Was hat dir in deiner letzten Session so richtig gut gefallen?

      Das mein Herr es immer wieder schafft Grenzen neu auszuloten und Tabus zum Wanken bringt. Gestern hat er mich im Vorfeld so erregt und (im positiven Sinne) wahnsinnig gemacht, dass ich ein von mir seit Ewigkeiten (also auch schon Jahre vor unserem BDSM) gesetztes Tabu, nach kurzer Rücksprache, einfach über Bord geworfen haben.

      Tatsächlich hat es mir wider Erwarten Freude bereitet. Zwar habe ich mich durch diese Praktik sehr gedemütigt gefühlt, allerdings waren seine Freude, die Erregung, sowie sein heftiger Orgasmus eine wundervolle und befriedigende Belohnung für mich. Ich bin froh meinem Mann nun auch so dienen und befriedigen zu können. :love:
      Mein alter Endgegner: der Ingwer und ich... :evil: Vor einiger Zeit hat mich der Ingwer so erschreckt, dass ich vor Schmerz fast ohnmächtig wurde, wobei ein diabolisches Interesse von beiden Seiten nicht geleugnet werden konnte. Und da ich sehr unter diesem "unvollendeten Zustand" gelitten habe, schrieb ich meinem Herrn einen "Wunschzettel". Jawohl, einen Wunschzettel :rolleyes: Wie sehr ich mir wünsche, diese Spielart nochmal neu erleben zu dürfen, unter seiner Führung vielleicht Frieden schließen kann.

      Und gestern war es dann soweit :love: Ich fühlte mich schön an diesem Abend, ruhig, sicher in seiner Hand. Ich hatte eine behagliche Form von Angst, er hat mich in ruhigen Worten auf das vorbereitet, was er tun wird. Es war nicht Mitleid oder Bedauern in seiner Stimme, was er mir jetzt wohl antut. Sondern ich hörte schon im Voraus Stolz, weil er mir zutraute, alles zu ertragen, was immer er mir auch zumutet. Oder schenkt! Denn genau das hat er getan.

      Ich lag entspannt auf dem Bett, kühles Metall umschloß meine Handgelenke, ich sah den Mond durchs Fenster und sein Gesicht dicht an meinem. Und dann kamen die Schmerzen, langsam erst, stärker, bis ich dankenswerter Weise ein Stück Stoff zum draufbeißen bekommen habe. Für einige Minuten war ich so mit atmen und überleben beschäftigt, dass ich kaum noch etwas vom sonstigen Geschehen mitbekommen habe. Trotzdem war er da, hat mich gehalten, gekitzelt, beruhigt und er hat mich nicht aufgeben lassen. Unter seiner Führung konnte ich durch den Tunnel krabbeln, wir wussten irgendwie beide, dass es kein Entkommen geben kann.
      Das scharfe Brennen ging in ein sanftes Pochen über, mein Körper und mein Herz waren warm und weich. Der Wunsch, ihm zu dienen, ihm zu gefallen, auch mich dankbar zu zeigen, war übermächtig. Und er hat auf eine Weise mit mir geschlafen, die anders war, als nach hartem Spanking. Liebevoll, verschwiegen, bedächtig, aber da war keine kitschige Romantik und ich hörte keine Englein singen. Ich habe ihm unter Schmerzen meinen Körper angeboten und er hat sich genommen, was ihm gehört. Es war sehr besonders für mich <3

      Danach sind wir noch lange wach gelegen, weil ich so etwas seltsames wie ein "in seiner Schuld stehen" empfand. Bitte entschuldigt diesen albernen Begriff, ich kann es nicht besser beschreiben.
      Aber ich habe gesehen, wie sehr er auf mich konzentriert war. Welche Anstrengung es auch ihn gekostet hat, mich auf diese Art zu quälen, die nur schwer aufzuhalten ist, wenn der Ingwer sein Werk tut. Zufällig ist es bei mir der Ingwer, der so stark wirkt und den man ab einem gewissen Punkt kaum noch kontrollieren kann. Und dann habe ich in Gedanken auf mich geblickt, die dekorativ auf dem Bett ausgebreitet war, die Dinge geschehen lassen durfte, sicher und geborgen einem anderen Menschen anvertraut. Mir ist bewusst, welche Verantwortung mein Herr trägt, und dass ich es bin, die ihm diese schöne, aber auch schwere Rolle irgendwie auferlegt. Er beherrscht mich und er kann meinen Körper und meinen Geist fordern. Und doch bekomme ich so vieles von ihm zum Geschenk gemacht....

      Nackt, nur mit seinem Halsband geschmückt, und am Knöchel ans Bett fixiert hat er mich einschlafen lassen. Und ich habe so gut geschlafen wie lange nicht. Heute ist immer noch viel Dankbarkeit in mir. Und doch bin ich nachdenklich, still, melancholisch. Ob es wirklich so ist, dass die Dominanten die "Bestimmer", die "Nehmenden" sind :rot: Ich glaube: Nein! In unserem Machtgefüge ist es ein gutes Gleichgewicht, das beiden Partnern Leichtes und Schweres bringt. Aber nur ich allein weiß in meinem Herzen, welche Wertschätzung ER verdient und dass meine Unterwerfung nicht nur ein Geschenk sondern auch eine große Aufgabe ist ^^
      .... und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!

      aus dem 1. Petrusbrief - unser Trauspruch, und so wahr.... <3
      Ein buntes Sammelsurium mit Gerte, Rohrstock, Peitsche, Wachs und Gürtel :love: . Danach hat mir Mylord eine Badewanne eingelassen und ich war seeeehr entspannt :badewanne: . Dabei hat er mir Gedichte vorgelesen und zwei Seiten aus Harry Potter in seiner ganz eigenen Interpretation ^^ .
      Eine wunderschöne session, nach der ich äußerst flauschig auf der Bettkante saß und das erste Mal, dass ich so ein ausgiebiges Aftercare erleben durfte... <3
      Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. (Khalil Gibran)

      Was ist Liebe? Eine Hütte nicht gegen einen Palast tauschen wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern. (Aus China)

      BDSM ist nicht das geschenkte MacBook oder der Luftballon in Hubschrauberform. (Rainha)
      Zur Zeit führen wir sehr viele Gespräche und ich habe einiges Neues für mich (beziehungsweise für uns) entdeckt, teilweise auch Sachen von denen ich immer ziemlich überzeugt war, dass sie mir nie gefallen könnten. Aber - sage niemals nie ;)
      So befand ich mich dann gestern vor dem Sofa, unbekleidet, auf allen Vieren, mit einem Teller auf meinem Rücken, worauf das Abendessen lag, welches ich zuvor gekocht habe. Anfangs, noch in der Küche, hatte ich Zweifel, so nach dem Sinne "es ist ja eigentlich ganz schön langweilig" und wollte fast schon einen Rückzieher machen, aber die Gefühle, die mich dann überrollt haben, waren alles andere als von Langeweile geprägt. Was für mich persönlich wichtig war - er hat mich nicht ignoriert, sondern immer wieder gestreichelt, gezwickt, mich ab und an gefüttert und sich auf eine sanfte Weise über mich lustig gemacht, als ich meine Position irgendwann kaum mehr halten konnte, weil meine Arme zu sehr ermüdet waren und ich das Zittern irgendwann nicht mehr unterdrücken konnte. Dafür wurde ich auch im Anschluss bestraft und am Ende sahen wir uns noch ganz entspannt einen Film an. Ich mag es sehr, dass solche Situationen immer öfters unbezwungen in unseren Alltag hineinfließen :love:
      Zu merken, dass ich es immer besser hinkriege den Kopf auszuschalten und einfach hinzuhalten und ihn machen zu lassen. Er merkt wenn es zu viel ist, nicht ich muss es steuern. Sondern einfach annehmen. Das klappt bei einigen Arten von Schmerz noch nicht immer, aber ich freue mich über die Fortschritte.
      Besondere Menschen erkennst Du darin, dass sie Dich berühren ohne die Hände zu benutzen
      wir hatten heute eigentlich keine richtige Session, seine Dominanz und meine Unterwerfung waren nur teilweise zu spüren, viel wichtiger war heute einfach nur Nähe. Ich durfte ihn in den Arm nehmen, berühren, streicheln, er hat heute vieles zugelassen, worum ich sonst erst lange bitten muss. Mein Herr macht gerade mal wieder eine sehr schwere Zeit durch mit großen gesundheitlichen Problemen und Fragezeichen, und ich habe große Angst vor dem, was die kommende Woche bringt. Da war diese Nähe, dieser innige Körperkontakt extrem wichtig für mich..........und ich habe es geschafft, nicht zu weinen, solange er bei mir war.


      Seiner Dominanz hat dieses Zusammensein im übrigen keinen Abbruch getan......auch heute reichte ein Blick, um mir zu zeigen, wer das Sagen hat.
      Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt. Franz Kafka
      Ich hing das erste Mal an Seilen in der Luft :love: . Wirklich ein irres Gefühl. Dann habe ich noch sehr genossen nicht alleine trinken zu dürfen, sondern "gefüttert" zu werden (hier fehlt mal wieder ein Äquivalent für Flüssigkeiten :D). Eine kleine Geste, die mir aber unerwartet wirklich zugesagt hat. Ebenso wie ich nicht dachte meine ersten wirklichen Erfahrungen im Bereich Demütigung so zu genießen. Es macht mich zwar immer noch wahnsinnig so gar keinen sinnvollen Erklärungsansatz für diese Vorliebe zu haben, aber ich habe die Reduktion auf die Bedürfnisse meines Doms und die verbalen Beleidigungen wirklich genossen :gruebel: . Dabei habe ich auch gleich mal das Reden verlernt und das erste Mal wirklich ne Weile gebraucht, um wieder zu meinem Alltagsich zu finden :blah: .