Demütigung - Folgen - Wirkung

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      Demütigung - Folgen - Wirkung

      Hallo Ihr Lieben,

      angelehnt an den Thread "Wie demütige ich "richtig"?", habe ich nun weitere Fragen im Kopf und möchte gerne Eure Erfahrungen zum "Horizont erweitern" wissen und vllt auch nutzen. :pardon:

      Ich habe selbst kein gutes Gefühl wenn ich gedemütigt werde (meist aber eher durch mich selbst und meine Versagensangst). Ich ziehe daraus auch keine "sexuelle"
      Stimmulation, auch mein Subsein stört sich eher daran und ich glaube auf Dauer würde es meine Beziehung zerstören.

      Vielleicht noch kurz zur Erklärung "Dirty Talk", wie "Du kleine dreckige Hure, bist schon wieder ganz nass zwischen den Beinen" ist bei mir keine Demütigung und ähm nackt rum laufen auch nicht... So mit diesen Satz verwirr ich mich schon wieder selbst :/ , für andere kann das ja demütigend sein :whistling: X/ ...

      Wie und warum werdet ihr gern gedemütigt?
      Was bewegt es in Euch?
      Wie und in welchen Rahmen ist oder wäre es erträglich?
      Oder geht es Euch so wie mir?

      Bin gespannt auf eure Erfahrungen
      Ganz liebe Grüße
      Mrs. Agapitos

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Mod3 () aus folgendem Grund: Nick zu einem Verithread entfernt.

      @Mrs. Agapitos Danke dir für dieses Thema... :blumen:

      Ich mache mir sehr viele Gedanken über Demütigung und was es für mich ist. Das ist ja sicher sehr individuell und für jede(n) Sub etwas anderes. So wie du schreibst Dirty Talk fällt nicht darunter, bei mir übrigens auch nicht, es macht mich extrem an. :love:

      Seltsamerweise sind es oft Kleinigkeiten, die mich demütigen und auch nicht sexuell stimulieren. Wenn mein Herr sagt: "Mach dein Maul auf", muss ich sehr schlucken, das trifft mich komischerweise extrem. Auf der anderen Seite habe ich kein Problem, wenn er sagt ich bin seine geile Fo*** :rot:
      Ihn amüsiert das, weil er keinen Unterschied darin sieht. Für mich persönlich glaube ich, viele Wörter sind für die Menschen unterschiedlich besetzt, also positiv oder negativ. Für mich ist Maul eben sehr negativ besetzt und ich fühle mich gedemütigt, auf eine ungute Art und Weise. Ich ertrage es aber für ihn, und er verwendet es zum Glück nicht oft.

      Schlimmer noch wären aber Demütigungen, die Schwachstellen von mir betreffen (oder welche ich als solche sehe), wie Teile meiner Figur, das wäre etwas Unverzeihliches, das auf Dauer die Beziehung zerstören würde. Das weiß mein Herr aber auch, und es würde ihm nichts geben mich derart zu demütigen. Insofern wäre das ein Rahmen, der nicht mehr erträglich wäre für mich.

      lg Frangipani
      Danke für das Thema, die Frage habe ich mir schon öfters selbst gestellt und ich glaube, dass ich wohl etwas empfindlicher bin.

      Für mich sind zum Beispiel "Beleidigungen" bzw Begriffe wie Hure oder Fotze durchaus ziemlich demütigend, sogar auf eine ziemlich unangenehme Art und Wiese.
      Mein Partner weiß das und umgeht solche Begriffe meistens, weil ich sehr emotional darauf reagiere.

      Ich fühle mich auf eine eher angenehme Art und Weise gedemütigt, wenn er mit Befehle gibt, bei denen er genau weiß, dass ich sie nicht gänzlich Korrekt ausführen kann und macht sich dann in gewisser Weise darüber lustig, wenn ich es so gut ich kann versuche.
      Die Art der Demütig gefällt mir ganz gut, weil ich mich auch nicht sonderlich schlecht fühle, wenn ich die Befehle nicht richtig befolge, da ich ja weiß, dass er sie ablichtlich so gibt, dass sie im Grunde unmöglich sind.

      Ich bin mal gespannt was andere zu dem Thema zu sagen haben :)

      LG, Feli
      Da ich auf keinerlei praktische Erfahrungen zurückgreifen kann, also von mir nur rein Theoretisch ...
      Demütigend kann es erst sein wenn ein Punkt erwischt wird dem ich selber einen hohen Stellenwert gebe. @Frangipani hat es ja schon geschrieben:

      Frangipani schrieb:

      Schlimmer noch wären aber Demütigungen, die Schwachstellen von mir betreffen (oder welche ich als solche sehe)

      Ich weiß nicht ob und wie ich auf Demütigungen reagieren würde. Wenn ich so darüber nachdenke fühlt es sich neutral an. :pardon:
      Ich denke das die Reaktion viel damit zu tun hat wie sensibel oder selbstbewußt ich mit dem angesprochenen Thema umgehe. Würde er mich als "meine kleine Hure" bezeichnen wäre das für mich nicht im mindesten demütigend. Trifft er einen Punkt den ich selber sehr kritisch betrachte oder in dem ich sehr unsicher bin sieht die Sache mit Sicherheit schon ganz anders aus.
      Was du sagst, verweht im Wind. Nur was Du tust, schlägt Wurzeln!
      Hi,

      ich unterscheide hier für mich in Demütigung, die ich als positiv im Effekt wahrnehme und Erniedrigung, was für mich negativ ist. ( das sind übrigens ganz individuelle Interpretationen der Begrifflichkeiten ;) ).

      Demütigung gehört für mich "dazu", darunter verstehe ich dann z.B. das Benutzen von vulgären Ausdrücken oder das reduzieren auf eine ganz obszöne sexuelle Ebene.

      Erniedrigung sind für mich dann aber Sachen,die mich verletzen, dass gezielte Nutzen von sehr sensiblen Schwachpunkten, bei denen klar ist, dass sie nachhaltig etwas in meiner Seele zerstören, das ist für mich egal ob passiv oder aktiv ein no go.
      @Feli

      Interessant was du schreibst und wie unterschiedlich die Sichtweisen da sind, für mich wäre das "sich über mich lustig machen" schon eher ein No-go. Das ist aber sicher etwas, das mit meinem Perfektionismus zu tun hat. Wenn man mir eine Aufgabe stellt, selbst wenn sie im Grunde ja unlösbar ist, würde ich es schaffen wollen, ein sich lustig machen meines Herrn würde mich treffen.
      nun sind mir nochmal ein paar Gedanken durch den Kopf geschossen, welches ich im EP vergessen habe niederzuschreiben, aber doch für mich wichtig sind sie zu hinterfragen und andere Meinungen zu lesen, gerne auch von den Doms/Switcher unter uns ^^

      Also ich leg mal los und hoffe ihr versteht, worauf ich hinaus will.

      Gott oh Gott, ich kann wieder die Worte nicht ordnen welche im Kopf schwirren :dash:

      Ich kann doch nicht gleichzeitig etwas als erniedrigend und demütigend empfinden und dann sagen ich ziehe Lust und Befriedigung daraus, dass will mir einfach nicht in den Kopf.

      Alles was mich reizt und anmacht, will ich ja auch irgendwie und dann ist es doch nichts was mich demütigt???

      Manche Menschen brauchen das wurde gesagt...

      Aber warum und wofür und das Ziel welches Dominus in sein Tun dann verfolgt, wäre dann ja gänzlich verfehlt, oder?

      Ich sehe es so wie @Frangipani erst wenn ich keine Befriedigung (nicht nur im sexuellen Kontext), sondern Scham und ein schlechtes Gefühl daraus ziehe ist es für mich eine Demütigung.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mod3 () aus folgendem Grund: Einen Nick entfernt.

      Mrs. Agapitos schrieb:

      Ich kann doch nicht gleichzeitig etwas als erniedrigend und demütigend empfinden und dann sagen ich ziehe Lust und Befriedigung daraus, dass will mir einfach nicht in den Kopf.
      Doch natürlich, warum denn nicht?
      Im Rahmen eines Machtgefälles, kann man das.... Wenn mich jemand auf offener Straße demütigen würde, würde ich vermutlich böse antworten oder weggehen (je nach dem).
      Aber wenn das jemand im Rahmen eines Machtgefälles tut, dann schaltet es meinen Kopf aus und auch wenn es mein Schamgefühl böse triggert, erregt es mich unheimlich.

      Womit wir beim entscheidenden Punkt wären....

      Mrs. Agapitos schrieb:

      Wie und warum werdet ihr gern gedemütigt?
      Was bewegt es in Euch?
      Wie und in welchen Rahmen ist oder wäre es erträglich?
      Oder geht es Euch so wie mir?
      Demütigung und Erniedrigung kann ich nur ertragen, wenn mich jemand auffängt danach, wenn jemand da ist und ich weiß er passt auf mich auf und tut es nicht, weil er mich nicht mag, sondern aus genau dem gegenteiligen Grund. :love:
      Wenn jemand einen dann nicht auffängt, dann wird es tatsächlich schlimm für mich. So schlimm, dass das nachhaltig was kaputt macht. Daher kann ich nur raten, solche Bereiche nur anzutasten, wenn man einander viel bedeutet oder aber sehr vertraut. Aber das ist nur meine Meinung.

      Warum mein Kopf so tickt und diesen Bereich als erregend empfindet und ich mich dann fallen lassen kann..... weiß ich nicht und es hat mir schon einige Male gedanklich Probleme gemacht. Es hat lange gedauert bis ich akzeptieren konnte, dass ich so ticke...
      Sometimes the grass will appear greener on the other side, because it has been fertilized by so much bullsh** :pardon:
      ____________________________________________________________
      Interessantes Thema

      Generell mag ich keine obzönen Worte oder Kraftausdrücke, ...

      Ein ,,Scheisse" oder,, Fuck " ist schon das höchste der Gefühle, wenn ich mir den Fuss angehauen habe.. 8|

      Für mich bestimmt überwiegend die Tonlage , ob es eine Demütigung für mich ist. Für mich bedeutet Demütigung nichts Wert sein , oder meine Pflicht nicht erfüllen können. :yes:

      ...ist für mich also nicht erstrebenswert,
      <X

      wogegen ein du bist meine,, schl..."Die höchste Liebkosung sein kann, im gegenZug ...Kann ein ,,Schatz, räum mal den Teller weg "das letzte sein ?( ,..So das ich in die Luft gehen kann... :monster:

      Also es kommt auf sie Tonlage , Situation und ,,Achtung "auf meine Emotionale Lage an ,wie ich Begriffe verarbeite... :old:

      Die Wahrscheinlichkeit das man sich da bei mir im Ton vergreift ist hoch :evil_icon:

      Für Mich macht es auch einen Riesenunterschied ob ich eine :huntsman: oder meine Schlampe :thumbsup: bin...
      Schon schwierig sich da auszudrücken, ich versuche es auch mal.

      Grundsätzlich hab ich absolut nichts gegen Obszönitäten oder Kraftausdrücke zur rechten Zeit.
      Ich unterscheide da auch nicht unbedingt verschiedene Worte oder Bezeichnungen. Denn egal wie er mich in einem bestimmten Kontext gerade nennt, in diesem Moment will er mich ja genauso, sonst hätte er mich nicht zu diesem Punkt gebracht und ich will dann ja genau das für ihn sein. Also sehe ich es eher als Lob an.

      Auf der anderen Seite habe ich persönlich ein sehr geringes Selbstwertgefühl, bedeutet, alles was an meinem Wert kratzt, alles was ich nicht kann oder womit er nicht zufrieden ist, geht nicht. In dieser Richtung sehe ich es als Kritik an mir, was ich nur sehr schwer vertrage. Da kippt es dann direkt ins Gegenteil.

      Liest sich wahrscheinlich nur für mich logisch ;)
      Für much wäre no go alles was tatsächlich meine Seele verlezt.
      Ich tatsächlich dass Gefühl hätte ich werde verachtet.
      Was es im Einzelnen ist, ist vielfältig, werde ich hier auch nicht schreiben.

      Das hängt aber auch immer von beiden Seiten ab.
      Ich gebe mal dass Beispiel absritzen.
      Dom bringt mich dazu, der Boden wird nass und er sagt, guck dir die Sauerei an, mach dass jetzt mal ganz schnell weg, leck es auf.

      Einerseits demütigend , aber wenn ich eigentlich weiss er mag dass ich spritze völlig ok.
      Wenn aber tatsächlich Abscheu zu spüren wäre, dann ist es nicht mehr ok, würde zu weit gehen.
      Genau das meine ich @Daluli und @bastet ich meine eine wirkliche Demütigung und da kann ich mir nicht vorstellen, auch mit einem auffangen danach, dass ich es verkraften könnte oder gar noch Befriedigung daraus ziehe, vllt könnte ich es einmal verzeihen eben als großen Fehler vom Dominus in dem er meine Grenze nicht erkannt hat.

      @MissGilmore ich kann Deine Begründung verstehen, aber reden wir dann wirklich von "Demütigung"

      Vllt ein Beispiel aus einer Erfahrung die ich nicht wiederholen möchte.
      Ich wurde von meinen Herrn gebeten mich nackt auf einen Stuhl mit befestigten Plugs zu setzen und es mir vor ihm selbst zu besorgen (ich hatte ein Video mit genau den selben Inhalt, da war ich aber alleine), er wusste, dass ich es seither nicht mochte und auch Schwierigkeiten damit hatte meine eigene Lust und Befriedigung einem Mann zu schenken. Nun nahm er noch das Handy und filmte mich, ich schäme mich für meinen Körper und habe/ hatte nicht das Selbstbewusstsein. Ich bin an der Aufgabe zerbrochen es war demütigend und verletztend und ich habe lang daran geknabbert. Verziehen hab ich ihn und ich bin froh das sich durch das gewachsene Vertrauen viel in der Richtung getan hat, aber definitiv liegt es nicht an dem Erlebten.

      Noch ein Beispiel angenommen man lehnt KV ab und Dom zwingt einen dennoch dazu diesen oral aufzunehmen, Demütigung ja, aber wo ziehe ich dann die Befriedigung her? Stolz auf mich zu sein es überwunden zu haben vllt, aber Befriedigung? schwierig... ich glaube nicht .

      Aber man lernt nie aus und wie ich am eigenen Leib immer erfahre die Welt meiner Lust und meiner Träume dreht sich
      Ich meine mal gelesen zu haben, das es sehr wohl Menschen gibt die die Erniedrigung, die ihr als negativ beschreibt, erregend finden.

      Heißt das Gefühl, sein Gesicht zu verlieren, das ein wunder Punkt getroffen wurde, und das geht wie ein Stich ins Herz, der Herzschlag der dann hoch geht weil man das Gefühl hat man wird persönlich angegriffen. Also ein psychisches Leiden.

      Das geht aber auch eher in Richtung Masochismus und Sadismus.

      MissGilmore schrieb:

      Demütigung und Erniedrigung kann ich nur ertragen, wenn mich jemand auffängt danach, wenn jemand da ist und ich weiß er passt auf mich auf und tut es nicht, weil er mich nicht mag, sondern aus genau dem gegenteiligen Grund.
      Hm... gerade diese Thematik finde ich sehr schwierig da das jeder für sich anders empfindet. Das ist eine ganz persönliche Sache....

      Für mich stellt es sich wie folgt dar: ein Dom lebt seine Macht über die Sub aus. Sie zu demütigen gehört mit in den Bereich Macht ausüben. Für mich persönlich lässt es mich ein Stück weit meiner Rolle als Sub - als Untergeordnete - bewusster werden. Wichtig ist da aber auch für mich - so wie @MissGilmore es schreibt - dass ich weiß, dass mein Gegenüber mich im Grunde respektiert und diese Erniedrigung ausschließlich Teil des "Spiels" ist. Das ist für mich der elementare Punkt. Denn wenn ich das weiß kann ich die Demütigung als Teil des Spiels akzeptieren und es macht mich an.

      Sicherlich gibt es auch Grenzen - deshalb ist es wichtig, dass mein Partner mich gut genut kennt um zu wissen wie weit er gehen kann bzw. bis zu welchem Punkt es mich anmacht und ab wann es "wirklich" verletzt und evtl. etwas zerstört.

      Das ist zumindest meine bescheidene Meinung zu dem Thema ^^
      :ironie:

      Sonnenkind schrieb:

      Für mich bedeutet Demütigung nichts Wert sein , oder meine Pflicht nicht erfüllen können.
      Dem schließe ich mich an. Allerdings ziehe genau daraus meine Lust.

      @MoMo
      "Masochismus" trifft es mMn sehr gut. Nur eben auf psychischer Ebene und nicht körperlich. Vielleicht versteht man es so besser, wenn man selbst Demütigung nicht als erregend empfindet?

      Schmerz ist Schmerz. Egal ob psychisch oder körperlich. In erster Linie tut er erst mal weh. Nur dass manche Menschen eben genau daraus ihre Lust ziehen.
      Auch körperlicher Schmerz sorgt doch "normalerweise" dafür, dass die Lust hinüber ist. Und auch das Schmerzempfinden und die Schmerzgrenzen sind bei jedem anders. Wieso sollte es auf psychischer Ebene so anders sein?

      @MissGilmore hat das Schamgefühl angesprochen. Ich glaube, genau das ist der springende Punkt. Wobei auch Scham sehr viele Formen und Ausprägungen hat. Auch ein geringes Selbstwertgefühl ist im Grunde Scham (für sich selbst). Ich würde mal behaupten, dass "gute Demütigung" dann erreicht wird, wenn das Schamgefühl zwar getriggert wird. Aber nur bis zu einem gewissen Grad.

      Da kann es natürlich auch sein, dass man bei vielen Dingen überhaupt keine Scham spürt. Und falls sie dann doch einsetzt, ist die Lust dahin.

      Mrs. Agapitos schrieb:

      aber reden wir dann wirklich von "Demütigung"
      Ich meinen Augen: Ja, absolut. In solchen Momenten fühle ich mich tatsächlich klein und ein Stück wertlos. Gerade am Anfang habe ich mich doch des öfteren gefragt, ob mein Partner dies und jenes nicht vielleicht ernst meint. Diese Gedanken muss man aber ausschalten. Ich muss mich fallen lassen und mich den Gefühlen hingeben. Zweifel sind da fehl am Platz. Nur dann kann ich die Demütigung auch wirklich genießen.

      Und das geht nur, wenn ich mir sicher sein kann, dass mich mein Partner absolut wertschätzt und hinterher wieder auffängt, wie auch @MissGilmore und @Realdeko schon geschrieben haben.



      Mrs. Agapitos schrieb:

      Noch ein Beispiel angenommen man lehnt KV ab und Dom zwingt einen dennoch dazu diesen oral aufzunehmen, Demütigung ja, aber wo ziehe ich dann die Befriedigung her? Stolz auf mich zu sein es überwunden zu haben vllt, aber Befriedigung? schwierig... ich glaube nicht .
      Gegenfrage: Möchtest du, dass solche Sachen Teil eures Spiel sind (muss ja nicht KV sein, war ja auch nur ein Beispiel)? Oder würdest du lieber darauf verzichten und deinen Stolz aus nicht-demütigenden Aufgaben ziehen?
      Wenn ja, ziehst du wohl doch eine Art der Befriedigung daraus.

      Woraus man die zieht und wieso... das ist einer sehr gute Frage. Ich habe das bei mir nie hinterfragt. Es ist irgendwie einfach so. :pardon:
      ~*~ Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen! ~*~
      (Oliver Wendell Holmes)
      Liebe @WaterLily ersteinmal vielen Dank für deinen Beitrag, welcher ganz toll beschreibt, wo mir die Erfahrung oder auch Verständnis fehlte.

      Nein ich muss gestehen ich komme wohl eher ohne demütigende Aufgaben aus. Das er stolz auf mich ist zeigt er auch ohne an verletzende Grenzen zu stossen. Dein Vergleich mit dem körperlichen Schmerz kam mir einfach nicht in den Sinn, zeigt aber im Prinzip das selbe auf.

      So nun zu deiner Gegenfrage: ich habe keine Dinge die ich ausschließe, wohl aber noch ganz viele welche ich noch nicht probiert habe ^^ von dem her kann ich sie nicht wirklich beantworten.
      Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich weiß gar nicht, was mich im negativen Sinne demütigen oder erniedrigen würde.
      Ich bin mit Leib und Seele die Sklavin meines Herrn und als diese grundsätzlich bereit alles (legale) für ihn zu tun oder für ihn zu ertragen.
      Wenn ich spüre, dass er zufrieden und stolz ist, ist es für mich befriedigend.
      Und bisher hat er noch nie etwas getan oder gesagt, das nicht gut war....
      Vielleicht liegt es daran, dass er auch mein Partner ist und mich liebt. Von dahr ist es absolut nicht in seinem Sinn mich zu verletzen.
      Und ich habe mir noch keine Gedanken über negative Demütigungen gemacht.
      Ich schreibe hierzu aus meiner Sicht des Doms.

      Ich denke nicht, dass es gute oder schlechte Erniedrigung gibt. Man erniedrigt oder eben nicht. Ich erniedrige weil es mir als Sadist natürlich Lust bereitet, den anderen zu quälen. Mich erregt der Gehorsam und die Kraft, die meine Sub aufbringt um mir zu gehorchen. Das muss kein KV sein. Das kann ganz banal sein, zB. die ganze Zeit neben mir in Heels zu laufen. Das tut dann irgendwann richtig weh!!! Wenn ich sie dann noch verbal erniedrige, also zu ihr sage, ... meine kleine Schlampe kann wohl nicht mehr? ... dann kämpft sie halt weiter oder sie jammert sich aus. Nun liegt es an mir, sie weiter zu quälen oder sie fortan auf den Armen zu tragen. Das erregt auch meine Sub in jedem Fall.

      Ich denke es geht nicht um den direkten Akt der Erniedrigung, sondern um den erzielten Effekt. Erniedrigung ist für mich nur ein Werkzeug.

      Liebe Grüße
      Rubber
      Vielleicht ist Demütigung deshalb so interessant, weil wir verlernt haben, Demut auszuüben.Und begegnen wir einem Menschen, der sie uns unmissverständlich abverlangt, spüren wir im Innersten Wesen, dass es uns gut tut.
      Die Demütigung wird vom Aussen nicht wahrgenommen, es geschieht keine Bloss-Stellung einer Minderwertigkeit, sondern es geschieht eine intensive Begegnung mit dem inneren Ich im gemeinsamen Konsens.
      Vielen Dank auch den männlichen Schreibern das freut mich sehr, besonders die Sicht von Dir @Rubber :blumen:

      Es liegt wahrscheinlich viel mehr an der Definition als an der Wahrnehmung und dem Gefühl was es uns gibt.

      @Frl. Naseweis brachte den Begriff "negative" Demütigung und genau da fängt bei mir das "nicht verstehen" an.
      Für mich gibt es keine positive Demütigung, alles wo mein Herr meine Grenzen und Ängste versucht zu weiten, wünsche ich mir ja dies zu erfüllen um ihn glücklich zu machen, also spüre ich da keine Demut und Demütigung, sondern ich fühle seinen Stolz, sein Lächeln und Auffangen - weil ich es nicht geschafft habe, seine Stärke und Größe, aber mit ihm an meiner Seite bin ich auch groß und stark und stolz.
      Wenn man gedemütigt wird, in dem Sinne wie ich den Begriff für mich verstehe, würde ich mich wie ein verletzter Wurm auf der Erde fühlen... Und daraus ziehe ich für mich zumindest bis heute keine Bedürfnisbefriedigung.

      Ich glaube das Gefühl kann man vielleicht gar nicht so gut beschreiben, da fällt es uns leichter zu erklären, warum wir Schokolade mögen ^^