Was wäre die härteste Strafe für Dich

      Landlady_bb schrieb:

      Strafe bedeutet in meinem Sprachgebrauch wirklich Strafe. Also kein Spiel. Mit einer Strafe wird also kein abgesprochener Spielrahmen verlassen und kein Spiel beendet, denn wir befinden uns ja gar nicht im Spiel.
      Genau das ist aber das Thema dieses Threads. Wenn du dich nicht auc eine Strafe im BDSM Kontext beziehst, ist deine Antwort quasi OT.

      Den weiteren Verlauf deines Postings empfinde ich als Schlag ins Gesicht derer, die BDSM und insbesondere DS intensiv leben. Ihnen den Realitätsbezug abzusprechen und es als "Phantasie" und "künstlich" zu bezeichnen, weil du dies letztendlich nur nicht nachvollziehen kannst, geht mir deutlich zu weit.
      Dies als Erklärung für mein Dislike.

      Wir haben zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.
      ~ Mario de Andrade :coffee:
      Die für viele schwerste Strafe - das Ignoriertwerden- steht auf meiner Tabuliste und kommt somit nicht vor.

      Meine schwerste Strafe wäre es, wenn ich machen könnte, was ich wollte, wenn etwas meinem Herrn egal wäre bzw. ob ich eine Aufgabe durchführe oder nicht. Wenn es ihn nicht (mehr) interessiert, ob ich mich an Verbote halte. Wird mir dadurch mein subsein abgesprochen und ich darf mich nicht mehr als sub fühlen, wäre es für mich der Super-GAU.
      Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. (Khalil Gibran)

      Was ist Liebe? Eine Hütte nicht gegen einen Palast tauschen wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern. (Aus China)

      BDSM ist nicht das geschenkte MacBook oder der Luftballon in Hubschrauberform. (Rainha)
      Ich glaube, das Schlimmste wäre ein Kontaktabbruch, also dass er für mich nicht mehr erreichbar ist, evtl. noch mit vorheriger Ansage, dass ich ihn enttäuscht habe un/oder (noch viel schlimmer) dass er sich vorerst nicht in der Lage sieht,sich mit mir in irgendeiner Form auseinanderzusetzen. Also ein von mir Abwenden, selbst, wenn es zeitlich begrenzt wäre.
      „Jetzt ist einfach nicht die Zeit für Partys“
      D. Kalayci, Gesundheitssenatorin Berlin

      "Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht".
      ~ Jean-Paul Sartre -

      June schrieb:

      Landlady_bb schrieb:

      Strafe bedeutet in meinem Sprachgebrauch wirklich Strafe. Also kein Spiel. Mit einer Strafe wird also kein abgesprochener Spielrahmen verlassen und kein Spiel beendet, denn wir befinden uns ja gar nicht im Spiel.
      Den weiteren Verlauf deines Postings empfinde ich als Schlag ins Gesicht derer, die BDSM und insbesondere DS intensiv leben.
      Ein Schlag ins Gesicht ist es nur für diejenigen, die sich davon getroffen fühlen. Für mich nicht, denn ich habe es nicht als Schlag ins Gesicht beabsichtigt, sondern lediglich als Gedankengang.
      Dass dieser Gedankengang zu weit OT führen könnte, habe ich selbst angemerkt.
      Noch mal abschließend: Die härteste/schlimmste Strafe im BDSM-Zusammenhang ist für mich, wenn jemand meint, mich überhaupt irgendwie strafen zu dürfen, weil das so zu
      seinem BDSM-Verständnis gehört oder "üblich ist".
      Die härteste/schlimmste "Strafe" - als Spielpraktik - sind für mich bis jetzt Schläge mit dem Rohrstock.
      Liebe @Landlady_bb, geh doch bitte im Zweifelsfall in diesem Forum einfach immer (!) davon aus, dass es sich beim Thema um BDSM handelt, d.h. Einvernehmlichkeit gegeben ist. Es ist anstrengend und drückt ehrlich gesagt auch auf die Stimmung, wenn in jedem Thread so eine Nadelspitze über echte Gewalt, Warnung vor Mangel an Einvernehmlichkeit und daraus resultierenden psychischen Schäden, Kriminalisierung sexueller Präferenzen u.a. aufblitzt. Trolle schreiben so... du bist doch kein Troll, oder? Bitte trau den Usern doch zu, dass sie mit BDSM auch immer Einvernehmlichkeit meinen. So verschieden wir hier auch sind und fühlen, in einem sind wir uns doch alle einig: BDSM ist was Schönes, was wir gern tun :) und darum sind hier mit Strafen natürlich BDSM-Strafen gemeint - also einvernehmlich und innerhalb des Rahmens, auf den man sich unter zwei erwachsenen Menschen auf Augenhöhe geeinigt hat.

      Landlady_bb schrieb:

      Das ganz große Problem im Zusammenhang mit BDSM sehe ich immer wieder dann, wenn BDSM das Denken eines Menschen so sehr beeinflusst, dass die Grenze zwischen Realität und Phantasie verschwimmt. Wenn jemand sich so sehr in seine BDSM-Rolle - etwa die des (strafenden) Doms - versteigt, dass er einen anderen Menschen nicht mehr als Menschen wahrnimmt (wahrnehmen möchte?), sondern ausschließlich als untergeordneten Teil eines künstlich geschaffenen Machtgefüges. Wenn also Augenhöhe und Realität dauerhaft Fremdwörter sind.
      Das ist zwar durchaus ein Problem, vielleicht sogar ein konkretes in manchen Kreisen. Aber bei denjenigen, welche SM/DS real praktizieren eher nicht zu finden. Ich sehe darin schon eher ein Attribut von Kopf-Kino-Akrobaten und Tastenw........ Also Personen welche wenig oder keine realen Erfahrungen in dieser Richtung haben. Narzissten und Egomane fallen teilweise auch noch in diese Sparte.


      Landlady_bb schrieb:

      Strafe bedeutet in meinem Sprachgebrauch wirklich Strafe. Also kein Spiel. Mit einer Strafe wird also kein abgesprochener Spielrahmen verlassen und kein Spiel beendet, denn wir befinden uns ja gar nicht im Spiel.
      "Spiel" Ein unglückliches Wort in der Szene. Ebenso wie "Spielbeziehung".
      Mit beiden Worten werden Umstände und Verbindungen bezeichent, welche von den daran beteiligten ganz und gar nicht als "Spiel", also nicht etwas ernst zu nehemendes, angesehen wird. Und eine Strafe innerhalb einer abgesprochenen "Spiel"-Area ist genauso echt, wie eine ausserhalb.
      Sie ist für die meisten eben kein "Spaß und Gaudi"-Handeln. Schon gleich gar nicht bei D/S-Beziehungen.

      Landlady_bb schrieb:

      Ein Schlag ins Gesicht ist es nur für diejenigen, die sich davon getroffen fühlen. Für mich nicht, denn ich habe es nicht als Schlag ins Gesicht beabsichtigt, sondern lediglich als Gedankengang.
      Dass dieser Gedankengang zu weit OT führen könnte, habe ich selbst angemerkt.
      Noch mal abschließend: Die härteste/schlimmste Strafe im BDSM-Zusammenhang ist für mich, wenn jemand meint, mich überhaupt irgendwie strafen zu dürfen, weil das so zu
      seinem BDSM-Verständnis gehört oder "üblich ist".
      Hört sich, übertrieben ausgedrückt, so an, wie wenn jemand einen Revolver blind abfeuert und den jenigen die Schuld zuweist der getroffen wird, da er ja genauso gut aus der Schußbahn hätte gehen können.
      Alles mal so auf die schnelle und mit den ersten Gedanken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rudolf ()

      Die vorhin schon von jemand anders erwähnte kalte Dusche bzw. generell Strafen, die mit Kälte zu tun haben. So als Idee (wenn man die räumlichen Möglichkeiten, z.B. einen eigenen Garten, hätte), wäre es schlimm, im Winter in Unterwäsche oder nackt für eine gewisse Zeit draußen sein zu müssen, evtl noch, ohne sich bewegen zu dürfen. Ich verabscheue Kälte.

      Sperma von einem Teller lecken zu müssen, wäre auch sehr hart.
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      D. Kalayci, Gesundheitssenatorin Berlin

      "Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht".
      ~ Jean-Paul Sartre -

      Freudenschwalbe schrieb:

      Liebe @Landlady_bb, geh doch bitte im Zweifelsfall in diesem Forum einfach immer (!) davon aus, dass es sich beim Thema um BDSM handelt, d.h. Einvernehmlichkeit gegeben ist. Es ist anstrengend und drückt ehrlich gesagt auch auf die Stimmung, wenn in jedem Thread so eine Nadelspitze über echte Gewalt, Warnung vor Mangel an Einvernehmlichkeit und daraus resultierenden psychischen Schäden, Kriminalisierung sexueller Präferenzen u.a. aufblitzt. Trolle schreiben so... du bist doch kein Troll, oder? Bitte trau den Usern doch zu, dass sie mit BDSM auch immer Einvernehmlichkeit meinen. So verschieden wir hier auch sind und fühlen, in einem sind wir uns doch alle einig: BDSM ist was Schönes, was wir gern tun :) und darum sind hier mit Strafen natürlich BDSM-Strafen gemeint - also einvernehmlich und innerhalb des Rahmens, auf den man sich unter zwei erwachsenen Menschen auf Augenhöhe geeinigt hat.
      Eins vorab: Nein, ich bin kein Troll. Bin nur noch nicht hier verifiziert. Der eine oder andere kennt mich evtl. aus dem JC, Und dort hatte ich mit demselben Profilnamen und -bild meinen grünen Haken.
      Zum Thema Einvernehmen: Wenn alles, was so zwischen (mindestens) zwei Beteiligten geschieht, wirklich einvernehmlich wäre, dann brauchte es eine große Anzahl von Threads gar nicht erst zu geben. Denn der Grund, einen zu eröffnen, ist oft der, dass ein(e) TE mit dem Erlebten nicht klarkommt. Kommt sie/er mit etwas Erlebtem nicht klar, dann kann von Einvernehmen keine Rede sein.
      Wo kein Einvernehmen, da kein BDSM.
      Jawohl, BDSM soll was Schönes sein. Aber unterm Strich für alle Beteiligten gleichermaßen - auch für die submissiven.

      Landlady_bb schrieb:

      Zum Thema Einvernehmen: Wenn alles, was so zwischen (mindestens) zwei Beteiligten geschieht, wirklich einvernehmlich wäre, dann brauchte es eine große Anzahl von Threads gar nicht erst zu geben. Denn der Grund, einen zu eröffnen, ist oft der, dass ein(e) TE mit dem Erlebten nicht klarkommt. Kommt sie/er mit etwas Erlebtem nicht klar, dann kann von Einvernehmen keine Rede sein.
      Wo kein Einvernehmen, da kein BDSM.
      Beziehend auf die letzten beiden Sätze möchte ich einwerfen, das viele der Threads, welche hier zu dieser Thematik eingestellt werden, von Personen kommen, welche oft wenig bis keine reale Erfahrung in SM haben. Dies ist jetzt nicht per se negativ. Jeder fängt ja irgendwann einmal an. Aber es verdeutlicht die Terminator Linie zwische Phantasie und Realität.
      Und mit dieser, sehr oft bis meist, von der Phantasie abweichenden Realität, welche durchaus sehr viele Neulinge ängstigt, entstehen diese Threads. Die Einvernehmlichkeit ist auf jeden Fall am Anfang vorhanden.

      Beziehend auf den ersten Satz gebe ich zu bedenken, das dies hier ein Forum ist, in dem sich doch sehr viele Neulinge, ich verweise jetzt mal auf die Neuzugänge allein in diesen Jahr, befinden. Und genau diese Gruppe ist doch für die oben angeführten Punkte anfällig. Und ich bitte dies jetzt nicht als Makel für diese Gruppe zu werten. Ich sehe darin, mit Verlaub bemerkt, den ganz normalen, wenn auch nicht immer schönen, Lauf des SM-Lebens.
      Aber bei einem Vergleich der Anmeldungen von Neulingen und der Anzahl von "nicht-klar-kommen"-Threads sind diese natürlich überdurchschnittlich. Aber sie stellen keinerlei Bezug her auf die Aussage "von wirklich Einvernehmlich".
      Bei erfahrerenen SMlern passiert so eine Threaderöffnung deutlich weniger.
      Ist zwar jetzt total OT, aber genau so wie @Rudolf es beschreibt ist es!

      Ich gehöre zu den Neulingen (Entdeckte BDSM vor einem knappen Jahr) und hatte schon einige "Probleme"
      mit Dom und vor allem mit mir selbst.
      Der Zwispalt und die Akzeptanz meiner Neigung führte ab und an dazu, dass ich mein Einvernehmen (seelisch)
      im Nachhinein zurückzog, danach von Dom aufgefangen wurde und meinen Frieden machen konnte.

      Ich möchte hier betonen, dass es sich dabei um innere Konflikte handelt, die aus der Interaktion in BDSM
      Kontext entstanden sind. D.h. ganz klar, dass die Interaktion EINVERNEHMLICH stattgefunden hat. Das
      nachträgliche Durcheinander ist in meinen Augen Teil von BDSM.

      Das Gefühl, einen Fehler gemacht zu haben, kennen wir doch alle. Das bedeutet doch nicht, dass vorher das
      Einvernehmen nicht da war... ?(
      Und nein, es ist garantiert kein Makel Neuling zu sein, diese Erfahrungen bereichern heute mein Leben, ich
      habe sehr viel gelernt. U.a. eben auch mit den kreisenden Hormonen besser klar zukommen, meinen wild
      aufkommenden Emotionen Zeit zu lassen, sich wieder etwas zu glätten bevor ich :monster: ... es ist heute
      für mich Teil des intensiven Erlebens von BDSM und somit habe ich Frieden mit meiner Neigung gemacht.

      Und deshalb wäre sicher die schlimmste Strafe für mich, wenn Dom die Kommunikation bewusst für eine
      gewisse Zeit kappen würde, um mir z.Bsp. "Zeit zum Nachdenken" zu verschaffen. Weil genau dieses Nachdenken
      ohne den Austausch mit meinem Dom für mich völlig unmöglich ist und einfach nur in sinnbefreites "Kopfgedrehe"
      ausarten würde mit enormem destruktiven Potential ....
      Zwischen dem, was ich denke, dem, was ich sagen will, dem, was ich zu sagen glaube und dem, was ich wirklich sage und

      dem,

      was Du hören willst, dem, was du wirklich hörst, dem was du zu verstehen glaubst, dem, was Du verstehen willst und dem, was Du wirklich verstehst, gibt es 9 Möglichkeiten, sich nicht zu verstehen.

      Passagno
      Ignoranz wurde schon öfters erwähnt, dem schliess ich mich an.
      Aber, noch um einiges Schlimmer wäre für mich der Entzug von körperlicher Nähe.

      Kontaktabbruch oder Ablehnung sind auch Punkte die mir Bauchweh bereiten.
      Das schlimmste wäre ignoriert zu werden oder Kontaktabbruch. DAs habe ich mit meinem Erstdom hinter mir aus nichtigen Gründen oder grundlos. Einfach weil er so drauf war .
      Jedenfalls hab ich das meinem Dom zum Tabu erklärt, denn es würde von meiner Seite aus zum Ende der Beziehung führen.

      Allerdings muss ich mir darum keine Sorgen machen. Strafen gibt's bei uns nicht in der Art.
      Und langsam löse ich mich aus den alten Mustern.

      Strafe wäre ja auch nur fällig wenn ich bewusst etwas was er von mir will nicht mache oder bewusst falsch mache.
      Wenn ich etwas nicht kann, dann muss ich daran üben bis es klappt.
      Und wenn ich eine Aufgabe abbreche, dann nur aus wirklich wichtigen Gründen die ich ihm zeitnahe kommuniziere. Also zB ich muss sofort in die Schule oder etwas ist im Betrieb passiert und ich brauche jetzt alle Konzentration auf diese Sache. Dann führe ich die Aufgabe ein andermal zu Ende. Und alles ist gut.
      Nur weil ich nicht mag, da breche ich nicht ab, wobei ich bis jetzt immer bewältigbare Aufgaben erhalten habe.
      Würde ich einfach um zu sehen was passiert bewusst etwas falsch machen oder nicht machen- dann wäre er sehr enttäuscht und das wäre für mich die größte Strafe, denn ich will ihn glücklich und stolz machen. Und alleine deshalb lege ich alles daran alles richtig zu machen.

      Poetin schrieb:

      Ich glaube, das Schlimmste wäre ein Kontaktabbruch, also dass er für mich nicht mehr erreichbar ist, evtl. noch mit vorheriger Ansage, dass ich ihn enttäuscht habe un/oder (noch viel schlimmer) dass er sich vorerst nicht in der Lage sieht,sich mit mir in irgendeiner Form auseinanderzusetzen. Also ein von mir Abwenden, selbst, wenn es zeitlich begrenzt wäre.
      Passender als @Poetin kann ich es nicht formulieren und mich hiermit nur anschließen. Das war das Erste, was mir in den Sinn kam, als ich die Überschrift las. Als Ergänzung dazu noch die (gehäufte) Androhung eines solchen Verhaltens. Das würde bei mir für eine ständige Anspannung sorgen, weil ich befürchten müsste, dass er auf die Weise reagiert und wäre nicht tragbar.

      newbarbie schrieb:

      wenn mir meine sozialen Kontakte verboten würden
      Das wäre, wenn über mehr als 2-3 Tage gehen sollte, ein Tabu für mich. Einfach, weil es so ein tiefer Einschnitt in mein Leben wäre.
      „Jetzt ist einfach nicht die Zeit für Partys“
      D. Kalayci, Gesundheitssenatorin Berlin

      "Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht".
      ~ Jean-Paul Sartre -