Wie verbreitet sind Mistkerle die sich als Doms ausgeben?

      Amarena schrieb:

      zauberwerk schrieb:

      ja, ich meine damit: Jeder Mitlacher eines "Guten", der es "eigentlich nicht ernst meint", bestätigt 3 zuhörende Männer darin, dass es okay ist, was sie mit ihrer Freundin tun.
      für ganz so einfach gestrickt halte ich nun die Männerwelt auch nichtVielleicht ein bisschen die Kirche im Dorf lassen?
      Das ist ein soooo schwieriges Thema.

      Ich arbeite in einer Männerdominierten Branche, bei mir in der Abteilung arbeitet mittlerweile keine Frau mehr, da hocken also 30 Kerle aufeinander.

      Und natürlich sind Kerle dabei, welche die angesprochene Form von Gesprächen führen bzw. das ja für Witze/Gags halten.

      Ich bin jemand der dies entschieden ablehnt. Nur kommt man dann in eine Zwickmühle, denn ich muss mit den Personen auch eng und Hand in Hand Arbeiten.

      Was mache ich nun? Sage ich etwas dagegen? Also wirklich richtig dagegen? Dann hat sich das mit der Zusammenarbeit recht schnell erledigt und kann mir nen neuen Job suchen, wo es dann aber auch nicht anders abläuft.

      In der Regel drehe ich mich um und gehe, wenn solche Gespräche beginnen oder solche Sprüche kommen.

      Im Privaten Umfeld ist das anders, da spreche ich das sehr entschieden an. Wobei das dann Personen sind die nicht zu meinem Freundeskreis gehören, denn in meinem Freundeskreis spricht keiner der Männer so.
      Am Ende muss ich sagen können: "I did it my way."
      Ich habe mir die Umfrage angeschaut, und in der Tat 32% finden das ein Teil von BDSM; 9% geben an, es einmal getrieben zu haben.
      Einfach unglaublich. Allerdings wundere ich mich wie viele unter die 32% die Konsequenz bewusst waren, dass wenn Debris "nur" ein Form von BDSM ist, ist es dann genauso legitim wir den Rest von BDSM. Aber auch wenn eine Mehrheit das nicht bis zu Ende gedacht hat, bleibt die Zahl erschütternd.

      Meine Erfahrung auf andere Foren ist, dass gerade gefährliche Typen sich als wahrer Priester des puren BDSM vermarkten, und es sehr gut machen. Meistens sind sie sehr manipulativ, und schwer zu destabilisieren.
      Ameisen haben keine, Lebe Dein Traum
      Arsch.....er gibt es überall, im BDSM genauso wie unter Karnickelzüchtern und Kleingärtnern und ich kann nicht sagen, dass mir eine Tendenz zur Am- oder Abreicherung derselben im BDSM bekannt ist.

      Ich kann jedoch gerade nicht erkennen, wieso DEBRIS kein Teil von BDSM sein soll. Es ist sicher eine extreme Spielart mit nicht unerheblichem Missbrauchspotential und im übrigen auch nicht meins, aber mich würde an dieser Stelle wirklich die Begründung interessieren, warum für die anderen 70% bei der Auswahl:

      Ist Debris eine Art, BDSM auszuleben?

      Debris ist BDSM, wenn auch eine ungewöhnliche Art
      Debris selbst mag BDSM sein, konsequent gelebt, dürfte es aber meistens schnell an einen Punkt kommen, ab dem es kein BDSM mehr ist
      Debris ist zu extrem, um noch zu BDSM zählen zu können und erscheint mir strafbar
      Debris ist kein BDSM
      Debris ist nicht SSC und damit nicht mehr BDSM

      DEBRIS nicht mehr unter die Definition von BDSM fällt und insbesondere, warum sie von der Richtigkeit der eigenen Einordnung so überzeugt sind, dass die Tatsache, dass 32% anderer Meinung sind als "erschütternd" angesehen wird oder ihnen unterstellt wird, irgendetwas nicht durchdacht zu haben. Ich jedenfalls lese in der Umfrage im Übrigen auch nichts über Legitimität, @Falkenstein? Oder "BDSM im Sinne von SSC, RACK, PRICK oder auch nur irgendeinem Sicherheitskonzept", @Currer Belle?.

      Aber mal abgesehen davon, dass solche "Extremkonzepte" oft einen Haufen "Spinner" anziehen, sehe ich keinen Anhaltspunkt dafür, dass besagte Mistkerle systematisch BDSM als Deckmantel nutzen würden.
      Nur mal so von der Seitenlinie eines Mitglieds der seit über 40 Jahre TTTWD macht ...

      >90% der Leute die sich heute Online als "Dom" oder "sub" bezeichnen sind nichts anderes als hook-up Hedonisten. (Ist nichts schlimmes, nur eben etwas anderes als D/s ler ...)

      Nachdem der BDSM Hype vor 20 Jahren durchs Netz tobte sind viele sogenannte BDSM-Seiten aufgetaucht in denen man sich als "Dom" oder "sub" registrieren mußte. Und da (Achtung Mythos!) FemSubs ja willig sind und sich von jedem Mann, entschuldigt "Dom", rumkommandieren lassen, war klar daß die Dom rate plötzlich in die Höhe schnellte (Studien aus den 60ern bis in die späten 90er sprechen von einem Dom/sub Verhältnis von 1:4 bis 1:10).

      Und diese "Online-Doms" wären selbst in den frühen 2000er niemals in die nähe einer realen SM-Location gekommen, weil sie die damals noch existierenden sozialen Filter und Gatekeeper niemals überwunden hätten.

      Ab den 2000er war es dann dank des Mainstreamings nicht mehr "in" jemandem zu sagen, lerne erstmal Umgangsformen und die Grundwerte des BDSM. Und der Maistream hat jubelnd daneben gestanden und über "geheime Dom-Handbücher" und "Old Schooler" die wert darauf legten, daß man erstmal die BDSM Grundlagen lernte (aka Mentoring) bevor man alleine ans lebende Objekt gelassen wird, gelästert ...

      Lieber wurde von wenig erfahrenen Menschen ihr Halbwissen an unwissendere weitergegeben und Mythen erzeugt, statt sich mal mit erfahrenen Menschen außeinander zu setzen.

      Ein solches Beispiel ist das was unter dem Namen DEBRIS läuft ... allles was im Netz dazu zu lesen sind sind reine Phantasien, die auf einem Webseitenfragment eines unbeteiligten Schweizers zu finden sind. Und dieses Fragment war ursprünglich als Persiflage auf Szene-Strömungen gedacht. Ich bin seit sich die Gruppe um HW und andere 2008 aufgelöst hatsehr interessiert an der Gerüchte und Mythenbildung im Netz - es ist ein wahres Lehrstück.

      Fazit: Halbwissen und der Unwille sich tiefer mit den Hintergründen der Materie zu beschäftigen erszeugt natürlich "Mistkerle" die genauso ahnungslos und unwissend agieren, wie ihre Opfer.
      Quiet, Inanna, the ways of the underworld are perfect
      They may not be questioned.
      - The Descent of Inanna (c. 1900-1600 BCE)
      Hallo @Neti,

      wäre es bitte möglich, (zumindest mir) nicht geläufige Abkürzungen zu erläutern? TTTWD, HW u.ä.? Danke Dir :old: .

      Neti schrieb:

      Lieber wurde von wenig erfahrenen Menschen ihr Halbwissen an unwissendere weitergegeben und Mythen erzeugt, statt sich mal mit erfahrenen Menschen außeinander zu setzen.
      Hier kann vielleicht darauf hingewiesen werden, dass es nicht unbedingt einfach ist, an wirklich erfahrene Menschen heranzukommen, v. a. nicht als Neuling. Diese sind oft sehr zurückhaltend, was allzu offene Präsenz angeht, vermutlich, weil sie sonst geflutet würden mit Anfragen. Dass dann "Möchtegerns" die Lücken füllen.. naheliegend.

      Ich glaube, wie weiter oben auch schon steht, "Mistkerle und -kerlinnen" sind im BDSM ebenso weit verbreitet wie überall anders. Ein gesundes Maß an Skepsis ist daher nie verkehrt, egal wo.
      If people could put rainbows in zoos, they'd do it. Bill Watterson
      Aber in meinem Herzen ist eine Stelle, da blüht nichts mehr. R. Huch
      Da habe ich gleich meine nächste Frage:

      Neti schrieb:

      [...] bevor man alleine ans lebende Objekt gelassen wird,[...]
      Wen habe ich damals vergessen, um Erlaubnis zu fragen? :rolleyes:

      Ich glaube ich war damals eher unter den Lästerern über die Old-Schooler. Ich nannte sie liebevoll Kleingarten-SMler. Und btw., die "die damals noch existierenden sozialen Filter und Gatekeeper" der realen SM-Locations waren waren wirklich einfach zu überwindenden. Da kam man in manchen Mainstream-Club deutlich schwerer ein.

      Ich hatte damals sogar eher den Eindruck, dass unter den "Oldschoolern" in den SM-Locations ein Haufen adipöser alter Männer mit teils fragwürdiger Körperpflege war, der im wesentlichen jedem (und vor allem jeder signifikant jüngeren Frau....) ungefragt erstmal einen Vortrag über seine vielen "Erfahrungen" halten musste, wobei sich mir sehr der Eindruck recht plumper und verzweifelter "Akquiseversuche" aufdrängte. Die würde ich deutlich eher zu den "Mistkerlen" zählen als die Mainstreamer, die das "geheime Dom-Handbuch" nicht gelesen haben (war glaube ich auch ein häufiger Spruch von mir...)
      BDSM soll im weitläufigen Publikum kein negatives Bild hervorrufen. Das ist für uns wichtig, denn es bedingt Akzeptanz.

      Akzeptanz, in einer Welt, die immer intoleranter wird, ist die Bedingung, damit man (und Frau) im privat oder beruflichen Leben kein GAU erfährt, falls man aus welchen Grund auch immer geoutet wird. Akzeptanz sichert auch, dass kein Politiker auf die Idee kommt, aus uns politischen Kapital zu schlagen, indem er "gefährliche Sadisten, die unschuldige Frauen wie Tiere behandeln" an prangert.

      Also kann es, keine Praktiken im BDSM geben, die so weit gehen, dass sie von Missbrauch nicht mehr zu unterscheiden sind.
      Das hat nichts mit moralischen Prinzipien zu tun, sondern Selbsterhaltungstrieb.
      Kontaktverbot mit Freund und Familie? Rechtslosigkeit? Wer will schon, mit so etwas in Verbindung gebracht werden.
      Ameisen haben keine, Lebe Dein Traum

      Dr. Gaius Baltar schrieb:

      Ich kann jedoch gerade nicht erkennen, wieso DEBRIS kein Teil von BDSM sein soll. Es ist sicher eine extreme Spielart mit nicht unerheblichem Missbrauchspotential...


      Ich jedenfalls lese in der Umfrage im Übrigen auch nichts über Legitimität, @Falkenstein? Oder "BDSM im Sinne von SSC, RACK, PRICK oder auch nur irgendeinem Sicherheitskonzept", @Currer Belle?
      Was ist deine Definition von BDSM? Wo liegen die Grenzen von BDSM? Für mich ist BDSM deutlich von psychischem und körperlichem Missbrauch abgegrenzt und bedeutet eine legitime Form der Auslebung von Bondage, Disziplin, Dominanz, Submission, Sadismus, Masochismus.

      Wenn man Legitimität und Sicherheit als getrennt davon betrachtet und es einfach nur als Neigung ansieht, verstehe ich deinen Einwand. Ich denke aber, dass die Auswahlmöglichkeiten in der Umfrage schon auf eine Legitimitätsfrage hindeuten, im Sinne von "ist das Teil unserer Szene?", "dulden wir das als Ausprägung in unserer Szene?" Gentledom liefert zumindest selbst eine Definition von BDSM unter die DEBRIS ganz sicher nicht fällt: gentledom.de/grundlagen/definition/

      Für mich und die, die ich als BDSM- oder Shibari-Szene kennengelernt habe, auch in Bezug aufs Regelwerk entsprechender Veranstaltungen, steht das außer Frage. Aich wenn viele extreme Spielarten in der Auslebung nichts für mich wären, erkenne ich sie generell als BDSM an, solange ich davon überzeugt bin, dass die beteiligten Menschen nicht missbraucht werden/missbrauchen. Was im DEBRIS-Text geschildert wird, ist aber ein systematisches, kaltblütiges Brechen psychisch labiler Personen, es liest sich wie ein How-To-Guide für extremen Missbrauch.

      Neti schrieb:

      Ein solches Beispiel ist das was unter dem Namen DEBRIS läuft ... allles was im Netz dazu zu lesen sind sind reine Phantasien, die auf einem Webseitenfragment eines unbeteiligten Schweizers zu finden sind. Und dieses Fragment war ursprünglich als Persiflage auf Szene-Strömungen gedacht.
      Das lese ich zum ersten Mal und es stützt mein Argument, dass eben vieles im Netz ohne Kontext kursiert und leicht falsch aufgefasst werden kann. Wenn der Kontext nirgends nachlesbar oder im Gespräch erfahrbar ist, ist eine Einordnung außerhalb von "was ist das denn?!" schwer bis gar nicht möglich.

      Ist aber auch nur ein Beispiel.

      Mich würde auch interessieren, was mit TTTWD gemeint ist.
      Danke für Eure Antworten.

      @Falkenstein: Ich kann Deinen Wunsch einer akzeptanzfördernden Außendarstellung von BDSM durchaus nachvollziehen. Das ist sinnvoll und zu befürworten und ehrlich gesagt würde ich Debris auch ungerne "ins Schaufenster stellen" wollen. Dennoch fürchte ich, dass Du da ein bisschen mit dem Prinzip "mitgefangen, mitgehangen" leben werden musst. Die - ich nenne es mal so - außenstehenden schwerer zu vermittelnden Bereiche des BDSM lassen sich leider nicht willkürlich "wegdefinieren".

      @Currer Belle: Ich definiere BDSM als alles an sexuellen Spielarten, die sich auf rein sachlicher Ebene in irgendeiner Weise mit den 4 abgekürzten Begriffen assoziieren lassen. Legalität oder legitimität spielen da meines Erachtens erstmal genausowenig eine Rolle wie meine eigenen Vorlieben oder wie ich mir die Außendarstellung der "Szene" wünschen würde. Denn letztere ist alles andere als homogen und unfassbar stark fragmentiert. Wenn man sich also Fragen wie "ist das Teil unserer Szene?" oder gar "dulden wir das als Ausprägung in unserer Szene?" stellt, muss man sich erstmal fragen: Wer ist wir, wer hat das zu entscheiden und mit welcher Legitimation? Auch Gentledom kann da im Grunde nur für sich selber sprechen und ggf. auf seinen Seiten sein Hausrecht ausüben, aber ganz sicher nicht irgendetwas für den Rest der (BDSM-)Welt verbindlich definieren.

      Was Debris angeht, ich habe den Text jetzt extra nochmal überflogen, wenn auch nur teilweise (200+ Seiten war mir dann doch einfach zuviel....), er liest sich jedoch in der Langfassung nicht so destruktiv, wie ich es es aufgrund der "Auszüge", die man immer mal wieder irgendwo zu lesen bekommt (so auch bei besagter Umfrage) erwartet hätte. Ich habe mich nie intensiver mit beschäftigt, da mich dieses "Extrem-DS" nicht wirklich interessiert, und habe dies auch nicht vor. Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die sich solche Konstellationen mit extremem Machtgefälle als Sklave/Sklavin wünschen (kenne da Kandidaten beiderlei Geschlechts). Die aus meinem Umfeld haben allerdings den Versuch etwas derartiges tatsächlich zu realisieren längst endgültig aufgegeben oder leben andere TPE-Modelle.

      Wir hatten allerdings die Idee mal in der WG, uns ein "Inventar" (angelehnt an Soylent Green) zuzulegen, Also eine Art objektifizierte Sklavin, die als solche Teil der Wohnungseinrichtung ist und nicht unmittelbar einem Herrn zugeordnet ist, sondern vielmehr den Bewohnern und ggf. deren Gästen zur Verfügung steht. Allerdings eigentlich nur, weil wir alle zu Faul zum Putzen waren und dachten, vlt. finden wir ja eine mit dem entsprechenden Kink, dann haben beide Seiten was von und wir das Putzproblem gelöst. Wir haben es dann allerdings nicht einmal geschafft, die Anzeige zu schalten. Macht das jetzt meinen Mitbewohner und mich zu "Mistkerlen"?

      Dr. Gaius Baltar schrieb:

      "Szene" ... ist alles andere als homogen und unfassbar stark fragmentiert. Wenn man sich also Fragen wie "ist das Teil unserer Szene?" oder gar "dulden wir das als Ausprägung in unserer Szene?" stellt, muss man sich erstmal fragen: Wer ist wir, wer hat das zu entscheiden und mit welcher Legitimation?
      Klar ist es inhomogen. Aber ich bin ganz sicher nur Teil einer Szene, in der nicht davon ausgegangen wird, dass es ok ist, wenn Beteiligte eingeschüchterte Opfer, die sich nicht aus den Klauen einer psychischen Abhängigkeit befreien können und denen ihr Leid nicht gut tut, sind. Eine Szene-Ecke in der so etwas offen zelebriert würde, kenne ich persönlich nicht und bin da auch froh drum. Und ja, ich zweifle die "Legitimität" solcher Ausprägungen an, denn warum BDSM nennen, wenn es dafür schon den Begriff des körperlichen und/oder psychischen Missbrauchs und den Begriff "häusliche Gewalt" gibt?
      Ich entscheide das für mich, so wie alle mir bekannten BDSMler für sich Abgrenzungen von BDSM vs. Missbrauch und riskant vs. schädlich herausgearbeitet haben. Also klar, jeder kann sich BDSMler nennen, ist ja kein geschützter Begriff. Ich kann trotzdem sagen, dass etwas nach meiner Definition und nach der Definition unserer Szene (die, in der ich unterwegs bin) kein BDSM ist.

      Dr. Gaius Baltar schrieb:

      ... Allerdings eigentlich nur, weil wir alle zu Faul zum Putzen waren und dachten, vlt. finden wir ja eine mit dem entsprechenden Kink, dann haben beide Seiten was von und wir das Putzproblem gelöst ... Macht das jetzt meinen Mitbewohner und mich zu "Mistkerlen"?
      Solange das einvernehmlich stattgefunden hätte und ohne ungewollten psychischen Druck? Nö. Eventuell naiv, was die Aufrechterhaltung einer für alle Beteiligten positiven Dynamik solcher Ausprägung und die Sorgfaltspflichten solch einer Person gegenüber anginge.
      Ich habe auch mal Ideen gesponnen, mit einer Freundin einen Putzsklaven zu teilen - ist wohl der Klassiker, Möglichkeiten zum Auslagern dieser Tätigkeit zu suchen :pardon: War aber auch nur ne Schnapsidee, weil ich casual Dynamiken nicht mag und dann erstmal ein Kandidat, mit dem ich mindestens auch eine Freundschaft hätte führen wollen, gefunden hätte werden müssen.


      Dr. Gaius Baltar schrieb:

      Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die sich solche Konstellationen mit extremem Machtgefälle als Sklave/Sklavin wünschen
      Genau das meinte ich nicht.

      MatKon schrieb:

      An dieser Stelle möchte ich dezent auf das eigentliche Thema im EP verweisen und auch darauf, dass eine ausführliche Diskussion von Debris nicht in den öffentlichen Bereich gehört :coffee:
      Ich bin voll damit einverstanden. Wollen wir die Diskussion hier löschen und anderswo weiterführen? Ich wäre dafür.
      Ameisen haben keine, Lebe Dein Traum
      Dann komme ich jetzt einfach noch einmal auf etwas zurück, das mir auffiel:

      zauberwerk schrieb:

      Es gibt z.B. einen aktuellen Artikel von Correctiv, der das Frauenbild von männlichen Jugendlichen in Deutschland und den Einfluss von TikTok darauf untersucht hat. "42% gestehen Frauen weniger Rechte zu als Männern. 26% zeigen ein 'besorgniserregendes' Weltbild". Auch die Wahlergebnisse an Schulen, die inmer für die Statistik gemacht wird, sind an sämtlichen Schularten extrem nach rechts gerückt bei den Jungs. Bei Männern ja sowieso.
      Okay, also ganz langsam von vorne - mein alter Mathelehrer meinte immer "eine Statistik ist immer nur so gut wie derjenige, der sie fälscht."
      Bei derart pauschalen Behauptungen wie hier oben zitiert werde ich als kritischer Geist ja grundsätzlich erstmal hellhörig.....

      "männliche Jugendliche in Deutschland" also. Welches Alter? Wie aufgewachsen?Welcher persönliche Hintergrund, kulturell, religiös und in Bezug auf Bildung und/oder Sprache?

      "26 % zeigen ein 'besorgniserregendes' Weltbild". Definiere besorgniserregend - was soll das heißen? Wer hat welche Kriterien angewandt, um zu diesem Schluss zu kommen? Besorgniserregend für einen eher links ausgerichteten Journalisten? Würde ein Journalist aus dem rechten Spektrum zu dem gleichen Ergebnis kommen?

      "Auch die Wahlergebnisse an Schulen, die inmer für die Statistik gemacht wird, sind an sämtlichen Schularten extrem nach rechts gerückt bei den Jungs."
      Dazu kann ich Dir als Mutter zweier politisch interessierter Kinder sagen: ja, an den Schulen wird inzwischen deutlich mehr "rechtsaußen" gewählt als zu meiner Zeit. Und das hat, um dem ganzen ein wenig die"Panik " zu nehmen, laut meinen Kindern nur in sehr zu vernachlässigenden Umfang mit echter politischer Meinung zu tun. Jugendliche in einem gewissen Alter genießen es einfach zu provozieren. Das war "schon immer so" und wird sich auch nicht ändern, solange die Welt sich dreht :pardon: . Die sind ja alle nicht doof - sie wissen, dass ihr "Wahlverhalten " in diesem Fall keine Konsequenzen hat und schauen einfach mal, was passiert..... bestenfalls gibt's ein paar zusätzliche "Freistunden", in denen man über die "Gefahr von rechts" aufgeklärt wird und bekommt keine Hausaufgaben.....

      So, und nach diesem Ausflug in eine neue Folge von "nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird" jetzt zum letzten oben zitierten Satz: "Bei Männern ja sowieso."
      Hallo? Wie bitte?? Bei Männern ja sowieso?
      Was, bitte, ist denn das für ein Männerbild, das hier plötzlich aufschlägt?
      Da wird seitenweise moniert, dass ja anscheinend einige ganz besondere männliche Exemplare sich anscheinend ein völlig abstruses Frauenbild zu eigen gemacht haben - und dann kommt im nächsten Atemzug ein mindestens ebenso abstruser Allgemeinplatz von "unserer" Seite? "Männer"?? Alle?? Immer?? Keine Ausnahme??
      Da würde ich es dann doch lieber mit @Amarena halten.....

      Amarena schrieb:



      zauberwerk schrieb:

      ja, ich meine damit: Jeder Mitlacher eines "Guten", der es "eigentlich nicht ernst meint", bestätigt 3 zuhörende Männer darin, dass es okay ist, was sie mit ihrer Freundin tun.
      für ganz so einfach gestrickt halte ich nun die Männerwelt auch nichtVielleicht ein bisschen die Kirche im Dorf lassen?
      ..... und mal zwischendurch tief durchatmen, einen Schritt zurückgehen und sich selbst und die eigene Intention ein wenig hinterfragen. "Männer" sind genauso wenig immer die Bösen wie "Frauen" immer die Guten sind. Ich sehe das Verhältnis da nach wie vor recht ausgeglichen. Und, ganz ehrlich: ".....bestätigt 3 zuhörende Männer darin, dass es okay ist, was sie mit ihrer Freundin tun." - das hieße ja dann, dass in Deinen Augen die"Freundin " überhaupt keinen Einfluss auf die Situation hat? Wäre das dann Dein "Frauenbild "? Ja, sind wir denn tatsächlich alle schwache, hilflose Objekte, die was auch immer mit sich "machen lassen "? Ich muss sagen, je länger ich mir solche Diskussionen hier zu Gemüte führe, umso dankbarer bin ich, noch in den Siebziger und Achtziger Jahren aufgewachsen zu sein. Niemand, weder Frau noch Mann, Nachbarn oder Lehrer, wäre damals auf die Idee gekommen uns Mädels zu erklären, der Freund hätte unser Ungemach zu verantworten und wir könnten nichts tun..... Hätte uns etwas nicht gepasst - wir wären einfach gegangen, und das mit Pauken und Trompeten, so dass dieses Bürschchen so schnell keine neue Freundin so behandelt hätte - wenn denn eine bereit gewesen wäre ihn zu nehmen :yes:
      ja, das war meine Antwort auf dieses Zitat im Post zuvor:

      Major schrieb:

      Dank der bei uns einigermassen fortgeschrittenen Emanzipation ... ist in unseren Kulturkreisen eine deutliche Abnahme über die letzten Generationen zu spüren. Das ist aber leider nicht in allen Kulturkreisen gleich.
      Ich habe dabei, wie schon gesagt, aus einem correctiv-Artikel zitiert, der wiederum u.a. die MaLisa-Studie zitiert. Und das statistische Wahlverhalten von deutschen männlichen Jugendlichen und Männern bei der Bundestagswahl 2025 kann man ja u.a. über die Tagesschau-Seite nachlesen. All das war meine Antwort auf Majors Annahme, in Deutschland gehe es mit den Männern emanzipatorisch bergauf und in anderen Kulturkreisen bergab. So eine Gegenüberstellung von guten Deutschen und frauenhassenenden Anderen wollte ich nicht stehen lassen. Ich wollte gern als Fakten aktuelle Wahlstatistiken dagegen anführen. Dass ich mich damit so unbeliebt mache, hatte ich nicht vorhergesehen. sonst hätt ich den Mund gehalten.
      Major hat über eine Entwicklung über die letzten Generationen geschrieben. Und da hat er auch völlig recht.

      Ich ziere mal was:

      "Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, daß sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen läßt. Wenn es ihr infolge ihrer Veranlagung oder aus anderen Gründen, zu denen die Unwissenheit der Eheleute gehören kann, versagt bleibt, im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen."

      Ratet mal, aus welchem schrägen Manifest extremer Beziehungsmodelle das ist?

      Spoiler anzeigen
      Urteil des BGH v. 022.11.1966 - IV ZR 239/65, sozusagen der höchstrichterlich festgestellte Normalzustand in einer Ehe in Deutschland in den 60er Jahren


      Und was die Kulturkreise angeht - zur Situation der Frauen im Iran z.B., die verzweifelt für ihre Rechte kämpfen, kommt insbesondere von linken Aktivisten, die hier mit viel Gratismut ihren steuersubventionierten Kampf gegen Rechts zum Geschäftsmodell gemacht haben - dazu zähle ich insbesondere Correctiv - vor allem dröhnendes Schweigen.

      zauberwerk schrieb:



      Dass ich mich damit so unbeliebt mache, hatte ich nicht vorhergesehen. sonst hätt ich den Mund gehalten.

      Ich glaube nicht, dass du dich unbeliebt gemacht hast, @zauberwerk. Erstens hast du für deine Posts ja likes bekommen, zweitens hat lediglich eine andere Person eine andere, nämlich ihre Perspektive dargestellt. "Mund halten" ist da m.E. keine Lösung. Wir sind hier ja in einem Forum, Austausch ist gewünscht und willkommen, das bedingt auch unterschiedliche Sichtweisen. Wenn wir alle das gleiche denken, brauchen wir keine Diskussion mehr. Vielfalt sollte uns auch in dieser Hinsicht wünschenswert erscheinen.

      Ich finde gut, dass beide Perspektiven dargestellt werden, von @zauberwerk und @LillyRainbow.
      Es gibt nach wie vor strukturelle sexistische Gewalt, wir leben keinesfalls in einem gleichberechtigten Idealzustand, gleichzeitig sind Frauen nicht per se willenlose Opfer und Männer keine frauenhassenden "Mistkerle".
      Wie immer ist alles deutlich komplexer. :blah:
      "Unsere Sehnsüchte sind unsere Möglichkeiten. "
      Robert Browning

      LillyRainbow schrieb:

      :

      zauberwerk schrieb:

      ... extrem nach rechts gerückt bei den Jungs. Bei Männern ja sowieso....
      ...zum letzten oben zitierten Satz: "Bei Männern ja sowieso."
      Hallo? Wie bitte?? Bei Männern ja sowieso?
      Was, bitte, ist denn das für ein Männerbild, das hier plötzlich aufschlägt?
      ...dann kommt im nächsten Atemzug ein mindestens ebenso abstruser Allgemeinplatz von "unserer" Seite? "Männer"?? Alle?? Immer?? Keine Ausnahme??
      Ich finde es ziemlich merkwürdig, was du hier in @zauberwerks Beitrag reininterpretierst. Nirgends hat sie geschrieben "alle Männer". Dieses "sowieso" mag sich einfach darauf beziehen, dass schon länger bekannt ist, dass bestimmte Parteien eine hauptsächlich männliche Wählerschaft haben. Der Umkehrschluss, dass fast alle oder alle Männer bestimmte Parteien wählen, ist nicht zulässig und wurde nicht gemacht.

      Ihr seid hier aber weit ins politische gedriftet und ich gehe davon aus, dass das moderiert werden wird.
      Nein, aber das ist der Moment, an dem Du als Themenstarter die Fragestellung im Eingangsposting vlt. Etwas präzisieren solltest.

      Wir hatten hier jetzt vom Kampf gegen Rechts über Debris bis früher-war-alles-besser so ziemlich alles mögliche was irgendwie vielleicht einen thematischen Bezug haben könnte aber doch schnell ins OT abgeglitten ist.

      Waren alles eigentlich auch interessante Diskussionen. Nur zu dem Eingangspost fällt mir leider nichts wirklich sinnvolles ein.

      Ist nicht böse gemeint, aber präzisiere doch mal, worauf du genau mit den mistkerlen raus willst. Vlt. kriegt die Debatte hier dann auch eine fokussiertere Richtung.