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✵ 02. Dezember ✵
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Gefesselt und befreit – Wien, Dezember 1813
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von gentleFrederick
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Zu dieser Geschichte gibt es zwei Teile
Frühjahr 1799
Das Jahr 1809 Sieben Männer und ein Augenpaar
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Ich bin in Sicherheit. Das Kissen unter meinem Haupte ist weich. Die schwere Bettdecke ist tausendfach angenehmer als alles, worin ich in den vergangenen Monaten schlief. Es ist still. Allzu still? Die Kerze auf dem Nachttisch, daneben mein Hut, wirft tanzende Schatten an die Wand. In der Ecke ruht mein Säbel.Bitte liked jedoch nicht diesen Beitrag, da er nicht von dem Autor eingestellt wurde, sondern im Rahmen des Geschichtenadventskalenders.
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✵ 02. Dezember ✵
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Gefesselt und befreit – Wien, Dezember 1813
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von gentleFrederick
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Zu dieser Geschichte gibt es zwei Teile
Frühjahr 1799
Das Jahr 1809 Sieben Männer und ein Augenpaar
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Ich fürchte mich vor dem Schlafe. Doch die Müdigkeit lässt dennoch meine Augen zufallen. Ich sinke in einen Traum. Darin beobachte ich eine Kolonne von zehntausenden Männern, wie sie sich durch eine hügelige Landschaft zieht. Da plötzlich ein aufgeregtes Wiehern von Pferden. Ich wende meinen Kopf nach allen Seiten, doch ich vermag nichts zu erkennen. Donnergrollen. Finsternis. Ich fühle Ohnmacht, nichts als Ohnmacht.
Ich fahre empor. Mein Herz hämmert, das Kissen ist feucht. Das Feuer im Kamin knistert leise vor sich hin. Ich seufze und wende mich auf die Seite. Es dauert nicht lange, da fallen meine Augen erneut zu.
Fürst Schwarzenberg weist nach vorn. Überall Schreie. Ich brülle: „Legt an!“ Ein ohrenbetäubendes Krachen, ein metallisches Klingen, das Pfeifen hunderter Windstöße. Flatsch, warmes Nass trifft mein Gesicht.
Von Neuem erwache ich. Mein Herz rast und ich starre an die Decke. Wohl wäre es mir möglich, mich zu bewegen, jedoch fehlt der Antrieb. Empfinde ich etwas? Da ist nur Leere. Nicht ganz. Zum ersten Mal in meinem Leben fühle ich Selbstmitleid.
Dann Schritte. Die Tür knarrt. Marie tritt ein.
Sie nimmt am Bette Platz. In ihrem Antlitz spiegelt sich Verwunderung ob der ausbleibenden stürmischen Begrüßung.
Ich durchbreche das Schweigen: „Ich habe Schlimmeres erlebt. Von den Sachsen blieb kaum eine Handvoll übrig. Dagegen ist unser Korps so gut wie unversehrt.“
Sie streicht durch mein licht gewordenes Haar. Meine Marie.
Ihr unvergleichliches Lächeln.
- - - - - -
Viele Minuten später liege ich auf dem Bauch. Ich vermag mich nicht zu regen, denn Marie hat meine Hände und Füße an die Ecken des Bettes gebunden.
Sie legt sich auf mich. Ich spüre ihre warme, weiche Brust auf meinem Rücken. Ich atme ihren Duft. Ich spüre ihren Herzschlag. Scham überkommt mich. Mein Kopf wird warm. Dann weine ich. Mein Leib zuckt bei jedem Schluchzen.
Sie hält mich umfangen. Lange.
Zum ersten Male seit Monaten ist Gefangensein nicht Bedrohung.
Dann plötzlich ist etwas in mir befreit. Meine Füße werden warm. Ich spüre Erleichterung.
Als mein Atem sich beruhigt, beginnt Marie, mich zu küssen. Mit einer Hand löst sie gekonnt die Knoten. Ich wende mich ihr zu.
- - - - - -
Am nächsten Morgen erwachen wir, ineinander verschlungen. Beide nackt. Es ist heller Tag. Wir haben lange geschlafen. Ich streiche durch ihr Haar. Zum ersten Male seit Wochen empfinde ich Ruhe.
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Unsere Kutsche schaukelt über die Pflastersteine. In den Straßen herrscht geschäftiges Treiben. Ein Zeitungsjunge ruft: „Das Ungeheuer ist zurück in seiner Höhle! Napoleon reitet nach Paris! Die Nationen Europas haben das Ungeheuer gezähmt!“ Mein Säbel schleift im Takte der Pflastersteine am grauen Mantel meiner Uniform. Marie sitzt mir gegenüber und gibt, wie immer, die Magd.
Ich neige mich zu Marie: „Es ist vorbei. Schwarzenberg steht bereits in Baden. Die alten Grenzen werden wieder gelten. Nur ein Wahnsinniger würde sie jemals wieder missachten. Und dann gibt es keinen Krieg mehr.“
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