BDSM Utensilien aus dem 3D Drucker

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      BDSM Utensilien aus dem 3D Drucker

      Ich bin von jemandem gefragt worden, ob ich wüsste wo man Druckvorlagen für den 3D Drucker bekommen könnte oder ob man diese selbst entwickeln muss.

      Da die Drucker immer günstiger und besser werden, kann ich mir gut vorstellen, dass dies in Zukunft durchaus eine Bezugsmöglichkeit sein wird.

      Also wofür ist der Thread?

      - Wenn ihr Erfahrung habt, dann teilt diese gerne mit, es kann sich dabei auch allgemein um Erfahrung mit 3D Druckern ohne BDSM Bezug handeln
      - Falls ihr Quellen für Druckvorlagen kennt, könnt ihr dies hier auch gern mitteilen (Links bitte nicht sprechend einstellen)
      - Wer über das Thema allgemein diskutieren mag, kann dies ebenfalls gerne machen

      Ich bin gespannt auf eure Beiträge, wer weiß vielleicht müssen wir die Bastelecke in Zukunft ja noch erweitern :)
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Als ich das Eingangspost eben gelesen habe dachte ich zuerst "Oh, klasse, noch ein super Grund einen 3D Drucker anzuschaffen". Aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto weniger hat es mich dann gereizt, auf die Suche nach Druckvorlagen zu gehen.
      Ich bin eben nochmal die Liste meiner Lieblingsspielzeuge durchgegangen, vor allem auf die Materialien, aus denen sie gemacht sind. Aber so viel Kunststoff ist da nicht dabei. Holz, Leder, Stoff, Metall...
      Die Drucker an der Hochschule habe ich schon ein paar mal genutzt um Kleinkram und Ersatzteile zu basteln. Dafür sind sie ganz nett. Aber Spielzeug aus dem Material reizt mich nicht wirklich.
      Vielleicht wäre das noch was anderes mit metallverarbeitenden Druckern, aber da sind die Rohstoffe und die Drucker so teuer, dass ich mir für ein Gerät wohl ein Leben lang Spielzeug kaufen könnte ^^
      "And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of someone who wears his underpants on his head."
      -Terry Pratchett, Masquerade
      Ich habe einige Erfahrungen mit 3D Druckern. Es ist deutlich aufwändiger als man gemeinhin denkt. Zum einen dauert es ziemlich lange bis ein mittelgroßes Teil fertig ist.
      Normale Handschellen mit entsprechender Festigkeit würden so um die 10 bis 12 Stunden drucken.
      Zum anderen ist die Qualität und Ästhetik bei preiswerten Druckern (meiner war so um die 400 Euro) nicht wirklich gut. Es war viel Nachbearbeitung nötig.
      Auch ist die Stabilität nicht die Beste. Immer wieder bricht ein Druck mal nach 6 oder 7 Stunden ab und kann fast nie vernünftig zu Ende gedruckt werden.
      Also von vorne anfangen. Farben kann man auch nicht frei wählen sondern ist auf das entsprechende Filament angewiesen. Schwarz ist natürlich dabei. Grün übrigens auch :rolleyes: Auch ist es schwierig und erfordert spezielle Drucker, mehrfarbig zu drucken.
      Deshalb habe ich das Teil auch wieder verkauft. Wenn ich jetzt etwas gedruckt haben will lasse ich es über Ebay Kleinanzeigen z. B. durch einen Dienstleister erledigen. Die haben meist hochwertige Drucker und dem entsprechend auch gute Druckergebnisse.
      In vielen Städten gibt es auch sogenannte FabLab. Einfach mal danach googeln. Dort kann man an vorhandenen Geräten drucken und auch fräsen. Oft unter Anleitung eines Fachmannes. Ihr müsst dann nur erklären, das der zu druckende Anal-Plug eigentlich ein Badewanne Stöpsel ist. :D
      Dein Körper liegt vor mir im Staub. Aber mein Herz kniet vor deinem Herz. Und wir beide wissen es.
      Ich habe auch schon eine Weile einen 3D Drucker zu Hause und auch schon einige Erfahrungen gesammelt. Auch nutze ich diesen ziemlich regelmäßig um diverseste Sachen zu drucken.

      Es ist ziemlich cool wenn man nicht nur sagen kann "Wenn man jetzt irgendwas in der Art xy hätte, dann könnte man das viel besser...", sondern sich einfach nen Tag hinsetzt, ein Design erstellt (oder im Netz schon was passendes findet), und es ein paar Stündchen später in der Hand hält.

      Obwohl die Dinger mittlerweile bezahlbar sind (auch einige gute Geräte, finde ich), ist es aber einfach nicht für jedermann (oder -frau) geeignet. So braucht man auf Dauer schon einiges technisches Verständnis für den Betrieb, und damit es sich wirklich lohnt zudem ein gewisses Talent dafür, im CAD auch eigene Ideen umzusetzen. Nebst der entsprechenden Computerausstattung etc.

      Und man muss erstmal eine ganze Weile Erfahrung sammeln was geht und was eher nicht, wo welches Problem seine Ursache haben könnte, und so weiter. Mir macht sowas viel Spaß, ist halt ein schönes Bastelhobby, wo aber auch immer wieder auch nützliche Dinge bei herauskommen können.

      Ich hatte auch schon mal überlegt, ob man auch für das BDSM-Hobby irgendetwas Sinnvolles damit erzeugen könnte, habe das aber für mich bisher nicht sinnvoll zusammen gebracht. Ich bin aber sehr gespannt, ob hier im Thread nicht noch ein paar kreative Ideen zusammenkommen.

      Aufgrund der Struktur von FDM-gedruckten Gegenständen fällt aber schon mal das meiste flach, was in Hinsicht auf Hygiene relevant ist (Ablagerungen in den feinen Rillen, die beim Drucken entstehen, sind z.B. kaum zu verhindern und schwer zu reinigen). Also eher kein Spielzeug das irgendwo eingeführt wird. Von der Unbedenklichkeit der verwendeten Kunststoffe mal ganz abgesehen.

      Bleibt hauptsächlich Dekoratives, oder ggf. noch Nützliches. Ich stimme aber zu, dass selbst hier Kunststoff eher weniger das Material meiner Wahl wäre, im Allgemeinen.

      Na ja, gleich ist Wochenende, vielleicht spuckt der Denkapparat dann ja doch noch irgendetwas zum Thema passendes aus.
      Ich besitze auch so ein Gerät ;) die meisten bedenken hätte ich aufgrund der nicht praktikablen Hygiene der gedruckten Objekte, die Oberflächen sind einfach zu rau.

      Es gibt wohl einige Seiten im Netz auf denen auch unerfahrene Leute sich z.B. Dildos oder Nippelklemmen einfach zusammenklicken können. Wie aber schon meine Vorredner erklärt haben ist eine gesalzene Menge an Zeit und Aufwand erforderlich um die Drucker überhaupt erstmal zum drucken zu bewegen. Materialien gibt es einige, allerdings auch oft mit Einschränkungen was Haltbarkeit und Stabilität angeht.

      Fazit : eine nette Spielerei und durchaus für Kleinzeug zu gebrauchen, aber der Aufwand steht in keinem Verhältniss zum Nutzen.
      Adam Riese und Eva Zwerg haben mal gesagt "1+1=2" aber Onkel Einstein sagt immer "ist alles relativ"
      ich kann mich meinen Vorschreibern zum Teil anschließen.
      Ich habe Zugriff auf professionelle Drucker und 3D Scanner.
      Die Materialien sind im professionellen Bereich vorhanden, zum Teil körperverträglich,die Oberflächen befinden sich im My Bereich.
      Theoretisch geht also vieles. Praktisch geht aber das meiste nicht.
      Die Komponenten sind im Moment so teuer, das sich der Einsatz von selbst verbietet.
      Bei Kunstoffen könnte es noch funktionieren, etwas selbst zu basteln, was wahrscheinlich aber einen mehrfachen Preis eines gekauften Produkts ergibt. Werden es Metalle, wird die Auswahl in wirklich guter Qualität sehr klein und ich wüsste nicht, wer jemand an so ein Gerät überhaupt ranlässt. Vom Scannen und umsetzen in der Software ergibt sich ein weiterer,komplizierter Bereich.
      Aus meiner Sicht für den privaten Einsatz ist es zur Zeit kein Thema.
      Das Leben ist kein Ponyhof. Aber geritten wird trotzdem !
      3D Drucker
      Man muss heute kein 3D Drucker selber besitzen sondern kann seine Vorlagen hochladen und sich von Anbietern ein Angebot machen lassen. Eine Seite zum Vergleich verschiedener Anbieter;
      All3dp.com

      Druckmaterialien
      Verschiedene Anbieter bieten nicht nur Plastik sondern auch Metalldruck sowie weitere Materialien

      Druckvolagen
      Es gibt verschiedene Portale auf denen es z. T. kostenlose Druckdateien gibt, die man einer Internetdruckerei schicken kann.
      Bsp. Thingiverse oder Cults3d.com
      Und ja, es gibt auch Druckdateien für über 18 jährige 8)
      Ich möchte zum 3D-"Druck" noch das Lasersintern erwähnen. Mit einer passenden CAD-Datei lässt sich alles mögliche zusammenzimmern. Bei manchen Anbietern geht das auch komplett online, das heißt CAD-Datei hochladen, Werkstoff auswählen (z.B. verschiedene Edelstähle, Titan), dann wird der Preis kalkuliert, Plausibilität geprüft und bis zu einem bestimmten Volumen Metallstaub durch einen Laser in verschiedenen Lagen aufgeschmolzen. Oberflächenbehandlungen sind manchmal möglich, also so etwas wie schleifen/polieren, sodass die Oberfläche desinfizierbar ist.
      Ich habe es empfohlen bekommen und werde innerhalb des nächsten Jahres sicherlich erste Erfahrungen damit machen und kann dann gern berichten.