Einfluss von DS auf die partnerschaftliche Arbeitsteilung

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      Einfluss von DS auf die partnerschaftliche Arbeitsteilung

      Ich kenne es selber von mir, bei einem Machtgefälle welches intensiver ist übernimmt meine Sub Arbeiten die sie ohne dieses Machtgefälle nicht übernehmen würde. Nein es geht hierbei nicht darum Kuchen zu backen ;) Vielmehr ist es zum Beispiel eine Aufgabe von ihr, dass Spielzimmer nach Benutzung zu säubern (nur das Spielzimmer den Rest der Wohnung eben nicht) oder auch immer gebrauchte Kondome wegzuräumen. Ich kenne aber auch DS Beziehungen in denen hat die Aufgabenverteilung im Haushalt auch Einzug auf Bereiche außerhalb ihres BDSMs genommen.

      Was denkt ihr darüber?
      Wie ist es vielleicht bei euch mit den verschiedenen Aufgaben die ihr als Sklavin zusätzlich habt oder als Herr einfordert?
      Trennt ihr dabei wie ich zwischen BDSM und Alltag oder sind die Übergänge mit der Zeit fließender geworden?

      Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Unsere D/s-Beziehung hat dazu geführt, dass ich alles im Haushalt mache und er nur ab und zu mal kocht. Dafür ist er für die handwerkliche Verbesserung der Wohnung zuständig. Und fürs Fenster putzen, ich hasse Fenster putzen. Leider macht er das nicht, aber es ist dahingehend okay, dass ich es wenigstens auch nicht machen muss. Und im Keller Ordnung halten ist auch nicht mein Part (ich würde gerne, aber Monsieur meint, ich würde zu viel entsorgen, was auch stimmt).

      Es war lange so, dass er für das Kochen zuständig war und ich alles andere gemacht habe - dann ist das aufgrund von Stress auf seiner Seite weggefallen und ich hatte die Wahl zwischen selbst kochen oder Pommesbude. Also hab ich das auch noch übernommen und festgestellt, dass das tatsächlich Spaß macht, wenn ich das so mache, wie ich gerne möchte (zu seinem Leidwesen gehört dazu ein Wochenplan und ein "ich gehe einmal die Woche einkaufen" - einkaufen finde ich nämlich auch nervend und habe schnell versucht, den Aufwand dafür zu reduzieren). Ab und zu möchte ich ihn schlagen, wenn ein "doofe Idee, kannst du nicht etwas anderes kochen?" kommt - konkrete Ideen versuche ich umzusetzen, nicht hilfreiches ignoriere ich.

      Ohne Machtgefälle würde ich Wert darauf legen, dass er auch etwas macht, das wäre mir wichtig. So im Machtgefälle ist das für mich okay und auch ein Teil meiner Befriedigung, auch in der Hinsicht nützlich für ihn zu sein.
      Vorteilhaft ist auch, dass wir eine relativ kleine Wohnung haben und beide nicht so wahnsinnig hohe Ansprüche haben und auch keine Tiere oder Kinder oder so etwas und ich das mit dem meisten Chaos (sein Schreibtisch ^^) gar nicht erst aufräumen soll, weil ich nur Unordnung reinbringe. Das wird noch besser, wenn er irgendwann sein Büro hat, dann kann ich den Raum einfach komplett ignorieren und er sich selbst darum kümmern.

      Ich hab das zum Teil auch schon gemacht, bevor wir zusammengewohnt haben, aber nicht so umfassend. Aber es hat ihm durchaus gut getan, dass ich das übernommen habe.
      Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. (Rut 1,16)

      Silbermond schrieb:

      Wir haben normalerweise aus diversen Privaten Gründen die Teilung ich arbeit, er Haushalt. Aber für Belohnungen kommt es immer wieder mal vor, das ich dann etwas ohne das er das wünscht oder etwas sagt Teile aus seinem Bereich übernehme.


      Ich hab mich missverständlich ausgedrückt...kommt davon wenn man vom Handy aus im Zug schreibt.

      Also ich übernehme ab und an mal kleine Aufgaben, wie spülen oder das abendliche Aufräumen, damit mein Herr sich dann vorbereiten kann für den geplanten Abend usw. das meinte ich mit meinem letzten Satz.
      Jeder neue Tag ist eine neue Chance, sich zu finden, in sich fündig zu werden, aus sich heraus zu gehen.
      Da wir nun schon seit Jahren zusammen leben, haben sich die Aufgaben im Haushalt einfach verteilt.
      Jeder hat so seine Bereiche. Haben wir beide frei, packen wir gleichermaßen an.

      Einzig und alleine bin ich für die Pflege der Spielzeuge verantwortlich und manchmal die Bereiche, in denen wir uns ausleben entsprechend zu "gestalten" (Zum Beispiel Sitzbereiche usw. für ihn vorzubereiten, Gläser und Getränke sowie Kerzen bereitzustellen.)
      Neu auferlegte regelmäßige "Aufgaben" beziehen sich auf meine Kleidung/Aussehen oder bestimmte Rituale, die ich einzuhalten habe.

      Es ist aber nicht so, dass ich Dinge im Haushalt nicht auch sofort auf Ansage mache.
      Zum Beispiel wenn er sagt, ich soll jetzt etwas machen oder etwas bestimmtes kochen, dann tu ich es sofort.
      Genauso gut übernimmt aber er auch mal meine Bereiche, wenn ich beruflich stark eingespannt bin.


      Mich würde auch interessieren, welche Aufgaben in die Hände des Doms gewandert sind, wenn DS Einzug im Alltag hat.
      Das ist bei uns zum Beispiel die Verwaltung der Finanzen.
      Also ich mache auch aufgrund unseres Machtgefälle in der Beziehung deutlich mehr Sachen oder geb auch im Alltag bei z.B Diskussionen mehr und viel schneller nach als dies bei einer "normalen" Beziehung der Fall wäre.
      Ich mach einfach vieles weil ich weiß es gefällt ihm, es gehört zu meinen Aufgaben oder aber um ihn zu entlasten :)
      Da ich seine Buchhaltung mache, obliegt mir ein Teil der Finanzen. (Zumindest der geschäftliche) Und meine eigenen organisiere ich auch selbst, auch wenn ich es durchaus schön fände, wenn er das machen würde, so rein vom Machtgefälle her. Aber dann wäre ich unzufrieden wahrscheinlich, also ist das schon ganz gut so.
      Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. (Rut 1,16)
      Passend zum Thema enstaube ich hier mal. :fegen: :staubsaugen:

      Ich glaube, bei diesem Thema treffen Wunsch und Wirklichkeit aufeinander.
      Wunsch: Nix tun im Haushalt, sie auch nicht. Stattdessen Personal das es erledigt.

      Die Wirklichkeit ist aber eine andere.
      Ich bin ein Mensch der es zwar ordentlich mag, aber nicht gerade der ordentlichste ist. Dementsprechend zwinge ich mich dann immer alles sauber zu halten.

      In Beziehungen in denen man auch zusammen wohnt war es bei mir bisher immer so, dass ich weniger im Haushalt gemacht hatte als sie. Also aus Sicht der Frauen, meine Sicht war irgendwie eine andere :D

      Für mich ergibt es sich einfach dadurch, dass es Dinge gibt die der eine besser kann oder lieber macht als der andere.
      Ich kann .. wie umschreibe ich es am besten... nicht gerade auf Sterne-Niveau kochen. Daher hab ich mich immer aus der Küche rausgehalten :D
      Andererseits mag ich staubsaugen und bügeln. Somit gehörten diese Bereiche immer mir und werden immer mir gehören. Ganz einfach deswegen, weil es mir auch Spaß macht.
      Eine weitere Sache ist das Bad. Da ich bekennender Stehpinkler bin und mich in der Hinsicht auch nicht ändern werde fand ich es bisher auch immer gerecht, wenn es für sie nicht das prickelndste war die Toilette zu putzen, das ich dort für Sauberkeit sorge.

      Und ansonsten? Ich finde für technische und handwerkliche Sachen bin ich zuständig.
      Der Haushalt ist ansonsten ihre Aufgabe. Allerdings wenn Frühjahrsputz ansteht oder größeres Putzen weil Besuch kommt oder so bin ich hilfreich zur Stelle. An dieser Stelle hat es sich bewährt, wenn ich eine Liste bekomme, worum ich mich kümmern soll. Das hat dann den psychologischen Effekt, dass ich was abstreichen kann und immer sehe, wie weit ich bin und meine Pausen selber besser planen kann. Außerdem sind wir dann schneller durch und sub hat dadurch wieder mehr Zeit für mich :love:
      Ach ja.... und ein "heiliges" Ritual habe ich auch, auf das Rainha sich schon freut wenn wir zusammen wohnen:
      Sonntags ist "Stammtisch" Zeit. Das bedeutet bei mir nicht der internationale Frühschoppen sondern der Fußballstammtisch im TV.
      In der Zeit will ich nicht gestört werden und in Ruhe dabei sauber machen. Das heißt Sub muss dann entweder Mittagsschlaf machen oder sich ins Schlafzimmer zurückziehen. Denn beim zuhören kann ich wunderbar das Wohnzimmer sauber machen und es macht mir DANN sogar Spaß. :D

      Aber ansonsten... ganz "klassisch"... ist Sache von Sub. :D
      "I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it."

      (Voltaire Biografin Evelyn Beatrice Hall, 1906)

      Ich glaube, Gefahren lauern auf diejenigen, die nicht auf das Leben reagieren"
      Michail Gorbatschow
      Ich habe viele verschiedene Varianten von Hausarbeitsaufteilung kennengerlernt: Von "Ich kümmer mich um das Technisch-Handwerkliche" bis zu "Ich tu überhaupt nichts, weil ich ein Mann/Dom/Top bin". Im ersten Fall war das vollkommen in Ordnung, da er die ganze Woche nicht da war und ich nur meinen eigenen Kram wegräumen musste, beim letzten war es nicht so prickelnd, Abends von der Arbeit oder Uni zu kommen und weder Mann/Dom/Top noch die leere Kaffeetasse hatten sich nennenswert bewegt.

      Bei mir muss es nicht aussehen, als könnte man Fußboden essen; allerdings mag ich es auch nicht, wenn alles rum- und vollliegt. Ich bin ein klarer Verfechter von "im Vorbeigehen aufräumen", das funktioniert auch ganz gut und sorgt schon mal für einen gewissen Grundstock an Ordnung.

      Was nun die Aufteilung der Hausarbeit angeht... Wenn beide arbeiten gehen, dann wird sie nach Neigung ( :D ) aufgeteilt. Ich bin nicht der übergroße Reinigungsfan, saugen und bügeln gebe ich gerne ab, ebenso das Bad putzen oder Müll runterbringen. Dafür stehe ich gerne in der Küche, probiere was Neues aus und sorge dafür, dass es was Leckeres zum Essen gibt. Da kann ich auch mein Planungstalent eher zum Ausdruck bringen - durch meine Ausbildung bin ich da vorbelastet und es geht nichts über einen Speiseplan und Einkaufszettel. Darüber sind wir uns auch sehr schnell einig geworden.

      Für mich bedeutet es also nicht zwangsläufig, dass ich für alles zuständig bin, nur weil ich sub bin. Würde ich nicht arbeiten gehen, sähe die Sache allerdings anders aus, dann ist das quasi "mein Job" - völlig unabhängig von meiner Neigung.
      Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. (Khalil Gibran)

      Was ist Liebe? Eine Hütte nicht gegen einen Palast tauschen wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern. (Aus China)
      Hach herrlich solche Themen. :D

      Mit den Jahren kristallisierten sich die Stärken und Schwächen unserer beiderseits heraus.
      Also Aufteilung : jeder übernimmt das was er gut kann.
      Der Herr: Geldverdienen, Umsetzung baulicher kreativer Ideen meinerseits, den Ton angeben und ganz wichtig Sub glücklich machen. :thumbsup:
      Meiner einer: Geldverdienen, Organisation und Terminierung eines fünf Personen Haushaltes, Kindererziehung.... Und natürlich den Herrn glücklich machen.

      Nur ganz ehrlich: nur weil man etwas gut kann, heißt das nicht dass man es gerne macht.
      Ja. Das harte Los der Subs. ;)

      Beitrag von cory_catfish ()

      Dieser Beitrag wurde von MatKon aus folgendem Grund gelöscht: OT ().
      Spannendes Thema.

      Die Frage bleibt, wo sich die Geister scheiden, weil heutzutage ist ja Haushalt eigentlich kein Hexenwerk mehr...

      Wenn z.B. gewisse Dinge aus gesundheitlichen Gründen (wie schwer tragen) nicht getan werden dürfen und man die Aufgaben daher mit sehr viel Bedacht verteilen bzw. oft zusammenarbeiten muss, ist das etwas ganz anderes. Diese natürliche Grenze und ein respektvoller Umgang war auch ohne BDSM schon da - schließlich muss man sich helfen, egal ob man den Ehepartner gerade am liebsten auf den Mond schießen würde und seine Ruhe bräuchte.....

      Da bin ich als Sub angehalten, Packeseline zu spielen - nach Möglichkeit so, dass es beim Einkaufen keiner mitkriegt, weil sonst alle meinen Ehemann anstarren (nach dem Motto: Wie unhöflich, er lässt die Frau schleppen!). Aber allein Einkaufen kann ich auch nicht wg meiner Behinderung. Also zumindest nicht außerhalb des absoluten Normaleinkaufs.


      Übrigens war es von Anfang an SEINE Küche - an schlechten Tagen muss ich lieb fragen (sobald er sich in der Küche aufhält), ob ich ein Glas Saft/Milch/Tee kriege - an entspannten Tagen schleiche ich mich nach gründlicher Abschätzung der Laune meines Doms vorsichtig in die Küche und hole es stillschweigend selbst.
      Er hat vor ein paar Jahren noch behauptet, er wäre nicht sooo dominant ...

      Wir halten es im Alltag mit kleineren Machtspielchen, wer denn nun Staubsaugt etc. In stressigen Situationen gilt: Jeder das, was er kann. Wobei das Machtgefälle da interessanterweise noch viel stärker wird, weil wie gesagt jeder seine unüberwindlichen Hürden hat. Damit sind die grundlegenden Aufgaben klar verteilt - egal, ob man gerade Lust hat oder nicht. Das ganze in eine BDSM-Form zu verpacken, hat uns eher geholfen, die Sache mit mehr Humor bzw. Spaß anzugehen.

      Und wenn ich mal so richtig schlecht drauf bin, dann kann ich mich immer noch trösten mit unserer seit Jahren bestehenden, IMMER nötigen und daher geltenden Vereinbarung diesbezüglich:
      "Sub schleppt, Dom zahlt." :fitness: :knien: :sekt:
      Als wir zusammengezogen sind, gab es einen Putzplan, in dem alle 3 Personen standen. Im Endeffekt lief es dann aber darauf hinaus, dass überwiegend eine Person den Haushalt geschmissen hat. Das war ich :D Ich bin jemand, dem ein gewisses Maß an Ordnung und Sauberkeit wichtig ist, um sich wohl zu fühlen.

      Nachdem wir schließlich nur noch zu zweit gewohnt haben, war also klar, dass ich den Großteil des Hauhalts übernehme. Das hat für uns auch aus Ds-Sicht Sinn ergeben. Dadurch, dass ich es sauber und ordentlich halte, nehme ich ihm Arbeit ab.

      In der alten Wohnung war mein Herr für die Gartenarbeit verantwortlich. Das fällt in der neuen Wohnung weg, da es keinen Garten mehr gibt. Ab und an saugt er oder bringt den Müll runter, vor allem wenn ich gerade viel Arbeitsstress habe. Wenn wir dran sind, die Mülltonnen rauszustellen, ist er für die Biomülltonne zuständig, weil die mir einfach zu schwer ist. Einkäufe erledigen wir meist gemeinsam. Das Kochen war bisher seine Domäne. In der Corona-Zeit durfte ich mich inzwischen auch mal daran versuchen.
      Carpe et diem et noctem.