Tach, Herr Doktor!

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      Sorry, das ich diesen uralten Thread wiederbelebe.

      Habe genau das 'Problem' grad.
      Muss ungeplant zum FA, weil was schief gelaufen ist.
      Hab dazu noch ein paar blaue (schöne ;) ) Flecken.

      Gehe sehr selten zum FA ... daher sehen wir uns nur alle paar Jahre.

      Mein Problem ist auch eigentlich nicht der FA an sich, der würde vieleicht seltsam aus der Wäsche schaun und den Kopf schütteln... aber da steh ich drüber.

      Ich hab ein Problem mit den Sprechstundenhilfen, von denen bei der Untersuchung ja immer ein Mädel dabei ist.
      Das sind echte Tratschweiber... die hört man bis ins Wartezimmer über Patienten lästern und gackern... :dash:

      Hat man hier die Möglichkeit zu verlangen, dass keine "Aufsicht" bei der Untetsuchung dabei ist? :rot:
      - Man muß das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. -
      Hermann Hesse
      Ehm ... bei mir war ausser der FÄ, resp. ausser dem FA noch nie wer mit dabei bei der Untersuchung? Das würde ich auch nicht wollen und die überflüssige Person rausschicken.

      @Anith76 es geht um Deine Intimsphäre und ich finde das völlig in Ordnung wenn Du diese nicht jedem zeigen möchtest. Also ich finde Du solltest unbedingt klartext sprechen vor Ort, wenn Du niemand anderen dabei haben möchtest.
      Ich glaube nicht... :gruebel:
      Aber dieses Gegacker hätte ich schon längst dem FA gesagt.
      Ich persönlich lege grossen Wert auf die Schweigepflicht und
      würde mich in so einer Praxis nicht wohlfühlen.
      Ausserdem sind es die Patienten, die die Löhne zahlen :evil:
      Gibt es eine Möglichkeit, die blauen Flecken mit Kampfsport,
      Haushaltsunfall oder so zu begründen, falls gefragt wird?
      Sonst frech grinsen, wenn fragend geguckt wird :D
      Zwischen dem, was ich denke, dem, was ich sagen will, dem, was ich zu sagen glaube und dem, was ich wirklich sage und

      dem,

      was Du hören willst, dem, was du wirklich hörst, dem was du zu verstehen glaubst, dem, was Du verstehen willst und dem, was Du wirklich verstehst, gibt es 9 Möglichkeiten, sich nicht zu verstehen.

      Passagno
      Ich bin ja auch schon ein paar Tage auf der Welt, ich hatte noch NIE "Gesellschaft" :golly: bei den diversen Gyn im Behandlungszimmer. Würde ich mich auch klar gegen verwehren.

      Ich war erst vergangene Woche bei meiner Gyn und sie hat mich auf ein paar verblasste Flecken in der Leiste und auf dem Venushügel angesprochen. Habe ihr direkt gesagt, dass ich maso bin und nicht in einer Gewaltbeziehung lebe. Sie nahm das interessiert zur Kenntnis, und bat mich, es ihr wieder zu sagen, wenn sie nachfragt, weil sie es nicht im System erfassen möchte, wegen der Mädels. :thumbup: Für mich völlig okee so.

      Wir haben zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.
      ~ Mario de Andrade :coffee:
      Danke für eure Rückmeldungen. :love:

      @dornenspiel
      Ich hab medizinisch und O.P technisch im gyn-Bereich einiges hinter mir und vollstes Vertrauen in meinen FA ... er kennt mich in- und auswendig ( :rofl: ) .. seit 20 Jahren. Wechseln möchte ich eigentlich nicht.

      @Saubi 63
      Ihm würde ich schon die Wahrheit sagen...
      hätte auch nicht viel Sinn Ausreden zu versuchen.
      Kampfsport? Ich?? :lol:
      und fast ganze Handabdrücke auf Busen und Innenschenkel mit einem Haushaltsunfall zu erklären dürfte meine Phantasie übersteigen. ;)

      @SubLea

      Ich dachte die Dame wäre immer zu seiner Absicherung dabei (Rückversicherung für den Arzt wg. evtl. Missbrauchsvorwürfen) und Vorschrift.

      Wenn man die Wahl hat werde ich drauf bestehen, dass niemand weiter dabei ist.
      - Man muß das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. -
      Hermann Hesse
      Hallo @Anith76 :hi:

      Anith76 schrieb:

      Ich dachte die Dame wäre immer zu seiner Absicherung dabei (Rückversicherung für den Arzt wg. evtl. Missbrauchsvorwürfen) und Vorschrift.
      so kenne ich das auch.
      Mich hat es nicht weiter gestört, daher habe ich es auch nicht angesprochen. Wenn ich jetzt scharf nachdenke, war es bei mir bei allen Frauenärzten (ok, insgesamt zwei :pardon: ) so. Lediglich einmal musste ich zu einer Vertretung - es war eine Ärztin und sie hatte keine Begleitung.

      Ansonsten würde ich wirklich das Gespräch suchen. Bei mir lief es so ab, dass es vor und nach der Untersuchung immer ein Gespräch gab. Beim Gespräch war niemand dabei. Wenn es auch bei dir so ist, würde ich im Vorfeld mit ihm reden. Offensichtlich kennst du ihn gut und hast zu ihm auch Vertrauen. Wenn es nicht so ist, dann mache beim Aufrufen doch den Vermerk, dass du vor der Untersuchung eine Unterredung mit ihm alleine haben möchtest.

      Viele Grüße
      Soultouch
      Die ärztliche Schweigepflicht ist genau das, nämlich ein Schweigepflicht für Ärzte und nicht für Sprechstundenhilfen oder sonstige Assistentinnen. Diese stehen zwar in einem besonderen Vertrauensverhältnis und können ihren Job verlieren, wenn sie Patientendaten an Außenstehende weitergeben, aber sie unterliegen eben nicht der Schweigepflicht.

      Von daher wäre ich absolut dagegen, wenn bei einer Untersuchung bei meiner Frauenärztin jemand anderes zugegen ist.

      Das war bei meinem alten Frauenarzt niemals der Fall (und das war ein Mann). Der hat sogar immer die Tür abgeschlossen, damit nicht aus Versehen mal eine Sprechstundenhilfe hineinplatzt, während ich da gerade ausgestellt im Gyn-Stuhl liege. Und bei meiner neuen Frauenärztin ist das auch so. Die Behandlung findet immer alleine statt.

      Und wenn dein Vertrauen in den Arzt so groß ist und ihr euch schon so lange kennt, dann sprich doch einfach mit ihm und sag ihm, daß du dich unwohl fühlst, wenn jemand anderes mit im Raum ist.
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -
      Als erstes würde ich tatsächlich den Arzt darauf hinweisen, dass die Arzthelferinnen für Patienten hörbar tratschen: Das geht gar nicht!

      Und dann musst du dich entscheiden, was du machen willst:
      - wechseln ist scheinbar keine Option für dich
      - darum bitten die Helferin raus zu schicken + outen
      - darum bitten die Helferin raus zu schicken + lügen
      - mit Helferin + outen
      - mit Helferin + lügen

      Das Problem mit dem Lügen ist:
      Man hat als Mediziner eine ganz gute Vorstellung davon wie gewisse Verletzungen entstehen und wie eher nicht. Und es gibt nichts blöderes als eine unstimmige Geschichte. Mit nichts macht man (häuslichen) Missbrauch naheliegender als mit einer schlechten Begründung für gewisse Verletzungen :pardon:
      @Shayleigh

      Bist du dir da ganz sicher, dass nicht-ärztliches Personal wesentlich weniger streng einer Schweigepflicht unterworfen ist?
      Ich habe nämlich eine Schweigepflicht als nichtärztliches Personal :)

      und das Ärzteblatt schreibt:

      2.3 Adressaten der Schweigepflicht
      Die in den Berufsordnungen der Lan­des­ärz­te­kam­mern geregelte ärztliche Schweigepflicht betrifft allein Ärztinnen und Ärzte. Dem Straftatbestand des § 203 StGB unterliegen hingegen auch Angehörige anderer Heilberufe und Gesundheitsfachberufe, deren Ausbildung oder Berufsbezeichnung staatlich geregelt sind (z. B. Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Angehörige der Pflegeberufe). Gleiches gilt für die berufsmäßig tätigen Gehilfen der Ärzte und sonstigen Heilberufe, wie Medizinische Fachangestellte (MFA) oder medizinisch-technische Assistenten.

      (aerzteblatt.de/archiv/160315/Empfehlungen-zur-aerztlichen-Schweigepflicht-Datenschutz-und-Datenverarbeitung-in-der-Arztpraxis-1)

      und den § 203 kann man hier nachlesen:

      gesetze-im-internet.de/stgb/__203.html

      Da sind Ärzte als Gruppe explizit aufgeführt.
      -----

      Kennst du dich damit genauer aus? Kannst du mir sagen inwiefern die Berufsordnung was das angeht strenger ist als der § 203?
      Ich kenne es tatsächlich nur so, dass bei der Behandlung durch einen männlichen Gyn IMMER eine weitere Frau im Zimmer sein muss.
      Insofern halte ich es für schwierig ob eine Untersuchung ohne Arzthelferin mgl ist.... ggf noch eine Vertrauensperson (weibl) von dir selbst mitbringen und hoffen, dass diese statt der Sprechstundengilfe mit rein darf?

      P.S. Schweigepflicht besteht für alle beruflicherseits mit in die Untersuchung Involvierten, so grundsätzlich
      Ich arbeite in einem anderen Feld, aber auch an Kunden und mit Schweigepflicht.
      Natürlich spricht man mit Kollegen auch mal in einem nicht sehr angemessenen Ton über irgendwen, das sollten dann aber die anderen Kunden zumindest nicht hören können ^^
      Ich meinte die Schweigepflicht aus der Berufsordnung. Die bezieht sich nur auf Ärzte.

      Die Schweigepflicht aus dem StGB bezieht sich auch auf die Sprechstundenhilfen und Assistentinnen. Das meinte ich mit dem besonderen Vertrauensverhältnis.

      Genauer kenne ich mich da aber auch nicht aus. Ich weiß nur, dass ein Arzt gegen die Berufsordnung verstoßen kann, ohne dass es bereits strafrechtlich relevant ist. Das bezieht sich aber nicht nur auf die Schweigepflicht.
      Sei Optimist - wenigsten solange man keine Tiere paarweise nach Cape Kennedy treibt.

      - Tennessee Williams -

      LiT86 schrieb:

      Ich kenne es tatsächlich nur so, dass bei der Behandlung durch einen männlichen Gyn IMMER eine weitere Frau im Zimmer sein muss
      Das finde ich ja spannend.
      Ich hatte bis vor kurzem immer männliche Gynäkologen und da war ich bei den Untersuchungen stets allein mit ihm (außer die Arzthelferin musste etwas bringen).
      Hat mich auch nie gestört.
      Ich fühle mich bis heute bei einem Mann wohler als bei einer Frau, :pardon:
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      Auch bei meiner Ärztin ist immer eine Helferin (hinter einem Paravavent) mit dabei.

      Meine Strategie für einen solchen Fall ist:

      Den Arzt über alles aufklären und ihn an seine besondere Schweigepflicht erinnern.
      Ihn zu bitten ohne Helferin zu arbeiten, darauf kannst Du bestehen!
      Keinen Eintrag in die Krankenakte zu machen, der auf BDSM hindeutet.
      Man hat das Recht seine Krankenakte einzusehen! Somit könntest Du es auch überprüfen.

      Dem Arzt würde ich auch mitteilen, dass er seine Damen anweist nicht mehr öffentlich über seine Patientinnen zu reden! So was geht gar nicht!

      Ich bin mir sicher, dass meine Ärztin sich an meine "Anweisungen" halten würde! Sie kennt mich:-))
      LG
      Cassandra

      LiT86 schrieb:

      Ich kenne es tatsächlich nur so, dass bei der Behandlung durch einen männlichen Gyn IMMER eine weitere Frau im Zimmer sein muss.
      Warum sollte das denn so sein? Und was ist, wenn mein Hausarzt mich beispielsweise oben ohne untersucht?
      Ich hatte noch nie bei einer Untersuchung jemanden mit drin, der da "nichts zu suchen" im Sinne von aktiv zu tun hatte.
      Ich würde wohl auch das Tratschen ansprechen und um Privatsphäre zwischen mir und Arzt bitten.

      Bärbel schrieb:

      Aber wer geht auch zum Aquagym oder sonst ins Schwimmbad? Das sind eher nicht die sexuell aktiven zwischen 20 und 35, sondern die gemütlichen ab 40+
      Ich protestiere hier auch mal ganz energisch. Ich bin 50, sexuell bestimmt aktiver als so manch junge Frau
      und bei den Aquagymkursen sowie im Hallenbad sieht man sehr gemischtes Publikum inzwischen.

      Ich hatte letztes Jahr mal einen total "bunten" Busen und musste zur Mammografie, glaubt mal nicht, dass da eine der beiden Frauen was gefragt hat.
      Wenn eine Frage oder Bemerkung gekommen wäre, hätte ich gesagt, dass ich einen sehr leidenschaftlichen Liebhaber habe :D

      Bei Rohrstockspuren o.ä. würde ich dann sagen, ich lasse mir eben gern den Hintern versohlen :pardon:

      Edit: Evtl. würde ich dann noch grinsend hinzufügen: "Er sieht übrigens genauso aus!" :icon_lol:
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Abgesehen von meiner aktuellen FA Praxis hatte ich bisher imm Frauen als FA und war mit denen allein. Die aktuelle Praxis betreibt ein Ehepaar, mal ist er da, mal sie, aber auch da bin ich immer allein mit dem jeweiligen Arzt. Die Sprechstundenhilfen klopfen generell an u d nur wenn ein deutliches Ja kommt, kommen sie rein. Beim Besprechen kommt dann auch das Ja, bei der Untersuchung nicht.

      Anith76 schrieb:

      Das sind echte Tratschweiber... die hört man bis ins Wartezimmer über Patienten lästern und gackern...
      grundsätzlich geht sowas gar nicht......!!

      Es ist Sorge zu tragen, daß Patientendaten/-Angelegenheiten/-...etc pp...nicht für weiter Personen zugänglich sind.

      Vielleicht ist dem Arzt das gar nicht bekannt, was da in der Anmeldung abläuft....das würde ich mal sagen.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.