Was hat dir in deiner letzten Session so richtig gut gefallen?

      Oh da war eigentlich vieles das mir so gut gefallen hat....einmal der Beginn...ich hab mit verbundenen Augen, nackt und kniend auf ihn gewartet. War nervös...freudig aufgeregt..etwas angespannt....dann hab ich ihn gehört und so wie ich seine Hand gespürt und sein Flüstern gehört habe war ich selig.
      Dann hat er mir ein Halsband umgelegt....das hat auch ein sehr starkes Gefühl der Zugehörigkeit in mir ausgelöst und dieses Halsband hat er mir am Ende geschenkt. :rolleyes:
      Und nicht zu vergessen die erste Erfahrung mit Klammern....Hammer.
      Das mein Herr es immer wieder schafft Grenzen neu auszuloten und Tabus zum Wanken bringt. Gestern hat er mich im Vorfeld so erregt und (im positiven Sinne) wahnsinnig gemacht, dass ich ein von mir seit Ewigkeiten (also auch schon Jahre vor unserem BDSM) gesetztes Tabu, nach kurzer Rücksprache, einfach über Bord geworfen haben.

      Tatsächlich hat es mir wider Erwarten Freude bereitet. Zwar habe ich mich durch diese Praktik sehr gedemütigt gefühlt, allerdings waren seine Freude, die Erregung, sowie sein heftiger Orgasmus eine wundervolle und befriedigende Belohnung für mich. Ich bin froh meinem Mann nun auch so dienen und befriedigen zu können. :love:
      Mein alter Endgegner: der Ingwer und ich... :evil: Vor einiger Zeit hat mich der Ingwer so erschreckt, dass ich vor Schmerz fast ohnmächtig wurde, wobei ein diabolisches Interesse von beiden Seiten nicht geleugnet werden konnte. Und da ich sehr unter diesem "unvollendeten Zustand" gelitten habe, schrieb ich meinem Herrn einen "Wunschzettel". Jawohl, einen Wunschzettel :rolleyes: Wie sehr ich mir wünsche, diese Spielart nochmal neu erleben zu dürfen, unter seiner Führung vielleicht Frieden schließen kann.

      Und gestern war es dann soweit :love: Ich fühlte mich schön an diesem Abend, ruhig, sicher in seiner Hand. Ich hatte eine behagliche Form von Angst, er hat mich in ruhigen Worten auf das vorbereitet, was er tun wird. Es war nicht Mitleid oder Bedauern in seiner Stimme, was er mir jetzt wohl antut. Sondern ich hörte schon im Voraus Stolz, weil er mir zutraute, alles zu ertragen, was immer er mir auch zumutet. Oder schenkt! Denn genau das hat er getan.

      Ich lag entspannt auf dem Bett, kühles Metall umschloß meine Handgelenke, ich sah den Mond durchs Fenster und sein Gesicht dicht an meinem. Und dann kamen die Schmerzen, langsam erst, stärker, bis ich dankenswerter Weise ein Stück Stoff zum draufbeißen bekommen habe. Für einige Minuten war ich so mit atmen und überleben beschäftigt, dass ich kaum noch etwas vom sonstigen Geschehen mitbekommen habe. Trotzdem war er da, hat mich gehalten, gekitzelt, beruhigt und er hat mich nicht aufgeben lassen. Unter seiner Führung konnte ich durch den Tunnel krabbeln, wir wussten irgendwie beide, dass es kein Entkommen geben kann.
      Das scharfe Brennen ging in ein sanftes Pochen über, mein Körper und mein Herz waren warm und weich. Der Wunsch, ihm zu dienen, ihm zu gefallen, auch mich dankbar zu zeigen, war übermächtig. Und er hat auf eine Weise mit mir geschlafen, die anders war, als nach hartem Spanking. Liebevoll, verschwiegen, bedächtig, aber da war keine kitschige Romantik und ich hörte keine Englein singen. Ich habe ihm unter Schmerzen meinen Körper angeboten und er hat sich genommen, was ihm gehört. Es war sehr besonders für mich <3

      Danach sind wir noch lange wach gelegen, weil ich so etwas seltsames wie ein "in seiner Schuld stehen" empfand. Bitte entschuldigt diesen albernen Begriff, ich kann es nicht besser beschreiben.
      Aber ich habe gesehen, wie sehr er auf mich konzentriert war. Welche Anstrengung es auch ihn gekostet hat, mich auf diese Art zu quälen, die nur schwer aufzuhalten ist, wenn der Ingwer sein Werk tut. Zufällig ist es bei mir der Ingwer, der so stark wirkt und den man ab einem gewissen Punkt kaum noch kontrollieren kann. Und dann habe ich in Gedanken auf mich geblickt, die dekorativ auf dem Bett ausgebreitet war, die Dinge geschehen lassen durfte, sicher und geborgen einem anderen Menschen anvertraut. Mir ist bewusst, welche Verantwortung mein Herr trägt, und dass ich es bin, die ihm diese schöne, aber auch schwere Rolle irgendwie auferlegt. Er beherrscht mich und er kann meinen Körper und meinen Geist fordern. Und doch bekomme ich so vieles von ihm zum Geschenk gemacht....

      Nackt, nur mit seinem Halsband geschmückt, und am Knöchel ans Bett fixiert hat er mich einschlafen lassen. Und ich habe so gut geschlafen wie lange nicht. Heute ist immer noch viel Dankbarkeit in mir. Und doch bin ich nachdenklich, still, melancholisch. Ob es wirklich so ist, dass die Dominanten die "Bestimmer", die "Nehmenden" sind :rot: Ich glaube: Nein! In unserem Machtgefüge ist es ein gutes Gleichgewicht, das beiden Partnern Leichtes und Schweres bringt. Aber nur ich allein weiß in meinem Herzen, welche Wertschätzung ER verdient und dass meine Unterwerfung nicht nur ein Geschenk sondern auch eine große Aufgabe ist ^^
      - unter Männern eine Kriegerin -
      - unter Frauen eine Dame -
      - sie steht aufrecht vor all den Anderen -
      - und kniet nur vor dem Einen -
      - weil sie es will -
      - weil sie ihm gehört -
      Ein buntes Sammelsurium mit Gerte, Rohrstock, Peitsche, Wachs und Gürtel :love: . Danach hat mir Mylord eine Badewanne eingelassen und ich war seeeehr entspannt :badewanne: . Dabei hat er mir Gedichte vorgelesen und zwei Seiten aus Harry Potter in seiner ganz eigenen Interpretation ^^ .
      Eine wunderschöne session, nach der ich äußerst flauschig auf der Bettkante saß und das erste Mal, dass ich so ein ausgiebiges Aftercare erleben durfte... <3
      Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. (Khalil Gibran)

      Was ist Liebe? Eine Hütte nicht gegen einen Palast tauschen wollen, Untugenden und Fehler lächelnd übersehen, Hingabe ohne geringstes Zögern. (Aus China)