht. Man seine Lehre daraus zieht und vielleicht auch etwas aufmerksamer bei der Partnerwahl ist. Optimal ist es jemanden zu finden der einen genau so wie man ist zu schätzen weiß, für den man nicht jemand sein muss, der man eben nicht ist.

      Und wenn es mich eine unüberbrückbare Überwindung kostet mich hinzuknien, dann muss es eben jemand sein, dem das nicht wichtig ist.

      Das ist eigentlich auch der Kern dessen, was man besser machen kann. Reflektieren was einem gut tat und was nicht und anhand dieser Erfahrungen eben versuchen, einen möglichst passenden Partner zu finden.
      Am Ende sind wir alle gleich...