"Bitte nicht" - was macht es mit Euch?

      Ich glaube aber auch, das viele von einer Erwartungshaltung ihres Herrn ausgehen. Er erwartet das sie stark ist, den Schmerz erträgt - für ihn. Und dann kommt noch dieser Stolz dazu und die Angst versagt zu haben wenn man um Gnade fleht oder bittet etwas nicht zu tun.. Bedingt wird das ganze dann noch von Dom mit Sätzen wie "Du hast heute sehr viel ertragen, ich bin stolz auf dich" etc. Auch wenn die Grenze vlt schon erreicht war und man gerne um Gnade gefleht hätte, wird es beim nächsten Mal nicht wieder passieren. Denn welche Sub möchte nicht von ihrem Herrn hören, dass er stolz auf sie ist.. Solange man noch darüber nachdenken kann, sehe ich wie @red . Man lässt sich nicht richtig fallen..

      Ich selbst habe es bisher nur einmal erlebt, dass ich wirklich gefleht habe und gebeten habe das er aufhört. Lange war mir da mein Stolz im Weg. Gegen die Tränen war ich machtlos, denn es hat wirklich nur noch weh getan. Ich hatte gehofft, er würde nen Gang runter schrauben. Weil er es nicht tat, konnte ich es dann auch nicht mehr verhindern, die Worte kamen ganz von allein über meine Lippen. Er hat mich immer wieder in den Arm genommen, meine Tränen getrocknet, aber auch immer wieder weiter gemacht. Und schlussendlich benutzte ich auch das Safeword. Da hab ich aber nicht mehr drüber nachgedacht, es, kam einfach so (aber berechtigt)!

      Für mich war das der absolute Moment des Fallen lassens. Solange ich nachgedacht hab, hat mein Kopf und mein Stolz in mir geschrien und mich abgehalten. Je länger das aber ging, und umso intensiver es wurde, desto mehr konnte ich mich fallen lassen und dann auch die Worte nicht mehr aufhalten. Es hat mich ein bisschen verwirrt, und ich dachte ich wäre jetzt von mir selbst enttäuscht.. War aber gar nicht so! Mir ging es relativ gut!
      Kennt das denn noch jemand??

      Manchmal sage ich die Worte aber auch bewusst. Schon aus dem Grund weil ich grade Angst vor etwas habe, aber nicht weil ich will dass er es gar nicht tut! Ich liebe es in diesem Moment, wenn er seine Macht über mich ausnutzt, mich überzeugt, wenn er mich niederringt und mir zeigt in welcher Position ich bin. Das kickt mich, dann geht es mir gut.

      Was ich aber gar ned kann, um etwas bitten! Zum Beispiel um einen Orgasmus.. Mein Blick würde das zwar verraten, aber wenn er nicht aufmerksam ist und dann nicht frägt, was los wäre, könnte ich nichts sagen. Ziemlich dumm eigentlich, aber das kann ich einfach nicht. Wie oft habe ich mir die Worte schon vorher zurecht gelegt und hundert Mal in Gedanken die Situation durchgespielt... Im entscheidenden Moment geht es nicht.
      Da gibt es auch ein tolles Beispiel. Die Augen zu Beginn der Session verbinden! Ich mag das ja schon sehr gerne, aber oft hätte ich gerne mal sein Gesicht gesehen, in seinen Augen gesehen, seinen Blick gesehen... Was fühlt er, erfreut es ihn.. Und jeses Mal wenn ich um ihm gefahren bin, hab ich mir vorher überlegt, wie ich es sage... Gesagt hab ich es nie :( Es war aber trotzdem immer wunderschön!
      Da auch um die Sichtweise der dominanten Seite erbeten wurde.
      Ich für meinen Teil genieße das sehr und es gibt mir einen Kick wenn Sie bettelt, oder bittet. Um das etwas näher auszuführen. Ich bin selbst jemand der ein großes Machtgefälle genießt, ohne aber allzu viel Wert auf körperlichen Sadismus zu legen. Wenn ich eine Frau an Ihre Grenze bringe, sei es durch Strafe, Orgasmuskontrolle oder Demütigung ist es für mich durchaus ein Moment der Befriedigung wenn Sie jeden klaren Gedanken verliert, Ihre Scham, Ehrgeiz oder Stolz. Dieser Moment wenn Sie einfach nur in diesem Gefühl aufgeht und die Kontrolle abgibt und Sie sich danach nicht mehr erinnern kann. Wenn dieses betteln und bitten tief aus Ihrem "animalischen Wesen" kommt und Sie sich danach nicht einmal mehr an die Situation erinnern kann. Ja ich gestehe das kickt mich.
      Wie bei so vielem, ist es mir wichtig, das es wirklich echt ist und nicht weil ich es verlange oder Sie meint das ich es von Ihr erwarte. Dann lässt es mich in der Tat völlig kalt. Aber wenn ich mich mit Ihr auf der Grenze des Ertragbaren bewege, dann ist es ein Rausch. Zugleich aber auch Bestätigung Ihres Vertrauens. Also für mich ist es mehr ein Zeichen Ihres Zustandes. Dieser Blick danach, feucht aber strahlend vor Glück, ja das ist dann die Vollendung. Ja ich schwärme gerade. :D
      Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden - sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen.
      a
      auf Sub-Seite gerne dazu gebracht werdet, darum zu bitten/betteln, dass Dom etwas nicht macht; was es mit euch macht und vielleicht auch was euch z.B. dazu bringt


      Irgendwie hab ich das Gefühl, ich bitte oder bettle viel zu schnell obwohl ich es eigentlich ungern tue. Hm...vielleicht brauche ich ja ein bischen mehr Selbstbeherrschung :P .

      Im ernst, am ehesten bitte ich darum etwas nicht tun zu müssen oder darum, dass mit etwas mir unangenehmen aufgehört wird. Wenn ich es tue fühle ich mich sehr machtlos, auch wenn die Situation vorher schon gezeigt hat wie machtlos ich bin habe ich immer das Gefühl ein betteln unterstreicht diese Machtlosigkeit. Ich tue es ungern, weil ich mir so selbst meine Machtlosigkeit bestätige, das ist je nach gegenüber sehr unangenehm und kann Tränenreich enden oder auch nicht.
      Also das mit dem aushalten habe ich auch oft so empfunden . Zu stolz zu sein um gnade zu bitten oder zu weinen ,ich habe mich zusammengerissen. Aber dann kam mir in einer Session die Erkenntniss ,als mein Spielpartner sagte :" Du darfst ruhig weinen oder schreien"
      Er hat bemerkt ,ich reiße mich zusammen und genau da lag der Knackpunkt. Mit dem Satz war der Knoten geplatzt , ich konnte mich fallen lassen ,weil ich aufgehört habe mich zu kontrollieren.
      Es war eine der wunderbarsten Erfahrungen ,die ich mit ihm gemacht habe.
      Mir kommt ein "bitte nicht" über die Lippen, wenn ich etwas wirklich nicht möchte bzw. Angst habe. Gut, wenn ich Angst habe, dann bleibt das "nicht" weg, da ist es nur eine lange geflüsterte oder stumm die Lippen bewegende Abfolge von "bitte"s. Dass ich an diesem Punkt an nichts anderes mehr denke, als an das Wort bitte und das, was mir blüht, weiß mein Partner.
      Bisher hatte das immer die Konsequenz, dass er noch ein klein bisschen weiter ging und mich dann auffing. Eine Art unbewusstes Slow-Word. Ich meinte schon fast, etwas entdeckt zu haben, womit ich ihn steuern kann, als wir eine Situation hatten, in der ich mich falsch benommen habe. Mein Gefühl war, dass ich es verdient habe und traute mich nicht, zu flehen. Subtunnel. Irgendwann war zum ersten Mal meine Grenze überschritten.
      Bei dieser Art betteln/flehen/bitten sind aber normalerweise alle Barrieren, die mich davon abhalten, schon lange nicht mehr da, weggefegt durch die Angst vor was auch immer. Aber ich empfinde beim Flehen vor Angst keine Verletzung meines Stolzes. Auch hinterher nicht. Vielleicht, weil die Umstände rechtfertigen, dass ich mich dazu herablasse.

      Was meinen Stolz verletzt, ist das Bitten, um etwas zu bekommen, was ich unbedingt möchte. Normalerweise kann ich alles tun, wie ich lustig bin, aber da eben nicht. Ich muss für die kleinsten Dinge fragen. Das ist demütigend.
      grundsätzlich habe ich die meinung, dass ich das "bitte nicht" gar nicht sagen will. ich sollte ihm ja genug vertrauen, dass er weiß wie weit er gehen darf und falls es mir zu viel wird kann ich ja das safeword sagen (was wir seit kurzem haben). dennoch bin ich noch nicht so gut wie ich mir selbst vornehme zu sein und sage es immer mal wieder leider. glücklicherweise ist er mir dann nicht zu böse und macht recht unbeeindruckt mit dem was er grade macht weiter.
      Freut sich immer über liebe PM.s... :)
      Mhm, ich gehöre da auch eher zu der Fraktion, dass ein "bitte nicht" nicht über meine Lippen kommt.
      Zum einen könnte es, weil es nicht meinem naturell enspricht, meinen Partner verunsichern, was da
      auf einmal los ist.
      Zum anderen würde ich mir selber Grenzen auferlegen, die ich so gar nicht haben möchte.
      Mein Ziel ist es immer durchzuhalten und auszuhalten, was gerade passiert.
      Grüße

      Mrs. Mendor

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      Ich sage das, was ich denke, und nicht das was DU hören willst!
      (Verfasser unbekannt)
      Da Angst in unserem Spiel keinen Platz hat, habe ich keinen Grund vor Angst zu betteln. Soetwas wäre für mich echt mehr wie grenzwertig, und ich bin sehr froh, dass unsere Einstellung hier gleich ist.

      Trotzdem bettel ich manchmal und er liebt es. :rolleyes: Es passiert in Situationen völliger Reizüberflutung, wenn er in schneller Folge seine "Folterinstrumente" wechselt (Virbro-Ei in mir, dazu Rohrstock-Brennesseln-Wartenbergrad-Füssekitzeln-Brennesseln-Rohrstock... bspw) und ich ziemlich schnell so gar nicht mehr weiss, wohin mit mir. :S Dann bittel und bettel ich wie verrückt, was ihn ziemlich amüsiert, aber es ändert natürlich nix. :rolleyes: Danach bin ich völlig fertig, und einfach nur froh und erleichtert, dass es jetzt endlich rum ist... :icon_lol:

      Wir haben zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.
      ~ Mario de Andrade :coffee:
      Die Worte selber kommen mir nur ganz selten über die Lippen. Ich zeige das eher durch Gesten, wie Kopfschütteln oder Zusammenkauern. Das sind dann aber diese typischen Hassliebe-Momente. Ich will etwas nicht, aber wenn er nie etwas machen würde, das ich blöd finde, wär das auch nichts.

      Ich will schon auch alles aushalten bzw machen, was er verlangt. Manchmal ist die Hürde aber einfach zu groß für mich. Ein nonverbales "bitte nicht" ist bei mir wohl ein Zeichen, dass ich in diesem Moment mehr Nachdruck brauche, damit ich mich überwinden kann. Verbal werde das in diesem Kontext vermutlich auch nie ausdrücken.

      Jetzt musste ich erst mal eine Weile überlegen, wann ich die Worte überhaupt ausgesprochen habe. Ich glaube, das war nur in Momenten, in denen ich kurrzeitig die Spielebene verlassen konnte und habe, weil es um etwas ging, das mir wirklich ernst war. Aber das war nur zur Anfangszeit.
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)
      Hmmm ... darüber habe ich noch garnicht nachgedacht ... aber seeeehr interessant.

      Ich glaube ich werde das mal ausprobieren.... denn um Gnade oder Milde betteln bedeutet ja nichts... mal sehen was geschieht... ;) ... denn aufgehört wird ja erst wenn ich das Safewort sage oder mit Dingen schmeiße wenn ich nix sagen kann.. ;) ... und mit Angst hätte das dann bei mir auch nichts zu tun... :)
      Was du suchst,
      ist nicht auf den Gipfeln der Berge, nicht in den Tiefen der Meere,
      nicht in den Straßen der Städte;
      es ist in deinem Herzen.

      <3

      Ein "Oh bitte nicht" rutschte mir meistens dann raus wenn eine Schamgrenze erreicht war. Das war wesentlich verträglicher als "Was soll ich? Spinnst Du?"
      Wenn ich so drüber nachdenke schwangen da mehrere Bedeutungen mit. Zum einen war das "Ich will ja...ich traue mich nur nicht" und ein "Bitte hilf mir". Dom wusste das, es hat ihm gezeigt, dass er mich da hat wo er mich haben will und gab ihm die Möglichkeit seiner Forderung Nachdruck zu verleihen oder mir eben die Zeit zu geben die ich brauchte. Außerdem hat es ihm viel Vergnügen bereitet, dabei zu sehen wie ich den Kampf mit mir selbst verliere. Wobei ich am Ende dabei nur dazu gewonnen habe.
      Ich kann nur sagen, so als Signal habe ich ein " Bitte nicht" nur als positiv und hilfreich in Erinnerung.
      Da mein Mann und ich noch am austesten unserer Grenzen sind, haben wir Codewörter vereinbart. Hab mir "gelb" und "rot" gut merken können, daher bin ich dabei geblieben. Und mein Mann weiß, daß er solange tun kann, was er will, solange ich keines dieser beiden Wörter sage.
      Alternativ, falls ich mal nichts sagen kann wegen hindernder Gegenstände in meinem Mund *grins*, huste ich 3x deutlich. Da gibt´s dann halt nur "rot".

      Allerdings hat er meine (Schmerz-)Grenzen noch nicht mal im Ansatz erreicht. Und das, wo ich im Alltag so eine Memme bin. *lach*
      Sei wer Du bist und sag, was Du fühlst.
      Denn die, die das stört, zählen nicht
      und die, die zählen, stört es nicht.
      Ich habe gerade beim Nachdenken darüber gemerkt, dass ich "bitte nicht" (oder Variationen davon) in zwei komplett entgegengesetzten inneren Zuständen sage:
      Entweder ist es ein echt empfundenes bitte, mach das nicht, das ich deswegen sage, weil ich ein Sturkopf bin, und mein Safeword nicht sagen möchte. Entweder, weil ich mich fühlen würde, als wäre es eine Niederlage, wenn ich jetzt aufgebe. Oder aber, weil ich befürchte, mit der Nennung meines Safewords die ganze Stimmung zu zuerstören, und dadurch komplett zu ruinieren, was wir gerade machen.

      Das andere "bitte nicht" kommt mir dann über die Lippen, wenn ich eine Schamgrenze erreicht habe; das passiert eher bei Erniedrigungsspielchen und ist eher zu übersetzen mit "ich schäme mich gerade sehr, und eigentlich Wünsche ich mir nichts mehr, als dass du deine Drohung wahr machst, du elendiger Mistkerl, aber ich bin zu gut erzogen und kann das deswegen nicht kommunizieren, also mach schon, du Lusche!".
      Sofern mein Partner das nicht sowieso direkt so versteht (er kennt mich ja...) kriegt er das dann auch direkt so zu hören. Irgendwann muss man dann doch über seine Schamgrenzen gehen, sonst kommt man zu nichts.

      Der erste Fall ist eigentlich fast immer das Erreichen einer körperlichen/Schmerzgrenze.
      Der zweite Fall ist eher beim psychischen/emotionalen Spiel der Fall.

      Glücklicherweise kennt mich mein Partner sehr gut, und kann deswegen meist recht gut unterscheiden, um welches "bitte nicht" es sich handelt. Aber ein bisschen tut er mir da ehrlich gesagt schon leid, schließlich muss er da die Interpretationsarbeit leisten, und da liegt schon ein himmelweiter Unterschied dazwischen. :D
      Wahrscheinlichkeitsfaktor 1 zu 1. Wir haben Normalität erreicht, ich wiederhole, wir haben Normalität erreicht. Alles, womit Sie jetzt noch immer nicht fertig werden, ist folglich Ihr Problem.
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      Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind.'