Geschichtenwettbewerb 2015

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      Geschichtenwettbewerb 2015

      Liebe Schreibwütige!
      8o
      Es ist soweit – das GENTLEDOM-Forum schreibt seinen ersten Geschichtenwettbewerb aus. Gesucht wird die beste BDSM-Story 2015.
      Dem Gewinner winkt die Veröffentlichung in einer für den Herbst geplanten Anthologie eines Verlags + die Veröffentlichung im Volltext bei gentledom.de sowie in den Forum-News + ein signiertes Exemplar des BDSM-Ratgebers „Fessel mich! Schlag mich! … Aber mach es richtig!“
      von SM-Autor Gerwalt Richardson.

      Also quält eure Stifte und die Tastatur und trotzt eurem Hirn ein paar schön spannende Ergüsse ab.

      Teilnahmebedingungen: :lesen:
      1. Die Geschichte darf bislang nicht auf gentledom.de bzw. in unserem Forum oder woanders veröffentlicht worden sein.
      2. Sie muss folgende vier Schlüsselbegriffe enthalten: Hitze, Kuchen, Läufer und rot.
      Diese Begriffe dürft Ihr in allen Varianten verwenden, sprich als Verb, Substantiv, Adjektiv etc.Aus Hitze darf also gern auch hitzig werden.
      Bitte markiert die Schlüsselbegriffe bei der ersten Verwendung (z.B. durch Fettdruck), damit wir sie finden.
      3. Die zulässige Zeichenzahl von 20.000 incl. Leerzeichen dürft ihr nicht überschreiten.
      4. Jeder Teilnehmer darf nur eine Geschichte einsenden.

      Einsendeschluss für alle Geschichten ist der 30. August.

      Danach setzt sich die Jury zusammen, um die beste Story zu ermitteln. Ende September wird dann der Preisträger bekannt gegeben.
      Die Ermittlung des Preisträgers erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.

      Bis dahin halten wir Euch selbstverständlich über den Stand der Dinge ungefragt auf dem Laufenden.
      Wir bewerten u. a. die Idee der Geschichte, die Kreativität beim Einsatz der Schlüsselbegriffe, den Sprachstil, die Rechtschreibung und Grammatik und natürlich den BDSM-Kontext.

      Eure fertigen Geschichten schickt bitte AUSSCHLIESSLICH via PN als Dateianhang an unser Jurymitglied MissGilmore und zwar im Format .odt, .doc oder .docx. Andere Formate können aus technischen Gründen in diesem Wettbewerb nicht akzeptiert werden.
      Solltet ihr dabei Probleme oder Fragen haben, schreibt uns gerne an, wir helfen euch.
      Notiert in der PN unbedingt euren Nicknamen und den Titel eurer Geschichte, damit wir Verfasser und jeweilige Story zuordnen können. Das Dokument mit der Geschichte darf den Namen des Verfassers nicht enthalten.

      Zur Jury gehören Feuerpferd, MissGilmore, Spätzle und Vicky Vanilla.
      Und so sieht unser persönlicher Schreibkontext aus ...
      Hinter dem Nick Feuerpferd steckt die Autorin zweier veröffentlichter Fantasy-Romane und des BDSM-Romans Greta, der hier im Forum in den
      FSK-18-Geschichten zu lesen ist.
      MissGilmore leitet unser kleines, aber feines Newsteam und hat als Mitglied des Entwicklerteams den Geschichtenwettbewerb ins Leben gerufen. Auch privat ist sie Wortakrobatin und Sprachliebhaberin.
      Spätzle ist unsere gute schwäbische Forumsseele und jongliert, nicht nur als Lektorin für die Gentledom-Hauptseite, mit Worten. Sie ist unter anderem Autorin von "Sandinas Erlebnisse im Harem", einer FSK-18-Geschichte, die hier im Forum zu finden ist.
      Hinter dem Nick Vicky Vanilla steckt die Autorin Nora Amelie. In ihren Romanen geht es um Frauen, die die Lust an BDSM für sich entdecken.

      Wir drücken allen Schreiberlingen die Daumen und sind gespannt auf eure Geschichten! :blumen:
      Sometimes the grass will appear greener on the other side, because it has been fertilized by so much bullsh** :pardon:
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      Kuchen? Eine SM-Geschichte mit Kuchen? Da fällt mir nur der Mutterkuchen ein, und da wird es mir im SM-Umfeld ein bisschen schwindlig. ;)

      Obwohl ... Zählt auch ein versteckter Hinweis: 'Im Autoradio lief gerade die 'kleine Konditorei' von Max Raabe?'
      Könnte so die Geschichte aussehen?
      Sie wollte ihm seine Latte Macchiato reichen, doch sie hatte die Hitze des Glases unterschätzt. Es entglitt ihr und der Milchkaffee lief über den Tisch und den Läufer neben dem Tisch. Auch der Kuchen, den er sich gerade schmecken lassen wollte hatte einige Spritzer abbekommen. Wütend sah er sie an und verpasste ihr eine Ohrfeige. Sie spürte die Blicke der anderen Gäste und das Blut stieg ihr heiß ins Gesicht. Seine Hand zeichnete sich rot auf ihrer Wange ab. Beschämt senkte sie den Kopf und schluckte.

      Ach so ja, die Jury ist ja weiblich. Also bauen wir noch etwas Sprache und Gefühl ein:

      Doch dann fühlte sie die Wut in sich aufsteigen. Laut fuhr sie ihn an:„Sag mal spinnst du? Was denkst du dir eigentlich?“
      Er hob abwehrend die Hände und antwortete selbstbewusst:„Du warst ungeschickt und ich habe dich dafür bestraft.“
      Ein unausgesprochenes Wo ist dein Problem schwang in seiner Stimme mit. Es stimmte ja auch überlegte sie. Es war an sich normal, dass er sie für solche „Vergehen“ bestrafte. Manchmal hatte sie sogar solche Strafen provoziert, indem sie sich extra dumm anstellte. Schließlich verband sie eine sadomasochistische Beziehung. Sie war seine devote Sub und er gefiel sich in der Rolle des dominanten Herrn. Diese Begriffe waren ja inzwischen Allgemeingut. Spätestens seit dem Bestseller „Shades of Grey“ konnten die meisten biederen Hausfrauen und Provinzlerinnen, die sich aus ihrem tristen Ehealltag wegträumten, etwas mit diesen Vokabeln anfangen. Doch sie hatte keine schlecht geschriebene Sexfantasie lesen müssen um zu wissen, dass sie eine devote Seite in sich hatte. Schon als Kind hatte sie es genossen am Marterpfahl gefesselt zu werden und den Zudringlichkeiten der Jungs ausgeliefert zu sein. Dann später in der Pubertät gab es zum Glück das Internet und sie konnte ihren Gefühlen und ihren Fantasien einen Namen geben: SM.
      Sie wuchs in einem liberalen Elternhaus auf und hatte nie Probleme gehabt zu ihren sexuellen Gelüsten zu stehen. Nach ersten Erfahrungen während des Studiums hatte sie später jedoch hin und wieder erst ihren Auserwählten auf die richtige Spur bringen müssen. An Erfahrungen war sie den meisten aufgeblasenen Möchtergerndoms inzwischen voraus. Daher war sie so glücklich gewesen, als sie Karl kennenlernte. Er hatte bereits genauso viele Jahre seinen SM gelebt und Vieles mit willigen Gespielinnen ausprobiert. Doch bei ihr und Karl war es etwas Besonderes. Sie ergänzten sich nicht nur, was ihre Neigungen betraf, sondern sie verspürten auch so etwas, wie gegenseitiges Begehren. Liebe war ein zu großes Wort, aber an sich harmonierten sie beide sehr gut. Doch jetzt hatte er eine Grenze überschritten.

      „Was glaubst du denn, wer du bist?“, fragte sie immer noch aufgebracht.
      „Ich bin dein Dom und du bist meine Sub“, erklärte er grinsend.
      „Das gibt dir noch lange nicht das Recht, mich hier vor allen Leuten bloßzustellen.“
      „Na hör Mal. So eine kleine Ohrfeige ist doch wirklich keine große Sache. Da habe ich dich schon viel härter gezüchtigt.“„Das ist etwas ganz anderes. Das war immer während einer Session.“
      „Muss ich jetzt immer erst förmlich eine Session beantragen, um dich zu bestrafen?“

      Normalerweise war allein das Wort bestrafen dazu geeignet, ihre Lust zu entfachen. Doch jetzt steigerten seine Worte ihre Wut nur.

      „Du weißt genau, was ich meine“, fauchte sie ihn an.
      „Nein weiß ich nicht. Warum zickst du denn gerade heute so herum? Hast du deine Tage?“
      „Du Arschloch! Wenn du mich bestrafst oder züchtigst oder nenn es wie du willst, dann geschieht das im SM-Kontext. Diese Ohrfeige war spontan, weil du dich geärgert hast.“
      „Meine Güte, ich habe dich schon oft spontan übers Knie gelegt und es hat dir immer gefallen.“
      „Du willst es nicht begreifen. Du kannst mich schlagen oder wegen mir auch züchtigen, wenn es lustvoll passiert. Aber doch nicht, weil du verärgert bist.“
      „Jetzt komm schon. Wir zahlen und gehen zu mir und ich versohle dir lustvoll den Hintern für das Theater, das du hier aufführst.“
      So langsam wurde ihm die Diskussion unangenehm und er wollte die Situation entschärfen.
      „Theater? Nur weil ich dir klar mache, dass du dich gerade verhalten hast wie ein Prolet und Macho, sagst du ich mache Theater?“
      Er hob hilflos die Hände, schwieg aber zu ihrem Vorwurf. Er spürte, dass er sie so schnell nicht mehr beruhigen konnte.
      „Du hast mich gerade vor wildfremden Menschen geohrfeigt und damit gedemütigt.“
      „Und was war neulich im Catonium, als ich dich nackt an die Wand gestellt habe, damit du dich für deine Frechheiten schämst. Du bist da artig gestanden und wenn ich mich recht erinnere warst du anschließend ziemlich feucht.“
      „Das war an einem Ort, an dem die anwesenden Leute so etwas einschätzen können. Hier in diesem Spießerladen ist das nicht so. Du verwechselst Spiel und Realität.“
      „Ach das Spiel mit der Öffentlichkeit macht dich nicht an? Ich denke da an diesen kleinen Spaziergang, als du den Dildo im Hintern hattest und den albernen Tischtennisball im Mund.“
      „Auch das war im SM-Kontext und damit O. K."
      „So so.“
      „Weißt du was. Ich gebe es auf dir zu erklären, wo der Unterschied zwischen einer Ohrfeige aus Wut und einer Strafe aus lustvollem Spiel heraus besteht. Offensichtlich habe ich dich und deine Fähigkeit zu differenzieren überschätzt.“
      „Nun reicht es mir aber langsam. Nun krieg dich wieder ein und sei ein braves Mädchen.“

      Er hoffte wirklich mit diesem Stichwort, auf das sie sonst fast immer devot reagiert hatte die Kurve zu kriegen und sie zu besänftigen. Doch sie wurde nur noch ungehaltener, weil er sich weigerte, zu verstehen, was sie so wütend machte.

      „Weißt du was“, fragte sie nun mit ruhiger Stimme, „wir beenden das Gespräch an dieser Stelle. Ich weiß auch gar nicht, wieviel Zeichen wir schon verbraucht haben.“
      „Inklusive der Leerzeichen, wohlgemerkt“, gab er zu bedenken.
      „Also ist es hier zu Ende.“
      Er weigerte sich, den tieferen Sinn ihrer Worte zu akzeptieren. Wollte sie tatsächlich wegen so einer Lappalie Schluss machen? Er schluckte, doch der Kloß im Hals blieb. Sein Magen krampfte sich zusammen, als sie ihre Tasche nahm und Aufstand.
      „Mach`s gut Karl und suche dir eine unerfahrene kleine Möchtegernsub, die so etwas mit sich machen lässt.“
      Er sah ihr nach und überlegte, ob ein Dom eigentlich Liebeskummer haben durfte.
      ;)
      O.K., ihr dürft es gerne verschieben oder löschen oder was auch immer. Ich hatte nur gerade meine alberne Viertelstunde.