17.12. –♥– Die englische Rose

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      17.12. –♥– Die englische Rose

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      .♥.— 17. Dezember —.♥.

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      Die englische Rose

      ╚═══════════.♥.═══════════╝

      von
      @Nachtadel

      —.♥.—

      Sie trat. Fest. Immer wieder traten ihre Tänzerbeine …
      Dann … traten sie nicht mehr.

      Bald landen wir in Birmingham. Mein erster Besuch in Good Old England …
      Würde sie da sein – meine englische Rose?

      Verrückt irgendwie, dieses Internet. Da lernte man Menschen kennen, denen man sonst niemals begegnen würde! Ich … und eine Engländerin. Und dann auch noch so jung! Immerhin war ich schon 37 – und sie gerade mal 20. Doch so faszinierend … Als ich das erste Mal ihr Haar sah – diese brünette Mähne … puh! Wie sehr wollte ich da meine Hand vergraben! Schillernde Wellen … bis zur Mitte ihres Rückens. Und was für ein Rücken!

      Als wir ins Gespräch kamen, erwähnte sie beiläufig, dass sie seit ihrem vierten Lebensjahr Gymnastik machte … und seit ihrem sechsten Ballett. Unwillkürlich dachte ich an so einen zierlichen Hauch von Nichts – und fühlte Mitleid. Wie sehr man nur in die Falle eigener Vorurteile tappen konnte! Unser erster Videochat belehrte mich wahrlich eines Besseren … Oh, schlank war sie. Aber keineswegs war sie zerbrechlich! Nein, sie strotzte vor Kraft und Vitalität. Alles an ihr war fest und definiert. Ein Leben voller Selbstdisziplin hatte sie gelehrt, die Zähne zusammen zu beißen. Schmerz schreckte sie nicht. Im Gegenteil – ich hatte schnell gemerkt, dass der bloße Gedanke an Schmerz ihr geradezu Gänsehaut bereitete …

      Doch es waren viele Dinge, die sie triggerten – und ich liebte es, auf dieser Klaviatur zu spielen, sie zum Schmelzen zu bringen. Doch das war: Bis jetzt. Kein bloßes Mindgame mehr, keine Fiktion – dazu waren wir per Webcam wahrlich zu weit gegangen. Was jedoch das reale Aufeinandertreffen ergeben würde?

      Vier Monate. Vier Monate des Aufeinanderzu, mal langsam, mal schnell. Dabei wollte ich gar nicht. Nicht von Anfang an jedenfalls. Wohin sollte das Ganze auch schließlich führen?! In dem Alter? Da passierte in einem Jahr so viel wie in anderen Leben in einem ganzen Jahrzehnt! Sie hatte gerade ihren Bachelor begonnen – und ich stand mitten im Berufsleben. Wir hatten ganz andere Rhythmen, Lebensumstände, Träume! Eigentlich passte doch nichts zusammen!

      Doch wem machte ich was vor? Ich wollte sie. Ich wollte sie von Anfang an. Ich wollte sie jeden Tag mehr … Meine Hände um diese weiße Kehle legen. In sie eindringen – körperlich und voller Lust ebenso wie in ihren Geist. Sie ganz erfüllen … und ja … formen.

      Da war es wieder … dieses Zurückzucken, dieses „das darf man doch gar nicht wollen!“ Als ob davon die Wahrheit auch nur einen Hauch schmaler würde! Wie oft hatte ich diesen Kampf schon mit mir selbst gefochten?! Doch – ich WILL! Und ich darf. Ich darf nicht nur, weil ich „kann“, sondern weil ich die Schönheit erblühen sah … das Potenzial sah, dem ich zum Durchbruch verholfen hatte! So sehr ich Sex auch liebe – okay, guten Sex– so sehr motivierte mich doch dieses unmittelbare Gefühl von Macht, wenn sich eine Frau in meine Hände begab, sich mir anvertraute und ich Anspruch erhob auf dieses Leben, diese Persönlichkeit. Sie zu der Meinen machte …

      Wir landen. Ich bin da. Sie auch?

      —.♥.—


      Ich sehe sie an. Ewigkeiten.

      Vielleicht kennt ihr solche Momente, wo ihr einfach nur die Zeit anhalten wollt?

      Sie steht an der Umzäunung. Ich habe bewusst auf einen Dresscode verzichtet, will sehen, was sie ganz unbeeinflusst wählen würde für ihr Outfit …

      Das gelbe Kleid jedenfalls steht ihr ganz ausgezeichnet – und meine Augen sind fleißig damit beschäftigt jeden Quadratzentimeter ihre Bodys zu scannen. Alles was ich sehe. Alles was ich erahnen kann. Und ja … auch all das, was (noch?) verborgen bleibt. Diese perfekten, festen Brüste, diese Mörderbeine, diese …

      Ja. Keep cool. Ja, sie ist hinreißend. Und du weißt genau, wie sich dieser gesenkte Blick in dein Herz schleicht … dabei ist sie kein Engelchen! Wenn ich mich daran erinnere, was sie alles ihrem Ex angetan hat, dann ist sie sogar ein ziemliches Miststück! Und ja, er hat das mit sich machen lassen, aber … Puh, diese dunklen, rehbraunen Augen! Gut, dass sie mich jetzt anschaut, sonst würde sie bemerken, was ihr Anblick mit mir macht!

      Dieser Duft! Und diese Hitze … ihres Körpers, als sie sich an mich presst. Meine Arme legen sich um sie – halten sie mit der gleichen, verzweifelten Intensität wie sie mich!

      SIE. IST. DA.

      All diese Gedanken eines „was wäre, wenn“, all die Szenarien, all die Zweifel: Weggewischt. Mit einem bloßen unsicheren Augenaufschlag ihrerseits.

      Sie trägt keinen BH unter diesem Kleid … ich liebe ihre Brüste! Und ihre Knospen!

      Ist es seltsam, dass wir kaum etwas sagen? Uns nur immer wieder ansehen, berühren …? All diese Menschen im Flughafen … ich sehe sie nicht – ich sehe nur sie. Halte sie … und will sie nie wieder loslassen. Ihre Hand … liegt längst in der Meinen. Und sie zieht mich mit … hin zu einem dieser schwarzen Taxis. Strange … Hintere Türen, die sich nach vorn öffnen. Nur der Fahrersitz – und die Rückbank, kein Beifahrersitz.

      Wie absurd, ausgerechnet in einem solchen Moment mit diesen Details zu vertändeln, sitzt sie doch neben mir, hält meine Hand – und schaut mich an. Ich lege meine Hand um ihren Nacken, zieh sie nah – und küsse sie. So einfach. So perfekt. So … hungrig.

      Keine Trennscheibe nach vorn … doch egal. Ein Taxifahrer wird viel gewohnt sein …

      Meine Hand legt sich auf ihr nacktes Fleisch … diesen Schenkel, den ich mir so oft am Abend vorgestellt hatte. Welch ein Genuss: Einfach zu spüren!

      Ich habe nicht die geringste Ahnung, wo wir sind. Meine Uhr besteht darauf, dass wir fast eine halbe Stunde unterwegs sind in diesem Taxi – was irgendwie schwer fällt zu glauben, schließlich ist meine Hand kaum unter dieses Kleid gewandert … und ich weiß immer noch nicht, ob SIE wohl einen Slip trägt. Aber ihre Lippen … schmecken einfach wundervoll. Vielleicht haben sie auch die Macht, einfach die Zeit anzuhalten?

      Wir sind angekommen. Gehen Hand in Hand zur Rezeption. Wie gut ihr die roten Wangen stehen! Ihre Hand ist … feucht. Ich habe den Schlüssel. 208.

      Ich flüstere ihr ins Ohr: „Open the door …“

      Sie gehorcht.

      Meine englische Rose …

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      Bitte liked jedoch nicht diesen Beitrag, da er nicht vom Autor eingestellt wurde, sondern im Rahmen des Geschichtenadventskalender. Der Autor wird, sofern er es möchte, zeitnah hier eine Antwort posten. Diese dann bitte liken, so dass eure Likes auch bei ihm ankommen.

      Fragen sind niemals indiskret, nur Antworten sind es zuweilen.
      - Oscar Wilde -
      Es hat sehr viel Vergnügen bereitet, ebenfalls eine kleine Geschichte für den Adventskalender beitragen zu dürfen.
      Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlich bei @silk_n_desire und @AleaH für ihre tolle Arbeit hinter den Kulissen bedanken.

      Jedwede Ähnlichkeiten mit realen Personen
      ...könnten durchaus beabsichtigt sein.
      Oder auch nicht :D
      We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed, by their Creator, with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty, and the pursuit of Happiness.
      <Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika>
      Ratter, ratter , ratter, ratter,...

      Das bin nicht ich, das ist buchstabengetreue Umsetzung meines Kopfkino`s!

      Es ist einfach ein großes Vergnügen, die Geschichten hier lesen zu dürfen.

      Und zum Glück ist sie diesmal nicht so lang, meine Mittagspause reichte dafür bequem.

      Ähh, wieso war die eigentlich so kurz? :ironie:
      Die Frauen kosten uns achtzig Prozent unserer Kraft, aber ohne Sie hätten wir gar keine.


      Dieter Noll, "Kippenberg"