Auseinandersetzung/ Streit zwischen Dom und Sub

      Streit und Auseinandersetzungen kenne ich mit:

      - Türenknallen (inkl. herausfallender Glasinnenscheiben)
      - Jähzorn und Schreien
      - tagelangem Anschweigen
      - Ignorieren
      - körperlicher Gewalt
      - psychischer Gewalt
      - Kaputtschlagen von Gegenständen
      - öffentlichem Bloßstellen
      - nachtragendem Verhalten
      - bei noch längerem Nachdenken fällt mir bestimmt noch mehr ein

      Bei mir waren das nicht alles "Stino-Beziehungen", sondern auch Beziehungen zu Männern, die sich jeweils als Dom bezeichnet haben. Bei keinem hatte ich rückblickend das Gefühl, dass es eine Streitkultur gegeben hat. Man kann verschiedener Meinung sein, man kann die sich auch mal gegenseitig sagen, aber nie, nie, niemals nicht, indem man beim anderen unter die Gürtellinie schlägt. Und immer macht der Ton die Musik, das merke ich gerade (wobei wir uns noch nicht wirklich in der Wolle hatten): Kritik kann man auch respektvoll anbringen - das gilt für beide Richtungen. Und Nachtreten geht gleich mal garnicht.

      Sollte es sich wirklich mal aufschaukeln und ein Wort gibt das andere, dann geht man sich entweder kurz aus dem Weg, atmet mal durch, ändert vielleicht auch den Blickwinkel und redet dann nochmal miteinander oder der Herr unterbricht die Situation und macht eine klare Ansage. Zumindest bei mir kann ich mir vorstellen, dass beides funktioniert, das letztere wahrscheinlich schneller und nachhaltiger. Wichtig ist, dass man die Streitspirale unterbricht, bevor es richtig knallen kann. Vielleicht klappt es mit TPE oder 24/7 besser, weil das Machtgefällt ständig präsent ist und man ja weiß, worauf man sich eingelassen hat und wer im Zweifel das letzte Wort hat. Vielleicht wird man aber auch nur ruhiger mit dem Alter und die nicht zugeschraubte Zahnpastatube entlockt einem nur noch ein müdes Lächeln. Man kann ja mal dezent nachfragen, ob es nicht langsam Zeit für einen Demenz-Frühtest wäre... ;)
      Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. (Khalil Gibran)

      Was ist Liebe? Eine Hütte nicht gegen einen Palast tauschen wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern. (Aus China)
      Streit kenne ich tatsächlich sowohl in einer "normalen", als auch in einer BDSM-Beziehung. Warum? Es ist einfach menschlich.

      Wenn ich mich jemandem unterordne, mache ich dies vorsichtig, brauche Zeit und muss mich wieder neu sortieren. Dabei hinterfrage ich auch viele Entscheidungen und wenn man dann verschiedener Meinungen ist, kann es auch mal ausarten. Z.B wenn Dom das letzte Wort haben möchte, obwohl meinerseits noch vieles offen steht. Nur weil ich eine Neigung habe, heißt das nicht, dass ich gleich keinen eigenen Kopf mehr habe. Ich bin temperamentvoll und wenn ich mich missverstanden fühle oder mich etwas verletzt, so kann es auch zum Streit kommen.
      Natürlich wird versucht sowas zu vermeiden, was ist denn schon schöner als eine harmonische Beziehung?
      Nur kann ich persönlich mich nicht damit identifizieren, dass das Streiten anders abläuft oder gar weniger ist.
      Allerdings ist Streiten bei mir "lediglich" eine immer größere Diskussion, die dann irgendwann knallt. Dann wird es ganz stillt und irgendwann versöhnt man sich wieder, schließlich liebt man die Person auch und sowas ist vollkommen ok in meinen Augen. Zumal Streit nun wirklich nicht wegen jeder Kleinigkeit geschieht. Meist sind es unausgesprochene Dinge, die sich dann irgendwann sammeln, oder große Missverständnisse.
      BDSM bedeutet nicht, dass alles super ist und man plötzlich in Frieden und Harmonie lebt. Eine BDSM-Beziehung hat wie eine richtige Beziehung ihre Höhen und Tiefen ^^
      Streit? Was ist das? Streit im wortwörtlichen Sinn ist mir fremd. Allenfalls würde ich es Meinungsverschiedenheit nennen. Oft gebe ich sogar Recht, hinterfrage aber dann, ob es vielleicht nicht auch anders sein könnte. Meist kommt es dann doch irgendwie auf einen gemeinsamen Nenner.

      Tagelanges Schweigen schadet einer Beziehung.
      Das habe ich in meiner zwar langjährigen Vanillaehe schmerzlich erlebt. , Deshalb, reden. Ruhig, aber bestimmt.

      Missverständnisse kommen sicher auch im Schriftverkehr vor. Man hört ja den Tonfall nicht...
      Teufelchen im Blut, Engelchen im Herzen
      und ein bisschen Wahnsinn im Kopf 8)
      Ach ja .... ich nun wieder :saint: .

      Also Streitkultur hat für mich mal so gar nichts mit D/s oder Vanilla zu tun sondern schlichtweg welche Menschen aufeinander treffen und welche Streitkultur diese haben.

      Gerade wenn die Streitkultur sehr unterschiedlich ist kann es eher knallen, als wenn zwei gleich tickende Menschen eine Meinungsverschiedenheit haben.

      Ich bin nicht der Typ für Türenknallen, physische Gewalt wäre ein KO-Kriterium aber bei Ignoranz kann ich durchaus sauer werden, Psychospielchen bei Missverständnissen oder divergierenden Meinungen machen es im Zweifel eher schlimmer, mal jeder 'ne Runde um den Block drehen kann helfen aber dann muss die Situation kommunikativ gelöst werden.

      Ich bin ohnehin ein echtes Harmoniesüchtel, längere Streitphasen sind gar nicht meins und kann ich auch schlecht aushalten.

      "The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.“

      William Shakespeare
      Meiner Meinung nach ist Streit in einer (BDSM)-Beziehung völlig normal - auf den Umgang mit dieser Situation kommt es an.
      Mir persönlich wäre ein Streit bedeutend lieber als tagelange Funkstille, was keinesfalls bedeutet, dass ich streitsüchtig bin.

      Dennoch bevorzuge ich natürlich sachliche Diskussionen - aber wenn zwischenmenschliche Beziehungen eins nicht sind, dann ist es rein sachlich zu sein. Manchmal kochen Emotionen über, wodurch es sich dann von "wir gegen den Konflikt/das Problem" zu "du gegen ich / MEINE Meinung wichtiger" wandelt. Vom letzterem profitiert niemand, aber wenn Emotionen wie Wut, Verlustängste etc. überwiegen, ist es nunmal leichter als gesagt wieder gemeinsam gegen das Problem anstatt gegeneinander zu arbeiten.

      Meiner Meinung nach kann genau dabei ein klares Machtgefälle / 24/7 ziemlich hilfreich sein.. ein Machtwort, Griff ans Halsband etc. ändert das Setting und zeigt, dass BEIDE sich eigentlich einen anderen Zustand wünschen.
      Aber auch hier gilt: der Ton macht die Musik - während manche dies als übergriffig ansehen, kann es andere beruhigen. Das Machtgefälle sollte jedoch nicht genutzt werden, um Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen. Streit hat eine Ursache, die durch Schweigen nicht gelöst werden kann.

      Miweirda schrieb:



      Meiner Meinung nach kann genau dabei ein klares Machtgefälle / 24/7 ziemlich hilfreich sein.. ein Machtwort, Griff ans Halsband etc. ändert das Setting und zeigt, dass BEIDE sich eigentlich einen anderen Zustand wünschen.
      Aber auch hier gilt: der Ton macht die Musik - während manche dies als übergriffig ansehen, kann es andere beruhigen. Das Machtgefälle sollte jedoch nicht genutzt werden, um Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen. Streit hat eine Ursache, die durch Schweigen nicht gelöst werden kann.
      Aber genau in dem Moment passiert doch genau das was ich ehrlich gesagt für kontraproduktiv halte, das Problem wird durch die "Erinnerung" und den Wechsel des Settings überdeckt. Für den Moment vielleicht hilfreich dauerhaft staut sich im Zweifel etwas auf.

      Bei der "offenen Zahnpastatube" mag das funktionieren bei in wichtigen Dingen divergierenden Meinungen wäre mir das Risiko zu groß einer unterschwellige Unzufriedenheit die Tür zu öffnen.

      "The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.“

      William Shakespeare
      Ich halte es mit Gandhi:

      "Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren".

      Bei meiner FLR-Beziehung kam Streit sehr selten vor. Wenn ich anderer Meinung war, habe ich es hinuntergeschluckt. Meist merkte sie aber trotzdem dass mir was auf der Seele lag. Eine liebevolle Session sorgte dann dafür, dass mir kein Magengeschwür wuchs und ich wusste, dass ein Streit all dies aufs Spiel setzen würde.
      Ich weis nicht, was ich Geistreiches hier euch mitgeben könnte.
      - Vielleicht carpe noctem ?
      Mein Freund und ich versuchen beide, Konflikte oder Unstimmigkeiten konstruktiv und in gegenseitigem Respekt zu lösen. Verständnis und eine positive Grundhaltung gegenüber dem Anderen. Dinge ansprechen, statt sie in sich hineinzufressen, bis aus einer kleinen Sache eine sehr große geworden ist... Sich gegenseitig ernst nehmen. Mir ist sehr wichtig, mir immer darüber im Klaren zu sein, dass weder er noch ich perfekt sind und wie sehr ich ihn als Menschen liebe. Es geht einfach um die grundsätzliche Wertschätzung. Ich würde ihn - Dom hin oder her - niemals nie als A....Loch o.ä. bezeichnen. Das wäre ein Zeichen für mich, dass dir grundsätzliche gegenseitige Wertschätzung nicht mehr gegeben ist.

      Das hat aber nichts mit BDSM zu tun, sondern damit, wir wir unsere Beziehung führen möchten.
      was allerdings sehr hilfreich sein kann: wenn ich mich zb in etwas „hineinsteigere“ oder mich in die Schmollecke zurückziehe), hilft ein Klaps auf den Po als Erinnerung an die gute Erziehung mehr als angenervt geäußerte Wertungen wie „IMMER bist du so und so, und IMMER hast du dies/das/jenes“.... wenn ich mich grundlos aufrege, bringt es mich runter, und wenn ein echtes Problem besteht, kann ich das ja dann immer noch - in normalem Tonfall - äußern. Wobei ich das schon grenzwertig finde, weil das ihm mehr „Reife“ und „Erwachsensein“ abverlangt als mir, und gerade in Konflikten sollten wir beide auf einer Ebene agieren... er soll nicht immer der „Stärkere“ sein müssen, denn auch er ist ein Mensch mit Befürfnissen, Gefühlen, Schwächen...
      „Jetzt ist einfach nicht die Zeit für Partys“
      D. Kalayci, Gesundheitssenatorin Berlin

      "Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht".
      ~ Jean-Paul Sartre -

      Hera schrieb:

      Miweirda schrieb:

      Meiner Meinung nach kann genau dabei ein klares Machtgefälle / 24/7 ziemlich hilfreich sein.. ein Machtwort, Griff ans Halsband etc. ändert das Setting und zeigt, dass BEIDE sich eigentlich einen anderen Zustand wünschen.
      Aber genau in dem Moment passiert doch genau das was ich ehrlich gesagt für kontraproduktiv halte...
      Da bin ich bei @Hera!
      Wir haben bei uns im Gespräch auch darüber diskutiert, weil wir manchmal unterschiedliche Ansichten haben, diese durch den Griff an das Halsband zu beenden.
      Das ist ein leichter und kurzer Weg. Trotzdem habe ich mich dagegen entschieden, weil ich wohl zu Recht befürchte, das sich bei ihr unterschwellig ein negatives Gefühl entwickeln würde, was in unserer Beziehung nichts zu suchen hat.
      Das ist es für mich nicht wert.
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      Ich denke, das negative Gefühl kann entstehen (oder auch bestehen bleiben), wenn es um den Inhalt geht, welcher in der Streitsituation durch solche "Maßnahmen" übergangen würde; geht es um die Art und Weise der Kommunikation erscheint es mir als legitimes Mittel in einem 24/7-Kontext (natürlich hat jeder auch außerhalb dieses Kontextes das Recht auf einen respektvollen Umgang, jedoch ist es eher ungewöhnlich, diesen im z. B. beruflichen Kontext durch einen Griff an den Hals des Chefs einzufordern :P ).

      Als Voraussetzung sehe ich aber einen entsprechend respektvollen Umgang in beide Richtungen - von Sub einen respektvollen Umgang einzufordern während Dom selbst respektlos auftritt erscheint mir dann als Grundlage für den genannten negativen Beigeschmack.

      Ein Streit heißt ja keine Aufgabe des Machtgefälles (welchen ich durch tagelanges Schweigen eher sehe als durch eine vernünftige Diskussion) - eine vernünftige Diskussion setzt in jedem Falle Argumente (= in Kontakt bleiben) beider Seiten voraus, jedoch sind im DS-Kontext weitere Möglichkeiten vorhanden, respektvollen Umgang einzufordern; und das letztlich von beiden Seiten - wenn Sub als Reaktion auf den agierenden Dom den Respekt verliert, ist dies ja auch eine Aufforderung zur Selbstreflexion an Dom - ebenso wenn Dom als Reaktion auf die agierende Sub zu entsprechenden Maßnahmen greift in diese Richtung.

      Eine kleine These meinerseits: Ich denke, zur generellen Klärung eines Streits trägt die Reflexion über sich mehr bei, als über den/die Andere(n).
      Quod erat demonstrandum - Andernfalls möge der geneigte Leser den Nachweis selbst erbringen.

      Hera schrieb:

      Miweirda schrieb:

      Meiner Meinung nach kann genau dabei ein klares Machtgefälle / 24/7 ziemlich hilfreich sein.. ein Machtwort, Griff ans Halsband etc. ändert das Setting und zeigt, dass BEIDE sich eigentlich einen anderen Zustand wünschen.
      Aber auch hier gilt: der Ton macht die Musik - während manche dies als übergriffig ansehen, kann es ander.
      Aber genau in dem Moment passiert doch genau das was ich ehrlich gesagt für kontraproduktiv halte, das Problem wird durch die "Erinnerung" und den Wechsel des Settings überdeckt.
      Lass es mich anders beschreiben, denn ja, exakt das darf nicht geschehen. Eine Überdeckung des Problem löst es schließlich nicht.

      Jedoch ist meine Erfahrung, dass zb. das Machtwort/ Griff etc. sehr beruhigend sein KANN, aber auch hier müssen die Bedingungen stimmen. In sehr emotionalen Streitigkeiten schwingt schließlich oft die Angst mit, dass der Partner die Beziehung irgendwann nicht mehr wollen könnte.
      Obiges kann natürlich verwendet werden, um Sub "zum Schweigen" zu bringen, in diesem Falle wäre es ein absolutes No Go.

      Aber stellen wir uns eine andere Situation vor; ein Paar streitet sich, beleidigt sich evtl sogar, die Stimmung ist angespannt. Gerade in solchen Momentan können Rituale Sicherheit geben. Eine Umarmung TROTZ des Streits. Sie zeigt letztendlich ja 'nur', dass man sich trotz der Situation die Nähe zum Partner wünscht. In massiven Streits sogar, dass man die Bezuehung noch möchte.

      Und nunja, das Machtwort/ der Griff kann eine ähnliche, evtl sogar stärkere Wirkung haben - wäre aber völlig unpassend, wenn diese ansonsten nur als Bestrafung verwendet werden. Wenn Dom Sub nicht richtig einschätzen kann, es gezielt als Strafe/ zum Schweigen bringen einsetzt oder nicht exakt weiß, was es bei Sub auslösen könnte stimme ich euch in allen Punkten zu und es sollte darauf verzichtet werden.
      Ich betrachte einen Streit per se als nichts Schlimmes. Wie schon erwähnt, es gibt verschiedene Meinungen, Mißverständnisse. Dinge, die man eindeutig anders machen würde als der andere. Man fühlt sich mißverstanden. Betrachtet etwas einfach anders als der Andere. Viele Gründe für Meinungsverschiedenheiten.
      Ein guter Streit klärt die Luft.
      Was ist ein guter Streit?
      Einer, bei dem man nicht untergriffig wird. Nicht beleidigend. Nicht alte Kamellen aufwärmt. So sehr ich ein Temperatmentsbündel bin und auch bei sowas mal emotional werde. Wenn ich merke, dass ich mich zu sehr aufrege, hale ich mal tief Luft und nehme mich zurück.
      Aber was raus muß, muß raus. Gerade, wenn es um Beziehungssachen geht. Denn in meiner lange Vanillazeit habe ich eines gelernt: was man zu lange um des lieben Friedens willen zurückhält, explodiert eines Tages. Dann aber auch in absolut unpassenden Momenten. Oder noch schlimmer: man nimmt sich aus der Beziehung emotional zurück. Bis zum inneren und schließlich äußeren Abschied.
      Also raus damit. Ausdiskutieren. Streiten. Aber dabei auch die Meinung des Anderen wahrnehmen. Auch wenn man hinterher noch immer feststellen mauß, dass man sich uneins ist. Manche Dinge behalten immer ein Konfliktpotential. Aber dann weiß man wenigstens, dass dass hier Dynamit lagert. Der Andere das grundsätzlich anders sieht. Oder einfach hier einen sensiblen Punkt hat.
      Und ganz wichtig: die Versöhnung. Manchmal etwas später. Aber miteinander versöhnen. Mit Worten und Gesten betonen, daß man einander respektiert und liebt.
      Auch ich betrachte einen Streit, bzw. eine Meinungsverschiedenheit nicht als etwas schlimmes. Auch wenn zwei Menschen ähnlich ticken, verfügen sie doch über verschiedene Erfahrungen, Empfindungen, Gefühle. Aufgrund einer Meinungsverschiedenheit nur zu schmollen und sich wortkarg zu geben, zeigt für mich die eigene Unfähigkeit, sich selber reflektieren zu können (war früher selber tendenziell so). Auf diese Art entfernt man sich zunehmend von seinem Partner. Streitthemen sollten ruhig und sachlich diskutiert werden können (egal in welcher Beziehungsform) und wenn es dann doch emotional werden sollte, einfach kurz sacken lassen und sich zeitnah darüber austauschen. Wenn mir mein Gegenüber wichtig ist, möchte ich nicht vieles in Frage stellen nur weil ich einen anderen Blickwinkel auf verschiedene Dinge habe. Auf einander eingehen, sich gegenseitig wertschätzen können, respektieren, die Gefühle des anderen achten und ehrlich zueinander sein erachte ich hier als wichtige Schlüssel.

      Anders als einige meiner Vorredner bzw. Vorschreiber empfinde ich es nicht als zentral ob in der Du oder Sie-Form kommuniziert wird. Respekt vornehmlich am "Sie" festzumachen finde ich heikel, da dann eine gewisse Distanz entsteht (sicher kann so ein Machtgefälle zum Ausdruck gebracht werden und es gibt Situationen wie z.B. Sessions wo dies Sinn ergibt) aber generell hätte ich Mühe mit einer solchen Beziehung was vermutlich auch daran liegt, dass ich nicht mehr gerade ein Jungspund bin. Glaube einfach, dass Respekt, Wertschätzung und Vertrauen genauso in der Du-Form vorhanden sein sollten.















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      für mich wäre ein Streit quasi eine Steigerung einer Meinungsverschiedenheit, die sich nicht hat lösen lassen.
      Soweit sollte es möglichst gar nicht erst kommen.

      Poetin schrieb:

      Konflikte oder Unstimmigkeiten konstruktiv und in gegenseitigem Respekt zu lösen.
      das wäre auch für mich die optimale Lösung. Leider passiert es eben auch mal durch viele auch äußere Umstände das es etwas heftiger wird - wirklich wichtig.....bei der Sache bleiben und keine Tiefschläge. Hinterher sollte man sich immer noch in die Augen schauen können.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Ich bin nicht sehr streitfreudig und versuche dem aus dem Weg zu gehen.
      Konflikte müssen und sollten besprochen werden.

      Allerdings kann ich leider schon mal in bestimmten Situationen gestresst sein und dann werde ich gelegentlich zickig und da muss ich sagen, hilft mir unser Machtgefälle sehr. Ein Griff in den Nacken und die Frage ob ich mich vergesse und schwupps ist diese innere Unruhe und das Gestresst sein Weg und das liebe ich. So etwas hat vorher gefehlt.

      Anschweigen ist für mich das Schlimmste.

      LG
      In 20 Jahren wirst Du dich mehr ärgern über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die, die du getan hast. Also wirf die Leinen und segle fort aus deinem sicheren Hafen. Fange den Wind in deinen Segeln. Forsche. Träume. Entdecke. Mark Twain
      Wir streiten selten und wenn dann nur weil es für uns um wichtiges geht .
      Ich neige zum laut sein ich explodier und muss ab bestimmten punkt aufpassen nicht gemein zu werden .
      Nie nutzt er das herr sein in der Situation aus er lässt mich dann meine Meinung vertreten auch wenn ich lauter werde .
      Das gemein werden habe ich ganz gut im Griff einfach weil ich unendlich Respekt vor ihm habe .
      Sollte er aber im Streit den Herr raus lassen und mir damit meinen Mund sprich meine Meinung verbitten Würde das nur dazu führen das ich ihn weniger respektiere.
      Wenn ich zickig launisch muffig bin ist das was anderes dann hilft er mir wenn er mich zur Ordnung ruft
      Träume nicht dein Leben
      Lebe deinen Traum

      SklavinPrinzessin schrieb:

      Wir streiten selten und wenn dann nur weil es für uns um wichtiges geht .
      Ich neige zum laut sein ich explodier und muss ab bestimmten punkt aufpassen nicht gemein zu werden .
      Nie nutzt er das herr sein in der Situation aus er lässt mich dann meine Meinung vertreten auch wenn ich lauter werde .
      Das gemein werden habe ich ganz gut im Griff einfach weil ich unendlich Respekt vor ihm habe .
      Sollte er aber im Streit den Herr raus lassen und mir damit meinen Mund sprich meine Meinung verbitten Würde das nur dazu führen das ich ihn weniger respektiere.
      Wenn ich zickig launisch muffig bin ist das was anderes dann hilft er mir wenn er mich zur Ordnung ruft
      Da bin ich ganz bei dir.

      Allerdings ist mein Dom ein echt... schwer zu knackender Mensch und die schlimmste Strafe ist für mich, wenn er nicht reagiert - womit die Sache mit dem Streiten in 98% aller Fälle hinfällig ist.
      Vor ein paar Jahren - ich erinnere mich noch lebhaft an unsere erste ernsthafte zwischenmenschliche Auseinandersetzung - bin ich eines Tages explodiert:
      "Du sagst die ganze Zeit nichts und mir ist das Thema und deine Meinung verdammt nochmal wichtig!"
      Er stand mit verschränkten Armen und nichtssagender Miene unbeweglich vor mir: "Was soll ich den sagen?"
      Ich stampfte mit dem Fuß auf und fing an zu heulen: "Na, irgendwas!"
      "Ich verstehe dein Problem gar nicht. Wir sind uns nicht einig - und jetzt? Was willst du von mir?"
      "Ich will mich mit dir streiten, bis das ausdiskutiert ist!"
      Stoische Gelassenheit: "Achsooo, du willst streiten, ja sags halt gleich. Dann fang mal an."
      GRRRRRR! :dash:
      Gestritten wird bei uns nicht besonders häufig. Wenn es zu Auseinandersetzungen kommt, werden Diese bei uns ausdiskutiert. Zu 99,9% spielt dabei das Machtgefälle keine Rolle. Schließlich handelt es sich meistens um ganz banale Dinge des Alltags, und da sind wir nicht Dom und Sub, sondern Mann und Frau bzw. Partner.

      Mein Problem ist häufig, dass ich bei Streitereien oder hitzigen Diskussionen nicht ernst bleiben kann. Oft wird mir zwischendurch bewusst, wie albern oder nichtig manche Dinge doch sind. Dann fange ich an zu lachen und die Diskussion ist gelaufen. Was aber nicht schlimm ist.
      Mein Mann gibt für gewöhnlich den Kurs vor und ich folge. Sollten wir wirklich absolut anderer Meinung sein, dann hilft es mir persönlich, mir alle Argumente anzuhören und erst mal einige Zeit abzuwägen.

      Was sich im Laufe der Zeit allerdings sehr geändert hat, ist mein Jähzorn bzw. mein Bedürfnis nach Rache, wenn jemand mich richtig geärgert oder verletzt hat. Ich neige ab und an zu kleinen Racheakten. Zum Beispiel ist meine Ehedom sehr empfindlich was die Gerüche von Waschmitteln betrifft. Er kann zu sehr parfümierte Waschmittel nicht leiden und bekommt davon Kopfschmerzen. Nun war es so, dass wir eine hitzige Diskussion geführt haben und er dabei wirklich sehr den Dom raushängen ließ. Er gab mir einfach nicht die Chance meinen Standpunkt darzustellen und schnitt mir quasi das Wort ab. O-Ton: Wir machen das jetzt so! Auf mein WARUM?! Kam dann nur: WEIL ICH DAS SO SAGE!

      Ich war so wütend. Daraufhin habe ich seine ganze Unterwäsche genommen, mir ein Wäscheparfüm im Drogeriemarkt besorgt, und seine kompletten Sachen damit gewaschen. Mein Herr steht in der Woche sehr zeitig auf, um ab 7:00 Uhr im Büro zu sein. Darum legt er sich die Kleidung abends immer im Ankleidezimmer zurecht. Bei uns war der Teufel los, als er bemerkte, dass seine gesamte Unterwäsche parfümiert war. Sagen wir mal so, ich konnte mehrere Tage sehr schlecht sitzen und ich habe den Rest des Abends damit verbracht seine Sachen erneut zu waschen. Durch solche Vorfälle wird mein innerer Teufel ziemlich gebremst.
      hmm schwer zu sagen, jedenfalls für mich.

      Ich streite nicht. Ist einfach nicht mein Ding. Wenn es mal vorkommen sollte, das es zu einer Meinungsverschiedenheit kommt und meine Holde explodiert, möcht ich sie am liebsten knuddeln, sie ist dann sooo süss :)

      Ich höre es mir an und verarbeite ihre Meinung und dann wird nochmal drüber gesprochen, oder auch nicht, da bin ich dann doch glaube zu sehr Ar...

      Könnte man ggf auch als Gefälle auslegen, wobei ich denke das sowas auf Augenhöhe passiert, aber das ist auch wiederum Auslegungssache.
      Tjaaaa.
      Streiten? Nö, ich glaube sowas tun wir nicht.
      Ausdiskutieren, das ja.

      Um Themen herumschleichen, das auch.

      Ich hab da nur manchmal dieses verflixte spontane emotionale Problem. Nur wenn es um ihn geht.
      Sehr selten. Rede ich mir zumindest ein.
      Und ja dann explodiert ich.
      Wie Dorion richtig sagt: er kicherte sich dann einen.
      Es ist aber auch echt schwer in minion Größe, als hüpfendes Rumpelstilzchen ernstgenommen zu werden.

      Die Aufbereitung meiner spontanen Meinungsäußerung geschieht dann ganz ruhig oder gar nicht. Da ist er echt Ar....

      Aber genau das liebe ich. Es traut sich sonst wirklich sehr selten jemand mir die Stirn zu bieten.

      In sonstigen wichtigen, unser Leben betreffenden Dingen, legt jeder seinen Standpunkt dar und es wird die beste Lösung genommen. Auf Augenhöhe.

      :evil: :saint: