Altersunterschiede ?

      fantasmes schrieb:

      Wie steht Ihr zu dem Thema BDSM und grosser Altersunterschied ?
      Spielt eine Untergeordnete Rolle. Wenn die Chemie stimmt ist das alter egal. Dennoch muss ich gestehen das ich mich auch schon bei größerem Altersunterschied dabei erwischt habe genau hinzusehen wie die jüngere Person tickt. Letztlich befindet man sich je nach alter in anderen Lebensphasen mit der der jüngere Part klar kommen müsste. Ich könnte mir beispielsweise nicht vorstellen wie mit 20 Jahren noch auf einer Isomatte bei einem Kumpel zu Übernachten auf dem Boden und das schmerzfrei.
      Manches verzeiht einem das Alter dann halt nicht mehr so. Oder wie ich das gerne sage, ich bin zu alt für diesen kram !
      :old:
      Ich hörte Sie sagen, die Macht ist mit dir !
      @newblackshaddow,das mag wohl für uns so sein ... ;)
      Es ist aber für einen 19 jährigen jungen Mann nicht leicht mit einer Frau um die 36 zu "verkehren",die seine Mutter sein könnte.
      Die sozialen Kontakte weichen da schon sehr ab.
      Das bedeutet schon auch ,Stellung zu beziehen und den Mut zu haben, gegen den Strom zu schwimmen und Farbe zu bekennen.
      Eben ein Lernprozess.
      Hast Du nicht auch lernen müssen❓
      Mein Umfeld war/ist jenseits von "Open -minded" und es ist immer wieder ein Drahtseilakt.
      Ich habe mich immer unglaublich stolz gefühlt, wenn wir Hand in Hand oder Arm in Arm unterwegs waren. Es hat mich so stolz gemacht, an seiner Seite sein zu dürfen. Sicher, es gab auch mal komische Blicke und ein einziges Mal auch einen blöden Spruch, aber das konnte ich gut ignorieren und habe ich überhaupt nicht an mich herangelassen. Wenn ich jemandem wirklich mein Herz schenke, dann auch richtig und ohne Einschränkungen.

      Dass er irgendwann nicht mehr so können würde wie ich (in unterschiedlicher Hinsicht), war mir immer bewusst. Meine Liebe war groß genug, um das so hinzunehmen und anzunehmen.

      Die Menschen, die mir wirklich nahestehen, haben ihn übrigens alle akzeptiert und mochten ihn auch.
      Liebe ist nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts.
      Ich hatte schon (Spiel-)Beziehungen in der Spanne 20 Jahre jünger bis 17 Jahre älter. Allerdings jetzt mit über 40 Jahren, würde ich mir keinen dominanten älteren Ü50 Spielpartner suchen. Das liegt aber daran, dass ich oft eine andere Idee von BDSM habe, als dominante Männer in dieser Altersklasse.
      Das gleiche würden vermutlich 15 Jahre jüngere Männer über mich auch sagen :P
      @Noctua Natürlich war es ein Lernprozess das ganze Leben nicht so ernst zu nehmen. Vielleicht „Altersweisheit“. :D Mein Bekanntenkreis ist auch sehr konservativ, außerdem stehe ich durch meine ehrenamtlichen Tätigkeiten sehr in der Öffentlichkeit.
      Auf Wunsch meines Mannes hatten wir mal einen MMF-Dreier mit einem 30 jährigen Mann. Und ja, es fühlte sich komisch an. Er war jünger wie meine Kinder.
      Jede/r wie er/sie mag.
      Du spielst auf mir mit Meisterhand. Sämtliche Saiten berührst du auf dem Instrument meiner Seele und bringst ein Lied hervor, das alles bewegt und alles verzaubert!




      Irina Rauthmann, deutsche Aphoristikerin und Lyrikerin
      also so +/- fünf Jahre würde ich nicht als großen Altersunterschied bezeichnen......das müssten dann schon 10 und mehr Jahre sein.

      Ich glaube wenn da so 30 Jahre zwischen liegen würden wäre mir das zu viel des Guten.........hatte ich bisher noch nicht.

      Als erstes müsste aber die Chemie stimmen...das wäre wichtiger als das Alter.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.

      Annimax schrieb:

      :gruebel: kommt auch manchmal drauf an. ich denke z.B. der Altersunterschied zwischen 20 und 25 ist ein ganz anderer als zwischen 30 und 35 oder 40 und 45 :yes:
      Auch da kommt es auf die Persönlichkeit des jüngeren Menschen an. Meine erste Ehe war 20 Jahre mit einem knapp 7 Jahre jüngeren Mann, das war nie ein Problem auch nicht als wir jung waren.

      Ich habe gemerkt, dass ca. 10 Jahre für mich einfach die Grenze ist weil danach körperlich wie geistig einfach zuviel dazwischen liegt. Ich „spiele“ im Leben wie auch beim Sex einfach am besten mehr oder weniger innerhalb einer Generation.
      I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it


      Evelyn Beatrice Hall

      Noctua schrieb:

      Naja,das Alter spielt ja immer eine Rolle und je älter wir werden ,desto eher erleben wie auch Einschränkungen (z.B.körperliche Gebrechen)

      Noctua schrieb:

      Dass ich vielleicht in höherem Alter als sub nicht mehr so lange in restriktiven Positionen verharren kann ,meine Kniee sich melden und ich vielleicht auch körperlich/schmerztechnisch weniger einstecken vermag,das ist nicht weltfremd,oder ?
      Diese Dinge sind mMn unabhänging vom Alter ein Thema. Auch junge Leute können zB chronisch krank sein. Dann gehen manche Dinge dann halt nicht so gut. Übergewicht? Kann man manches nicht so einfach machen. Behinderung? Dann geht manches nicht. Die Frage ist, inwiefern man sich mit solchen Einschränkungen arrangieren kann oder nicht. Da ist wohl jeder verschieden.

      Ich zB bin nicht sonderlich sadistisch. Daher stellt es für mich auch keine sonderliche Einschränkung dar, wenn Subbie nicht stundenlang knien kann oder weniger Schmerz verträgt.


      Noctua schrieb:

      Und natürlich verändert sich Sexualität ,aber auch Belastbarkeit mit den Jahren.
      Naja, die Veränderung ist die einzige Konstante im Leben. (Ich werfe 5 Dukaten ins Phrasenschwein.) Zwischen 20 und 25 ändert man sich vielleicht aber sogar mehr als zwischen 50 und 55. Hat für mich jetzt auch nicht unbedingt mit dem absoluten Alter zu tun. Auch hier denk ich: Egal wie alt man ist, die Frage ist, kann man damit umgehen, dass sich ein(e) Partner(in) ändert oder kann man das nicht.
      Sanfte Grüße, John Spartan!

      hofnarr schrieb:



      Naja, die Veränderung ist die einzige Konstante im Leben. (Ich werfe 5 Dukaten ins Phrasenschwein.) Zwischen 20 und 25 ändert man sich vielleicht aber sogar mehr als zwischen 50 und 55. Hat für mich jetzt auch nicht unbedingt mit dem absoluten Alter zu tun. Auch hier denk ich: Egal wie alt man ist, die Frage ist, kann man damit umgehen, dass sich ein(e) Partner(in) ändert oder kann man das nicht.
      Na seien wir aber mal ehrlich (und natürlich bestätigen Ausnahmen auch hier die Regel), in einer Spielbeziehung auch sicher nochmal anders als in einer Partnerschaft. Die Bedürfnisse sind bei einem großen Altersunterschied irgendwann auch sehr unterschiedlich und damit meine ich nicht nur die sexuellen. Aber auch da, wenn der Partner im Grunde immer seine Bedürfnisse entweder zurück schraubt oder aber der andere über seine Grenzen geht entsteht einfach irgendwann Unzufriedenheit. Und zwar auf beiden Seiten.
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      Evelyn Beatrice Hall

      Hera schrieb:

      Na seien wir aber mal ehrlich (und natürlich bestätigen Ausnahmen auch hier die Regel), in einer Spielbeziehung auch sicher nochmal anders als in einer Partnerschaft.
      Ja, klar.

      Hera schrieb:

      Aber auch da, wenn der Partner im Grunde immer seine Bedürfnisse entweder zurück schraubt oder aber der andere über seine Grenzen geht entsteht einfach irgendwann Unzufriedenheit.
      Ich denke, sowas ist auch ein Problem, wenn beide auf den Tag genau gleich alt sind. ;) Gibt ja leider auch viele dysfunktionale Beziehungen zwischen Gleichaltrigen

      Hera schrieb:

      Die Bedürfnisse sind bei einem großen Altersunterschied irgendwann auch sehr unterschiedlich und damit meine ich nicht nur die sexuellen.
      Ich will ja gar nicht bestreiten, dass das sehr häufig so ist. Ob in der Mehrzahl der Fälle, kann ich nicht beurteilen. (Gibts Studien darüber?? ) Aber häufig definitiv. Ist ja auch plausibel. Muss aber keinesfalls so sein. Es gibt jung gebliebene Alte und umgekehrt schätze ich, Philipp Amthor zB hat schon mit 20 wie ein einem Klischee entsprungener 65jähriger Konservativer gelebt. (*grusel*)

      Auf der anderen Seite gibts auch sehr häufig Probleme unter Gleichaltrigen. Wenn ich mir zB ansehe, wie frustriert die @dieKleine übers Online-Dating mit Gleichaltrigen ist. Und diesen Frust lese ich auf _jeder_ Online-Plattform, auf der ich unterwegs bin. Auch auf welchen, die wo es nur nebenbei um Beziehungsthemen geht. Ist sowas jetzt häufiger oder weniger häufig als altersunterschiedsbedingte Probleme? ?(

      Von dem, was ich online mitbekomme, hab ich halt den Eindruck, dass es grundsätzlich sehr, sehr oft in Beziehungen eher schlecht als recht passt.

      Fazit: Es funktioniert manchmal mit größeren Unterschieden trotzdem gut und häufig auch mit gleich alten nicht. Daher würde ich einen größeren Altersunterschied nicht zu einem strikten KO-Kriterium machen. Schiefgehen kanns leider eh immer. Und außerdem: Es kann ja eh jeder so halten, wie er es will. 8o
      Sanfte Grüße, John Spartan!
      Ich habe mich immer schon irgendwie zu älteren Männern hingezogen gefühlt, weil ich mich in ihrer Nähe oft besonders geborgen gefühlt habe. Ich habe dann aber gespürt, dass das in meinem Umfeld als seltsam empfunden wurde und das hat mich verunsichert. Geheiratet habe ich dann einen Mann, der drei Jahre jünger war als ich. Dieses besondere Geborgenheitsgefühl hatte ich bei ihm nie, was aber aus heutiger Sicht andere Gründe als das Alter hatte. Nun stehe ich nach 20 Ehe-Beziehungsjahren kurz vor der Scheidung. Und ich spüre diese Hingezogenheit zu älteren Männern schon wieder. Und ich möchte mich nicht mehr verunsichern lassen. Ich kann dabei gar keine besondere Altersspanne festlegen. Bei mir ist es so, dass ich jemanden "siezen" können muss... Im Geheimen... :rot: Nur für mich allein... Wenn das gelingt, dann gibt es ein so warm-umhüllendes Geborgenheitsgefühl. Und darin kann ich entspannen und loslassen und mich öffnen.
      Als jemand, der sich Spielbeziehungen nicht vorstellen kann, bleibt nur der Aspekt einer Partnerschaft. @Hera schrieb oben von einer Generation, das trifft es für mich auch. Sich außerhalb einer Generation zu bewegen kann sicherlich spannend sein, aber es würde mich auf Dauer sehr wahrscheinlich ermüden und zu Spannungen führen, da die Differenzen die Gemeinsamkeiten überwiegen.
      Mit meiner Partnerin klappt es unter anderem deswegen so gut, weil wir beide zum Beispiel für die selbe Musik ticken, die ein wichtiger Aspekt unseres beider Lebens ist, neben vielen anderen Dingen, die häufig mit unserer Generation zusammenhängen.
      Das wäre einfach mit jemandem sehr viel älterem oder jüngerem, ich spreche hier von jeweils circa fünf Jahren nach oben oder unten schon schwieriger.
      Dass wir zufälligerweise auch im BDSM gleich ticken, ist einfach die Kirsche auf der Sahnetorte.
      Manchmal ist der Sinn des Lebens eine dunkle Gasse und manchmal auch der strahlende Frühlingstag.

      Annimax schrieb:

      Das Problem sind schon oft andere Erfahrungswelten, andere Prägungen, Sozialisationen in "anderen" Zeiten.

      MissTreat schrieb:

      Allerdings jetzt mit über 40 Jahren, würde ich mir keinen dominanten älteren Ü50 Spielpartner suchen. Das liegt aber daran, dass ich oft eine andere Idee von BDSM habe, als dominante Männer in dieser Altersklasse.
      Ich empfinde das glaube ich ähnlich. Ich hatte mit Mitte 20 eine Beziehung zu einem 13 Jahre älteren Mann und wir haben uns gut ergänzt. In mancherlei lebebspraktischer Hinsicht hatte ich mehr Ahnung, dafür hatte er mehr Lebenserfahrung. Das war aber eine besondere Konstellation und ich konnte immer wieder auch das Kind in ihm sehen.

      Zur Zeit finde ich meist Menschen bis +/- 5 Jahren Altersunterschied attraktiv. Gleichaltrige treffe ich aber kaum (was ist da los?) und Anfang 30 fühlt sich manchmal eher wie "meine Generation" an, als Anfang 40 :gruebel:
      hey

      Ich habe mich erstmal gefragt was für mich ein großer Altersunterschied wäre.
      Glaube es wäre da sehr abhängig von der jeweiligen Person.
      Also wie beide Personen gerade im Leben stehen und ob ihre Themen kompatibel wären.

      Ich habe lange Zeit das Problem gehabt, dass ich durch frühes selbstständig sein mit eigener Wohnung und Co mit gleichaltrigen überhaupt nichts anfangen konnte. Gerade so mit 17/18 war das heftig.
      Ich musste mich mit Themen wie Haushalt, Finanzen und Erkrankung einer geliebten Person auseinander setzen während da bei anderen im Vordergrund stand wann ist wo die nächste Party.
      Hat wirklich lange gedauert bis sich die Themen des Alltags mal begegnet sind. Häufig konnte ich mit dieser heilen Welt halt einfach nichts anfangen und habe mich deshalb älteren Personen zugewandt.

      Heute sehe ich das ähnlich. Alter ist bei mir völlig zweitrangig wenn der Rest stimmt :)