Jemanden schlagen oder erniedrigen den ich liebe, nein das geht doch gar nicht!

      Von einem Mann welchen ich nicht liebe und welcher mich nicht liebt, würde ich mich nicht schlagen lassen. Sollte es je einer in Erwägung ziehen - ich wehre mich bei meinen Schatz "freiwillig" nicht - würde dieser wohl schneller am Boden kriechen als ihm lieb ist.

      Ich liebe es, dass er es liebt, dass ich es liebe :love: und er liebt es, dass ich es...

      Ich denke wenn Gefühle im Spiel sind, vor allem so tiefe wie die Liebe, achtet der aktive Part mehr auf den passiven Part. Ja das kann auch den Nachteil haben, dass Grenzen nicht so schnell aufgeweicht werden, aber mir ist es so viel lieber.
      Ich kann mich besser fallen lassen, es geniessen, weil ich weiß er wird auf mich achten - ich weiß ich muss das Vertrauen erst wieder lernen, aber ich gebe mir große Mühe damit.
      Bei mir ist das etwas anders.

      Unsere Beziehung/Ehe ist grundsätzlich offen.

      Basis ist, dass ich ein sehr uneifersüchtiger Mensch bin und mir die polygame Lebensweise einfach innerlich näher ist als die reine Monogamie.
      (Dazu gehören natürlich zwei und mein Mann fühlt zum Glück genauso ...)

      Ich kann mir also durchaus vorstellen auch eine weitere (BDSM-) Beziehung zu haben, einem weiteren Partner zu vertrauen und mich evtl auch von einem weiteren Partner schlagen/unterwerfen zu lassen.

      Im Moment habe ich allerdings nicht das Bedürfnis dazu.
      FemSub: Es reizt mich viel mehr von jemandem geschlagen und/oder erniedrigt zu werden den ich liebe, es geht aber auch ohne.

      Nehme ich eine Spielbeziehung ohne liebende Aspekte an, träfe obige Alternative zu ("es geht auch ohne"). Wenn Sympathie sowie Vorlieben stimmen und der Herr sein Handwerk versteht, ist es für mich durchaus vorstellbar, dass das Spiel kicken könnte.
      Dennoch bliebe es immer nur Plan B. Neben der fehlenden Intensität liebender Gefühle alleine schon deshalb, weil ich erstmalig über Safewords etc. nachdenken müsste. Die Umsetzung würde für mich eine Einschränkung bedeuten und mir den ultimativen Kick nehmen.
      „Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst.
      So tiefen Grund hat sie.“

      Heraklit
      FemSub: Ich will nur von einem Partner bestraft und/oder erniedrigt werden den ich liebe.


      Es ist einfach so, dass es für mich eine der intimsten Handlungen ist, geschlagen zu werden, und es ist für mich absolut unvorstellbar, diese intimität mit jemandem zu teilen, den ich nicht liebe.
      Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt. Franz Kafka
      Hi @Viva zum einen bin ich sowas von un-bi, dass ich mir intimeres mit einer Frau für mich nicht wirklich vorstellen kann & BDSM ist für mich etwas sehr intimes.

      Zum anderen muss ich (für meinen Kopf) mitbekommen, dass mein Gegenüber mir, nicht nur was die theoretische Stellung in dem Moment angeht (also Dom ist'oben', Sub 'unten'), sondern auch körperlich überlegen ist, also was Kraft und Co. angeht. Da ich aber selbst recht viel Kraft habe, ist die Chance da eine passende weibliche 'Gegenspielerin' zu finden sehr gering.

      Der 3. Punkt ist, dass ich schon immer (auch wg. meiner Kraft) den Grundsatz habe, dass ich keine anderen Frauen schlage/ihnen wehtu (mal von Notwehr abgesehen). Das heißt halt auch, dass ich mit einer Frau nicht rangeln würde, was ich aber doch ab und an mal brauch. Aber auch das würde wieder mit dem ersten Teil kollidieren, weil rangeln für mich auch durchaus intim ist.
      Ich habe mich für diese Antwort entschieden:

      MaleSub: Ich will nur von einem Partner bestraft und/oder erniedrigt werden den ich liebe.

      Was mich allerdings an der Formulierung der Frage ein wenig stört ist die Tatsache, dass Bestrafung und Erniedrigung in einem Satz erwähnt werden, so als sei beides das gleiche oder zumindest etwas sehr ähnliches.

      In meiner Wahrnehmung ist eine faire, gerechte und nachvollziehbare (nicht willkürliche) Strafe keine Erniedrigung, sondern - ganz im Gegenteil - eine Form von Liebe und Respekt. Faire und gerechte Strafen sind mir wichtig, aber als Mensch erniedigen lassen werde ich mich niemals. Ich habe kein gutes Gefühl dabei, wenn beides in selben Satz miteinander vermischt wird.

      Gib es Andere, denen die strikte Unterschiedung zwischen Strafe und Erniedrigung ebenfalls essentiell ist?
      Noch ein weitergehender Gedanke: Wenn ich von jemandem bestraft werde, der mich als Mensch wirklich liebt und an meinem Wohlergehen interessiert ist, kann ich dann nicht mit viel größerer Sicherheit davon ausgehen, dass die Strafe fair und gerecht (und damit annehmbarer) ausfallen wird?

      Zumindest von der Theorie sollte es eigentlich so sein. Andererseits: Mein Vater war subjektiv sicher auch davon überzeugt, mich als seinen Sohn zu lieben, trotzdem hat er mich einige Mal in sehr überzogener und brutaler Weise bestraft. Die wahrscheinlich fairste und gerechteste Strafe meines Lebens bekam ich dagegen von einem Richter am Amtsgericht, der überhaupt keine perönliche Beziehung zu mir hatte.

      Von daher bin ich mir nicht wirklich sicher, ob es besser ist, von jemandem bestraft zu werden, zu dem man eine emotionale Bindung hat oder von jemandem, zu dem man keine persönliche Beziehung hat. Es wird wahrscheinlich Beispiele geben, die eher für den einen und andere, die für den umgekehrten Fall sprechen.

      Mich persönlich berührt der Gedanke sehr tief, von jemanden bestraft werden, den ich liebe und der mir wichtig ist, wobei die Realität eher so aussah, dass ich die fairsten Strafen eher von Menschen bekam, die mir freundlich und respektvoll gegenüberstanden, aber keine persönliche Bindung zu mir hatten.

      Erstaunlicherweise waren es auch genau solche Figuren, die ich gemeinsam mit meiner Domina erschaffen habe, wie z.B. die Rolle der Justizbeamtin, die streng und gerecht war, aber auch stets höfllich und distanziert blieb. Vielleicht sind das in der Realität die günstigen Voraussetzungen für eine faire und gerechte Strafe: Ein wohlwollendes und gerechtes, aber auch respektvoll-distanziertes Verhältnis gegenüber dem zu Bestrafenden. Das wäre meine (vorläufige) These dazu, obwohl man darüber natürlich lange diskutieren kann.
      Ich konnte leider nicht abstimmen, denn in der Überschrift geht es um schlagen oder erniedrigen und bei der Abstimmung um bestrafen oder erniedrigen. :gruebel:

      Ich will mich von absolut niemanden bestrafen lassen. Nicht einmal von Polizisten, die mich beim Schnellfahren erwischen :lesen:

      Schlagen (oder generell Schmerz zufügen) lassen ist auch für mich eine sehr intime Angelegenheit.
      Das will ich nur mit einem Menschen erleben, den ich liebe und vertraue. Ohne Liebe, glaube ich, würde ich es nicht zulassen können.

      Nun die Erniedrigung. Ich habe nie den Eindruck, dass mich @Phylax erniedrigt, runter macht oder auch nur gering schätzt.
      Er steht sowieso immer über mir, er hat immer Macht über mich. Diese nutzt er schon - auch für Dinge, die ich nicht mag, die ich auch manchmal als demütigend empfinde. Ich denke aber, dass es ihm dabei nicht primär um Erniedrigung geht, sondern um die Sache selbst, eine Erfahrung für mich und/oder einfach nur um sein Vergnügen.
      Ich brauche Liebe und eine feste Beziehung um mich dauerhaft gut zu fühlen.

      Ich kann mich von anderen zwar schlagen und erniedrigen lassen und es ist in dem Moment auch wirklich fantastisch..
      ABER: danach geht es mir richtig schlecht.

      Wenn es "gut" läuft fühle ich mich benutzt und als Dummy wieder in die Ecke verfrachtet. (Nein, das ist für mich nicht positiv!)
      Wenn es "schlecht" läuft, bin ich zusätzlich noch verliebt und vermisse ihn ganz furchtbar.

      Es endet damit, dass ich wochenlang weine, verzweifelt bin, mich hinterfrage, mich hasse und mich vor mir ekel.

      Da hilft kein Aftercare.
      Ich brauche Evercare.