Selbstfindung, Unwohlsein, Unsicherheit - kurz: Was will ich eigentlich? Und wer und was bin ich?

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      Selbstfindung, Unwohlsein, Unsicherheit - kurz: Was will ich eigentlich? Und wer und was bin ich?

      Hallo alle zusammen,

      ich wende mich mit folgender Situation an euch:
      Mein Dom (zugleich mein Freund) und ich befinden uns seit 2 Jahren in einer Spielbeziehung. Damit fing tatsächlich auch alles an, denn er hatte mich damals an das Thema herangeführt, als ich mein Interesse geäußert hatte. Er hat bereits langjährige Erfahrung, ich hatte mich vor ihm aber kaum bis gar nicht richtig mit dem Thema beschäftigt. Ich wusste nur, dass mich manche Vorstellung aus dem Bereich erregen oder generell ansprechen.

      Nun hat er mir in diesen 2 Jahren alles gezeigt: BD, DS, SM, zudem alle möglichen Spielarten. Ich habe natürlich immer mehr darüber herausgefunden, was ich mag und was nicht, aber ich habe mich praktisch noch nie so richtig fallen lassen können in einer Session.
      Woran das liegt? Fragt mich bitte etwas Leichteres... :dash:

      Alles, was ich weiß, ist folgendes:
      - Ich bin gerade allgemein in einer Lebensphase, wo ich mir unsicher in vielen Dingen bin, nicht genau weiß, was ich in manchen Bereichen will, mich viel neu orientieren und generell einfach erwachsen werden muss. Also ein bisschen Identitätskrise ?(
      - Ich habe im Alltag sehr gerne die Kontrolle über alles und bin sehr selbstbestimmt und eigenständig und das ist mir extrem wichtig.
      - d.h. es ist für mich definitiv eine Überwindung und ungewohnt, die Kontrolle und Selbstständigkeit komplett abzugeben - aber gerade das fasziniert mich so an der submissiven Seite und spricht mich an
      - wenn ich mich im richtigen Mindset befinde (was manchmal nicht der Fall ist, da ich sehr empfindlich auf Kritik oder Disharmonie reagiere), stehe ich auf leichte bis starke Schmerzen
      - ich stehe definitiv und zu 100% auf Bondage und darauf, in einen hilf- und machtlosen Zustand versetzt zu werden
      - ich stehe auf ältere, starke, kraftvolle, dominante und selbstsüchtige, mich benutzende Typen (im sexuellen Sinne)
      - Ich liebe alle möglichen Rollenspiele, besonders Pet Play, wenn ich das Pet bin ;)
      - Ich liebe es, meiner Sinne bzw. Körperfunktionen beraubt zu werden
      - Ich habe Rape Fantasien
      - Ich finde es toll, wenn sich jemand um mich kümmert, für mich sorgt, mich beschützt und mich süß findet
      - ich liebe es, meinen Master glücklich zu machen und das dann zu sehen und bin stolz wenn ich belohnt werde
      - ich liebe das Gefühl, jemandem zu gehören und das diese Person mit mir machen darf, was sie will
      - ich bin (wie im Alltag auch) eine sehr provokante, freche und verspielte Sub, ich fordere Situationen heraus, bin aber mit den Konsequenzen (z.B. Bestrafungen) dann oft überfordert

      Und die negativen Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe waren:
      - Ich konnte mich nicht fallen lassen, die Kontrolle nicht ganz abgeben und nicht aufhören nachzudenken
      - dadurch habe ich oft unbewusst angefangen eine Rolle zu spielen, anstatt einfach eine Sub bzw. ich selbst zu sein
      - ich habe mich oft persönlich angegriffen und verletzt gefühlt, sei es durch Spielchen des Dom, Bestrafungen oder tw. Erniedrigungen
      - ich habe oft eher an die Aftercare danach gedacht und mich darauf gefreut, anstatt im Moment zu sein und ihn zu fühlen
      - ich kann extrem schlecht bis gar nicht spontan im Alltag in mein Sub Mindset kommen, ich muss immer erst langsam hingeführt werden
      - ich unterwerfe mich meistens eher ungern von selbst, werde lieber dazu gebracht oder gezwungen (Richtung "brat")
      - manchmal bin ich genervt von dem Verhalten meines Doms, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe
      - ich komme mir manchmal dämlich vor, meinen Dom in jedem Satz mit Master anzureden

      So, nach dieser ganz kurzen Liste :ironie: habt ihr hoffentlich eine ganz gute Vorstellung der aktuellen Umstände bekommen.

      Mein Dom wusste nicht mehr, wie er mir noch helfen soll, da er alles Mögliche versucht hat, damit ich mich richtig wohlfühle und fallen lassen kann. Daher hat er jetzt beschlossen, eine Pause unserer Spielbeziehung einzulegen.
      Er meint, dass es mir vielleicht einfach fehlt, dass ich mich mal nur für mich damit auseinander setze, statt immer nur mit ihm oder für ihn oder durch ihn.

      Daher kommt jetzt meine Frage:
      Habt ihr irgendwelche Tipps, die einem helfen könne, sich selbst in dem Bereich zu finden? Herauszufinden, was man genau will?
      Habt ihr vielleicht auch so eine ähnliche Situation durchgemacht, gerade am Anfang und könnt mir dafür Tipps und eure Erfahrungen weitergeben?

      Ich freue mich über alle Infos, die ich kriegen kann und bedanke mich schon mal jetzt ganz herzlich!

      Liebe Grüße,
      Rose <3
      Logik bringt dich von a nach b. Fantasie bringt dich überall hin.
      Du hast doch schon ganz schön viel herausgefunden, was du magst und was nicht so gut geht @'Ro'sRose'

      Das ist ein guter Anfang.
      Es steht nirgendwo geschrieben, wie Sub nun zu 100% zu sein hat. Du findest es dämlich, deinen Dom in jedem Satz mit Master anzusprechen. Dann ist das so. Ich denke, es gibt bestimmt sehr viele Subs, die so eine Anrede nicht über die Lippen bringen. Ich bin auch nicht so der Typ für diese förmlichen Anreden. Und mein Mann/Herr auch nicht. Keine Ahnung, wie es wäre, wenn er darauf bestünde.

      Ich denke, ein Punkt wäre wichtig. Versuche herauszufinden, in welchen Situationen du abschalten und abgeben kannst und in welchen nicht. Was ist förderlich, was hindert dich? Mir geht es nämlich auch oft so, dass ich nicht abschalten und mich fallen lassen kann. Ich während einer Session noch reflektiere, was ich gerade tue bzw. tuen lasse. Mich hindert oft, dass ich vom Kopf her nicht frei bin.
      Wenn ich an einem Abend genug Zeit und Ruhe finde, zu mir zu kommen (und nicht alle paar Minuten die Kids im Wohnzimmer stehen), kann ich eher abschalten. Auch Musik (rein instrumental) hilft. Meine Maske zur Sinnesreduktion hilft. Aber das mussten wir erst herausfinden.

      Und nicht alles, was im Bereich BDSM möglich ist, muss einem gefallen. Und etwas, was dir heute gefällt, kann morgen unpassend sein und zu einem anderen Zeitpunkt wieder toll.
      Ich empfinde es als permanente Reise zu neuen Orten, immer wieder entdecke ich Neues oder Altes neu... und es ist und bleibt spannend. Manchmal auch irritierend oder frustrierend. Aber letztendlich immer erfahrungsbringend.
      "Erfahrung ist das, was man hat, kurz nachdem man es gebraucht hätte."
      Vielen Dank für deine Antwort, es hilft mir sehr, das zu hören. Mein Dom hat leider die Eigenschaft, sehr pauschal zu werden. Und wenn dann ein Satz wie "Vielleicht bist du einfach keine Sub, sondern stehst nur auf kinky sex" fällt, dann verletzt mich das richtig, weil ich das Gefühl habe, etwas falsch zu machen oder nicht gut genug zu sein.
      Ich habe das Gefühl, dass er nicht damit umgehen kann, dass die meisten unserer Session damit enden, dass ich mental völlig fertig bin oder heule oder sonstiges. Dabei muss das ja gar nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein, weil ich mich dabei gar nicht immer auch schlecht fühle. Aber das scheint er nicht zu verstehen.. und ja, ich habe ihm das bereits gesagt, aber ich denke, er glaubt es mir nicht so richtig.
      Logik bringt dich von a nach b. Fantasie bringt dich überall hin.

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      Bevor ich 2017 meine Neigung erkannt und akzeptiert habe, hatte mich das Thema BDSM immer wieder angetickt.
      Ich informierte mich im Internet und tauschte mich in einem anderen Forum mit mehreren Doms aus, stellte Fragen, verdrängte das Ganze wieder.
      Irgendwie brachte ich das immer nur mit Schlägen, Quälen und Beherrschen in Verbindung.

      Mit drei meiner Dates probierte ich ansatzweise einige Elemente aus.
      Nachdem mein letzes Date gemeint hatte, in seinen Augen wär ich keine Sub, sondern jemand, der lediglich rough play mag,
      weil ich auf ihn wirke, als ob ich es zwar gern ein wenig härter mag, aber eben nur so, wie ich will, war BDSM für mich erledigt......dachte ich.

      Dann lernte ich meinen ersten und bisher einzigen Herrn kennen und ich wurde seine Sub, es war einfach personenbezogen.
      Er führte mich in die bunte Welt des BDSM ein und prägte mich.
      Alle seine vorherigen Subs waren anders als ich, nicht nur, weil ich ein Frischling war, auch in ihren Vorlieben und Reaktionen.
      Er hat sich, genau wie auf jede der anderen zuvor, auf MICH eingestellt und wir haben uns gemeinsam weiterentwickelt.
      Im Moment bin ich zwar niemandes Sub, aber devot bleibe ich dennoch. Das lässt sich jetzt nicht mehr abstreiten.
      Wenn ich die Gelegenheit gehabt hätte, hätte ich das gern diesem letzten Date unter die Nase gerieben :D

      Vielleicht ist es bei dir ähnlich und ihr beide seid einfach nicht kompatibel?
      Auch wenn es widersprüchlich klingt:
      Ihr Ego muss stark genug sein, um seine begrenzte, defensive Haltung und Kontrolle aufgeben zu können.
      Sie brauchen ein starkes Ego, um das Ego transzendieren zu können.

      - John Bradshaw, Das Kind in uns -
      Danke für deine Antwort. Tja, es stimmt natürlich, dass man miteinander harmonieren muss. Und ich weiß definitiv, dass einige unserer Vorlieben und Spielarten nicht kompatibel sind. Trotzdem stimmen die meisten unserer Vorstellungen überein und wir hatten ja auch "erfolgreiche" Sessions, die uns beide erfüllt haben. Ich finde außerdem ihn als Dom extrem attraktiv daher würde ich auf keinen Fall sagen, dass wir allgemein unkompatibel sind.

      Aber vielleicht können wir einzelne Aspekte des jeweils anderen nicht nachvollziehen oder verstehen und betrachten sie deshalb als falsch oder gefährlich o.Ä.

      Es gibt mit Sicherheit Doms, die besser zu mir passen würden und umgekehrt genauso. Aber wir sind ein monogames Paar und wollen es gerne miteinander ausleben. Deshalb will ich konkreter herausfinden, wer ich als Sub bin, damit wir eine gemeinsame Spielart entwickeln können.
      Logik bringt dich von a nach b. Fantasie bringt dich überall hin.

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      Ro schrieb:

      Mein Dom hat leider die Eigenschaft, sehr pauschal zu werden. Und wenn dann ein Satz wie "Vielleicht bist du einfach keine Sub, sondern stehst nur auf kinky sex" fällt, dann verletzt mich das richtig, weil ich das Gefühl habe, etwas falsch zu machen oder nicht gut genug zu sein.
      Es kann natürlich sein, dass ihr, so wie @Isegrim_w_devot bereits schrieb, nicht wirklich kompatibel seid. Und auch das ist okay so. Damit dann umzugehen, da gibt es ganz verschiedene Wege, je nachdem wie wichtig ihr euch auch unabhängig von BDSM seid.


      Ro schrieb:

      Ich habe das Gefühl, dass er nicht damit umgehen kann, dass die meisten unserer Session damit enden, dass ich mental völlig fertig bin oder heule oder sonstiges. Dabei muss das ja gar nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein, weil ich mich dabei gar nicht immer auch schlecht fühle. Aber das scheint er nicht zu verstehen.. und ja, ich habe ihm das bereits gesagt, aber ich denke, er glaubt es mir nicht so richtig.
      Das ist schade, dass es dir das nicht glaubt. Auch er sollte dir vertrauen, dass du ehrlich mit deinen Gefühlen und zu ihm bist. Ohne diese Ehrlichkeit und dem beidseitigen Vertrauen geht es im BDSM meiner Meinung nach nicht. Und dass Sub nach einer Session völlig fertig ist, mental oder wie auch immer, ist gar nicht so ungewöhnlich. Meinen Mann hat es auch irritiert, als er mich erstmals in einen Zustand katapultiert hatte, in dem ich nicht mehr in der Lage war, mich irgendwie zu äußern, sondern einfach mehr oder weniger in mich zusammengesackt bin, nachdem er die Fixierung gelöst hatte. Wir haben im Rahmen der "Session-Aufarbeitung" auch darüber gesprochen, wie es mir in dem Moment ging... nämlich einfach nur gut. Was sich von außen betrachtet wohl leider nicht feststellen ließ. Deshalb ist reden wichtig.
      "Erfahrung ist das, was man hat, kurz nachdem man es gebraucht hätte."
      Liebe @Ro‘sRose

      in Ermangelung von Zeit gerade nur ein erster kurzer Gedanke, der mir beim Lesen aufgestoßen ist

      Ro'sRose schrieb:



      Und die negativen Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe waren:
      - Ich konnte mich nicht fallen lassen, die Kontrolle nicht ganz abgeben und nicht aufhören nachzudenken
      - dadurch habe ich oft unbewusst angefangen eine Rolle zu spielen, anstatt einfach eine Sub bzw. ich selbst zu sein
      - ich habe mich oft persönlich angegriffen und verletzt gefühlt, sei es durch Spielchen des Dom, Bestrafungen oder tw. Erniedrigungen
      - ich habe oft eher an die Aftercare danach gedacht und mich darauf gefreut, anstatt im Moment zu sein und ihn zu fühlen
      - ich kann extrem schlecht bis gar nicht spontan im Alltag in mein Sub Mindset kommen, ich muss immer erst langsam hingeführt werden
      - ich unterwerfe mich meistens eher ungern von selbst, werde lieber dazu gebracht oder gezwungen (Richtung "brat")
      - manchmal bin ich genervt von dem Verhalten meines Doms, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe
      - ich komme mir manchmal dämlich vor, meinen Dom in jedem Satz mit Master anzureden
      Du schreibst von negativen Erfahrungen. Nichts von dem empfinde ich als Negativ. Ich habe eher den Eindruck, dass Dir diese Erfahrungen Deine Grenzen aufzeigen. Sollte dies so sein, wäre dies sehr positiv und Du kannst Deine Schlüsse daraus ziehen.

      Liebe Grüße
      Je größer der Dachschaden, umso besser sieht man die Sterne
      @Ro'sRose wenn ich deinen EP lese fällt mir auf, dass du ziemlich genau beschreiben kannst, was du magst und was nicht.
      Du magst diverse Rollenspiele, du magst Dominanz im "Schlafzimmer". Schwer zu fallen scheint dir der Alltag.
      Die Frage die ich interessant fände warum willst du das ändern?
      Für deinen Dom?
      Vielleicht ist das eine Form der Devotion die gar nicht in dir verankert ist.

      Ro'sRose schrieb:

      Woran das liegt? Fragt mich bitte etwas Leichteres...
      Genau das wäre aber gut der Sache auf den Grund zu gehen. Damit Du auch deinen Genuss daran voll entfalten kannst. Ohne an der Stelle zu sehr vorpreschen zu wollen gibt es
      da oft das Problem des zu vielen denkens ;) .


      Ro'sRose schrieb:

      - Ich bin gerade allgemein in einer Lebensphase, wo ich mir unsicher in vielen Dingen bin, nicht genau weiß, was ich in manchen Bereichen will, mich viel neu orientieren und generell einfach erwachsen werden muss. Also ein bisschen Identitätskrise
      Die Fragen der Bewältigung : Wo siehst Du dich in XX Jahren ? Das definiert ein gewünschtes Ziel und meist auch schon was es vielleicht braucht dieses zu erlangen. Sprich kurze , mittelfristige und Langzeitziele zu definieren.


      Ro'sRose schrieb:

      - Ich habe im Alltag sehr gerne die Kontrolle über alles und bin sehr selbstbestimmt und eigenständig und das ist mir extrem wichtig.
      - d.h. es ist für mich definitiv eine Überwindung und ungewohnt, die Kontrolle und Selbstständigkeit komplett abzugeben - aber gerade das fasziniert mich so an der submissiven Seite und spricht mich an
      - wenn ich mich im richtigen Mindset befinde (was manchmal nicht der Fall ist, da ich sehr empfindlich auf Kritik oder Disharmonie reagiere), stehe ich auf leichte bis starke Schmerzen
      - ich stehe definitiv und zu 100% auf Bondage und darauf, in einen hilf- und machtlosen Zustand versetzt zu werden
      - ich stehe auf ältere, starke, kraftvolle, dominante und selbstsüchtige, mich benutzende Typen (im sexuellen Sinne)
      - Ich liebe alle möglichen Rollenspiele, besonders Pet Play, wenn ich das Pet bin
      - Ich liebe es, meiner Sinne bzw. Körperfunktionen beraubt zu werden
      - Ich habe Rape Fantasien
      - Ich finde es toll, wenn sich jemand um mich kümmert, für mich sorgt, mich beschützt und mich süß findet
      - ich liebe es, meinen Master glücklich zu machen und das dann zu sehen und bin stolz wenn ich belohnt werde
      - ich liebe das Gefühl, jemandem zu gehören und das diese Person mit mir machen darf, was sie will
      Alles was Dich antreibt ist letztlich auch praktisch um ins Mindset zu kommen. Recht hilfreich sogar da es bestimmte Gefühle auslöst.
      Manche Glauben Sie müssten dies auf Knopfdruck können. Dies ist aber ein Prozess und gelingt nicht immer bei jeder Person. Ob Einstiegsrituale oder
      Protokolle gekürzt werden können muss die Zeit zeigen. Suggestion .wikipedia.org/wiki/Suggestion
      kann (muss aber nicht) dabei Hilfreich sein so ein Ziel zu erreichen.


      Ro'sRose schrieb:

      - ich bin (wie im Alltag auch) eine sehr provokante, freche und verspielte Sub, ich fordere Situationen heraus, bin aber mit den Konsequenzen (z.B. Bestrafungen) dann oft überfordert
      Wenn eine Bestrafung Dich überfordert, ist die Bestrafung schlichtweg schlecht gewählt. Individuelle Bestrafungen sollten für den passiven Part auch durchführbar sein.
      Dabei aber bedenken das eine Strafe eine Strafe ist, und eben nicht das Ziel hat zu gefallen. Zudem haben Strafen auch noch einen Erzieherischen Charakter, nämlich den
      für seine eigenen Handlungen gerade zu stehen.


      Ro'sRose schrieb:

      - Ich konnte mich nicht fallen lassen, die Kontrolle nicht ganz abgeben und nicht aufhören nachzudenken
      - dadurch habe ich oft unbewusst angefangen eine Rolle zu spielen, anstatt einfach eine Sub bzw. ich selbst zu sein
      Als hätte ich es oben schon gewusst :D . Bis man es schafft einfach nicht nachzudenken kann es helfen sich auf das jeweilige
      -gerade jetzt Geistig zu konzentrieren. Eben so z.B. nicht an den nächsten Einkauf zu denken.
      Manchmal hilft auch Augenschließen und der Fantasie wie in Träumen freien lauf zu lassen.


      Ro'sRose schrieb:

      - ich habe oft eher an die Aftercare danach gedacht und mich darauf gefreut, anstatt im Moment zu sein und ihn zu fühlen
      Wie oben schon Erwähnt mag dies daran liegen das der Aftercare dir besonders gefällt. Auch hier kann es helfen den Focus auf die anderen Dinge die gefallen zu lenken.
      Strafen sind hier jedoch ausgenommen.


      Ro'sRose schrieb:

      - ich kann extrem schlecht bis gar nicht spontan im Alltag in mein Sub Mindset kommen, ich muss immer erst langsam hingeführt werden
      - ich unterwerfe mich meistens eher ungern von selbst, werde lieber dazu gebracht oder gezwungen (Richtung "brat")
      Ersteres habe ich oben schon recht ausführlich aufgeführt. Zweitens kann es Hilfreich sein mal Google zu bemühen da die Problematik bekannt ist bei Brat und DS.
      Näheres muss dazu glaube ich auch nicht gesagt werden außer das da einige Englisch Sprachige hilfreiche Erkenntnisse zu finden sind.


      Ro'sRose schrieb:

      - manchmal bin ich genervt von dem Verhalten meines Doms, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe
      - ich komme mir manchmal dämlich vor, meinen Dom in jedem Satz mit Master anzureden
      Vorstellung und Realität sind 2 verschiedene Dinge. Wenn immer alles so wäre wie man sich das vorstellt hätte das Leben ja keine Hürden mehr. ;)
      Letzteres solltest Du Dich Fragen warum Du dies machst ? Das hat ja einen Grund. Und der Grund ist sicherlich alles andere als dämlich ;) .


      Ro'sRose schrieb:

      Habt ihr vielleicht auch so eine ähnliche Situation durchgemacht, gerade am Anfang und könnt mir dafür Tipps und eure Erfahrungen weitergeben?
      Klar kann ich. Mir hat geholfen mir selbst die richtigen Fragen zu stellen um zu wissen was will ich. Auch das ausprobieren war ein Teil davon. Manchmal
      mit der Erkenntnis okay das ist doch nicht so mein Fall. Oftmals aber auch neue Begeisterungen für etwas zu entdecken.

      PS: Es gibt viele Wege die nach Rom oder zu sich selbst führen. Ich habe Dir oben nur einige aufgezeigt. Welchen Weg Du bestreitest ist letztlich dein eigenes ermessen.
      Ich gebe aber auch Dir gerne mit auf den Weg was ich selbst schon mal zu einer Sub sagte: (Die Lehre des Glases von Bruce Lee:)

      Nachdem der Schüler damit fertig war, sein bisheriges Können zu demonstrieren, bat Brue Lee ihn an einen Tische, auf dem sich zwei volle Gläser befanden.
      In dem einen Glas, befand sich einfach nur klares Wasser. Das andere hingegen, war gefüllt mit dunkler, undurchsichtiger Cola.
      Bruce hob zunächst das Glas mit der Cola und sagte folgendes zum Schüler: „Das, das ist dein Wissen. Das ist das, was du bisher in deinem Leben gelernt und gesammelt hast. Das ist das, was du für die Wahrheit hältst.“
      Dann hob er das Glas mit reinem Wasser und sagte: „Das, das hingegen ist mein Wissen. Das ist das, was du von mir möchtest. Das IST die Wahrheit!“


      Weiter sagte er: „Ich kann dir solange nichts von meinem Wissen geben, solange du an deinem festhälst. Solange, wie du an dem festhältst, von dem du glaubst, dass es die Wahrheit ist, solange ist kein Platz für mein Wissen – für die echte Wahrheit. Nur wenn du bereit bist dein Gefäß zu leeren und Platz zu schaffen, nur dann kann ich dir etwas von meinem Wissen geben!“

      In diesem Sinne frohes weiterforschen zu deinem Ich.
      Ich hörte Sie sagen, die Macht ist mit dir !

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MatKon () aus folgendem Grund: Link entfernt. Bitte Whitelist beachten! Zu finden in FAQ

      Ro schrieb:

      Alles, was ich weiß, ist folgendes:

      Ro schrieb:

      Und die negativen Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe waren:

      Ro schrieb:

      So, nach dieser ganz kurzen Liste
      also ich finde das ist eine große Menge an sehr reflektierten Aussagen...... :blumen: :!:

      Du bist auf dem Weg....und da gibt es viele Gabelungen......es ist ja nicht so, daß man jeden Weg bis zum Ende gehen muss.
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.
      Also erst einmal, auch wenn Du das wahrscheinlich nicht hören möchtest, bist Du noch sehr jung.
      Setz Dich deshalb nicht zu sehr unter Druck bzw. lass Dich nicht zu sehr unter Druck setzen.

      Ro'sRose schrieb:

      Mein Dom hat leider die Eigenschaft, sehr pauschal zu werden. Und wenn dann ein Satz wie "Vielleicht bist du einfach keine Sub, sondern stehst nur auf kinky sex" fällt, dann verletzt mich das richtig, weil ich das Gefühl habe, etwas falsch zu machen oder nicht gut genug zu sein.
      Für mich ist genau dieser Satz das Problem: Du bist Dir selbst nicht sicher, ob Du eine Sub bist, weil Dein Dom das ab und an behauptest, wenn Du nicht so "funktionierst", wie er (und Du) es möchte.
      Dann machst Du das zB daran fest, daß Du es manchmal lächerlich findest, ihn "Master" zu nennen.
      Das mag halt nicht jeder.
      Es gibt aber nicht DIE Sub.
      Und von Dom-Seite dann zu sagen, man sei wohl keine Sub, ist ein echtes Totschlagargument.
      Was ist denn seine Auffassung von einer Sub?
      Und was ist Deine?
      Habt Ihr darüber mal geredet?
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud

      Beitrag von Ro'sRose ()

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      Feuerpferd schrieb:

      Also erst einmal, auch wenn Du das wahrscheinlich nicht hören möchtest, bist Du noch sehr jung.
      Setz Dich deshalb nicht zu sehr unter Druck bzw. lass Dich nicht zu sehr unter Druck setzen.

      Ro'sRose schrieb:

      Mein Dom hat leider die Eigenschaft, sehr pauschal zu werden. Und wenn dann ein Satz wie "Vielleicht bist du einfach keine Sub, sondern stehst nur auf kinky sex" fällt, dann verletzt mich das richtig, weil ich das Gefühl habe, etwas falsch zu machen oder nicht gut genug zu sein.
      Für mich ist genau dieser Satz das Problem: Du bist Dir selbst nicht sicher, ob Du eine Sub bist, weil Dein Dom das ab und an behauptest, wenn Du nicht so "funktionierst", wie er (und Du) es möchte.Dann machst Du das zB daran fest, daß Du es manchmal lächerlich findest, ihn "Master" zu nennen.
      Das mag halt nicht jeder.
      Es gibt aber nicht DIE Sub.
      Und von Dom-Seite dann zu sagen, man sei wohl keine Sub, ist ein echtes Totschlagargument.
      Was ist denn seine Auffassung von einer Sub?
      Und was ist Deine?
      Habt Ihr darüber mal geredet?

      Alles gut, ich weiß selber, dass ich noch jung bin :)

      Also für meinen Dom ist man eine Sub, wenn man sich gerne und ohne Zögern von selbst in die Unterwürfigkeit begibt. Z.b. dann auch nicht abblockt, wenn im Alltag spontane DS Momente entstehen. Außerdem ist für ihn eine Sub jmd, der gerne dient, im Grunde genommen relativ egoistisch ist, und zudem nicht so provokant und Widerworte gebend wie ich ist.
      Manche dieser Eigenschaften treffen nicht auf mich als Sub zu, deshalb zweifelt er daran. Allerdings muss man auch sagen, dass er selbst erst eine Sub vor mir hatte, von der er auch alles gelernt hat. Vielleicht ist also das Bild von ihr auch so in ihm verankert, dass er davon ausgeht, dass eine Sub genau diese Eigenschaften besitzen muss.

      Für mich ist eine Sub eine Person, die sich gerne beherrschen lässt und für die es eine Erleichterung darstellt, die Kontrolle abzugeben. Die Schmerzen als befreiend empfindet und es liebt, die Macht und Kraft von einem Dom zu spüren.
      Und das trifft bei mir auf jeden Fall alles zu. Allerdings habe ich als einzige Beispiele halt auch nur mich und die Erfahrungen meines Doms...

      Und ja, wir haben über all das schon geredet, das ist auch nicht das Problem.
      Logik bringt dich von a nach b. Fantasie bringt dich überall hin.
      @Ro'sRose es gibt keine Regeln, wie ein Dom oder eine sub zu sein hat und hinzu kommt, das jeder Mensch individuell ist.

      Ich rede meinen Partner auch nicht mit einem Titel an, sondern nur mit seinem Vor oder "Spitz"namen. Alles andere fühlt sich für mich einfach gespielt an und ich glaube auch für ihn.
      Unsere Namen haben sich im Laufe der Zeit entwickelt, als sich heraus kristallisiert hat, das Anteile eines Littles in mir schlummern.

      Du beschreibst da, eine ziemlich verallgemeinerte Version einer sub, vielleicht liegt da ja das Problem?
      Das du denkst, du solltest so sein.

      Verstehen könnte ich das, mir ging es ja selbst einige Jahre so, ich durfte mir sogar schon von Männern anhören, das sie nicht glauben, das ich dauerhaft sub sein könne.
      Komischer Weise führe ich seit fast 3 Jahren eine Beziehung mit einem dominanten Mann. :D

      Versuch heraus zu kriegen was du möchtest.
      Meiner Meinung nach hat deine Problematik auch nichts mit dem Alter zu tun, ich bin *hust* 25 ok 40 und kenne einiges von den Fragen/Problemen die du bisher aufgezählt hast.
      Ich musste mir erst mal klar werden wer ich bin und was ich will, das ist gar nicht so einfach und dann auch noch den passenden Gegenpart finden.

      Im Alltag bin ich zum Beispiel extrem dominant, egal ob privat oder beruflich.
      Ich kann nicht nicht dominant sein, auch wenn sich das jetzt vielleicht komisch liest.
      Mein Partner und ich sind regelmäßig am kabbeln, sowohl verbal als auch körperlich.
      Das läuft zu 99 % sehr spielerisch ab, mit viel Lachen und auspowern, wenn er dann gezeigt hat wer der Chef ist, dann kommt meistens meine kleine/ weiche (Little) Seite durch und ich fühle diese innere Ruhe und Zufriedenheit, bin plötzlich lieb und anschmiegsam.

      Ich musste gerade schmunzeln, als ich gelesen habe das du mit Strafen überfordert bist.
      (Ernst gemeinte) Strafen gehen bei mir zB. gar nicht, da werd ich zur Hexe, das mag nicht nur er nicht, ich mag mich so auch selber nicht.
      Verspielte gehen immer und gefallen uns beiden.

      Vielleicht (ist mir beim schreiben und lesen aufgefallen) ist euch bzw ihm einfach nur die Leichtigkeit abhanden gekommen?
      Durch zu viel Input, wie was zu sein haben soll?
      Um so weniger ich drüber nachgedacht habe das ich (theoretisch) seine sub bin, um so harmonischer ist unsere Beziehung geworden.
      Und jetzt kommt mein Lieblingssatz... :D
      In erster Linie sind wir Menschen mit Gefühlen ect. und dann erst sub oder Dom, das sollte man immer im Auge behalten.

      Ich hoffe ich habe jetzt nicht noch mehr Fragezeichen verursacht. ^^

      Liebe Grüße Again
      Ich bin nich frech nur verbal überlegen! :D

      Ro'sRose schrieb:

      Also für meinen Dom ist man eine Sub, wenn man sich gerne und ohne Zögern von selbst in die Unterwürfigkeit begibt. Z.b. dann auch nicht abblockt, wenn im Alltag spontane DS Momente entstehen. Außerdem ist für ihn eine Sub jmd, der gerne dient, im Grunde genommen relativ egoistisch ist, und zudem nicht so provokant und Widerworte gebend wie ich ist.
      Ja, das kann alles eine Sub sein, muss es aber nicht.
      Für mich wäre das eher die Beschreibung in Richtung einer Sklavin (die iü für mich auch eine Sub ist, aber eben nur eine von ganz verschiedenen).
      Gerade kein Abblocken bei im Alltag spontanen DS-Momenten spricht zudem für 24/7, also daß das Machtgefälle die ganze Zeit besteht.
      Aber es gibt natürlich auch Subs OHNE 24/7.
      Dein Dom sollte sich mMn vielleicht ein wenig einlesen und kann dann möglicherweise erkennen, daß es auch andere Subformen als seine gibt. Das bedeutet nicht, daß er alle mögen muss. Jeder Dom präferiert normalerweise bestimmte Arten von Sub. Deswegen ist es oft schwer, die für sich kompatible Sub zu finden.
      Nur bist Du auch Sub, wenn Du seiner Idealform nicht entsprichst. Hauptsache ist, daß Du Dich selbst so siehst, also als submissiv empfindest.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud

      Ro'sRose schrieb:

      Vielen Dank für deine Antwort, es hilft mir sehr, das zu hören. Mein Dom hat leider die Eigenschaft, sehr pauschal zu werden. Und wenn dann ein Satz wie "Vielleicht bist du einfach keine Sub, sondern stehst nur auf kinky sex" fällt, dann verletzt mich das richtig, weil ich das Gefühl habe, etwas falsch zu machen oder nicht gut genug zu sein.
      Ich habe das Gefühl, dass er nicht damit umgehen kann, dass die meisten unserer Session damit enden, dass ich mental völlig fertig bin oder heule oder sonstiges. Dabei muss das ja gar nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein, weil ich mich dabei gar nicht immer auch schlecht fühle. Aber das scheint er nicht zu verstehen.. und ja, ich habe ihm das bereits gesagt, aber ich denke, er glaubt es mir nicht so richtig.
      Ein typisches Merkmal von Männern ist, wenn sie nicht mehr weiter wissen, ganz einfach die Frauen für ihr eigenes Unvermögen verantwortlich zu machen. Das war schon immer so und wird leider auch so bleiben.
      Hast Du Dir mal Gedanken darüber gemacht, dass nicht vielleicht Du das "Problem" bist sondern evtl. vielleicht er?

      Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Sub sich ihren Dom aussucht und nicht umgekehrt. Ein Zeichen, dass dies der Fall (also er nicht der richtige Dom für Dich ) sein könnte ist, dass Du sagst, dass Du Dich nicht fallen lassen kannst. D.h. Dein innerstes Bauchgefühl vertraut ihm nicht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von plugnplay ()

      plugnplay schrieb:

      Ein typisches Merkmal von Männern ist, wenn sie nicht mehr weiter wissen, ganz einfach die Frauen für ihr eigenes Unvermögen verantwortlich zu machen. Das war schon immer so und wird leider auch so bleiben.
      Da sage jetzt mal ganz frech aha und wie kommst Du auf diese Sippenhaft? Ich würde sagen auch die Verantwortlichkeit auf den Partner zu schieben bei eigenem Unvermögen ist geschlechtsneutral.

      plugnplay schrieb:

      Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Sub sich ihren Dom aussucht und nicht umgekehrt. Ein Zeichen, dass dies der Fall (also er nicht der richtige Dom für Dich ) sein könnte ist, dass Du sagst, dass Du Dich nicht fallen lassen kannst. D.h. Dein innerstes Bauchgefühl vertraut ihm nicht.
      Nochmal aha, ich persönlich bin der Meinung, dass man sich gegenseitig einander zuwendet (aussuchen tue ich Blumen auf dem Markt) und ein Nichtfallenlassenkönnen kann so viel mehr Ursachen haben als die von Dir genannte.

      "The fool doth think he is wise, but the wise man knows himself to be a fool.“

      William Shakespeare

      Hera schrieb:

      plugnplay schrieb:

      Da sage jetzt mal ganz frech aha und wie kommst Du auf diese Sippenhaft? Ich würde sagen auch die Verantwortlichkeit auf den Partner zu schieben bei eigenem Unvermögen ist geschlechtsneutral.
      Weil leider wenn Gewalt (Ehrenmorde, Vergewaltigung, Missbrauch ezc, ) im Spiel ist, Männer (es gibt mehr männliche Täter) stets die Verantwortung auf (meistens) das weibliche Opfer schieben. Ist ja auch einfacher.

      plugnplay schrieb:

      Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Sub sich ihren Dom aussucht und nicht umgekehrt. Ein Zeichen, dass dies der Fall (also er nicht der richtige Dom für Dich ) sein könnte ist, dass Du sagst, dass Du Dich nicht fallen lassen kannst. D.h. Dein innerstes Bauchgefühl vertraut ihm nicht.
      Nochmal aha, ich persönlich bin der Meinung, dass man sich gegenseitig einander zuwendet (aussuchen tue ich Blumen auf dem Markt) und ein Nichtfallenlassenkönnen kann so viel mehr Ursachen haben als die von Dir genannte.

      Weil Fallenlassen meistens mit Vertrauen zu tun hat. Das ist meine Meinung. Den Kopf abschalten kann man meistens nur, wenn sozusagen in einer "sicheren" Situation ist,

      Vielleicht habe ich das falsche Wort benutzt. Statt aussuchen, sollte ich besser das Wort entscheiden benutzen.

      Ro'sRose schrieb:

      Also für meinen Dom ist man eine Sub, wenn man sich gerne und ohne Zögern von selbst in die Unterwürfigkeit begibt. Z.b. dann auch nicht abblockt, wenn im Alltag spontane DS Momente entstehen. Außerdem ist für ihn eine Sub jmd, der gerne dient, im Grunde genommen relativ egoistisch ist, und zudem nicht so provokant und Widerworte gebend wie ich ist.
      Manche dieser Eigenschaften treffen nicht auf mich als Sub zu, deshalb zweifelt er daran. Allerdings muss man auch sagen, dass er selbst erst eine Sub vor mir hatte, von der er auch alles gelernt hat. Vielleicht ist also das Bild von ihr auch so in ihm verankert, dass er davon ausgeht, dass eine Sub genau diese Eigenschaften besitzen muss.

      Für mich ist eine Sub eine Person, die sich gerne beherrschen lässt und für die es eine Erleichterung darstellt, die Kontrolle abzugeben. Die Schmerzen als befreiend empfindet und es liebt, die Macht und Kraft von einem Dom zu spüren.
      Und das trifft bei mir auf jeden Fall alles zu. Allerdings habe ich als einzige Beispiele halt auch nur mich und die Erfahrungen meines Doms...

      Und ja, wir haben über all das schon geredet, das ist auch nicht das Problem.
      Aha ! Euch ist aber durchaus bewusst das es im BDSM verschiedenste Rollenverteilungen gibt ?
      @Gentledom Wäre vielleicht auch was für den Bereich Lexikon

      Positionen
      1.Sub /Bottom (passiv)
      2.Switch /Switch
      3.Dom /Top (aktiv)
      Wieso reicht nicht einfach Sub und Dom? Viele Rollen unterscheiden sich in Ihrer Ausübung.
      Was dann mitunter zu Mißverständnissen führen kann.

      Kategorie / Art
      1. (von der Position)
      - Pet / Primal Prey Menschen die es lieben Ihre tierischen Instinkte auszuleben
      - Devot Menschen die es mögen die Kontrolle abzugeben
      - Rope Bunny Menschen die es lieben Fixiert bzw. gefesselt zu werden
      - Little Menschen die es mögen in Kinderrollen aufzugehen
      - Masochist Menschen die Lust aus Schmerz ziehen
      - Brat / zu Deutsch Göre Menschen die gerne frech sind
      - Sklave Menschen die gerne Komplett Kontrolle abgeben

      3.(Von der Position)

      - Tierhalter, Herrchen etc. / Primal Hunter Gegenstück zum Pet
      - Dominante Person Gegenstück zu Devot
      - Rigger Gegenstück zu Rope Bunny
      - Degrader / Erniedriger weiterer spezieller Teil von D/S
      - Daddy / Momy Gegenstück zu Little gesamt auch oft DDGL bezeichnet
      - Sadist Gegenstück Masochist
      - Brat Tramer / Erzieher Gegenstück Brat
      - Herr / Herrin fordernde dominante Menschen (Teil von Dominant)

      2. (von position)
      Menschen die sowohl passiv als auch in aktive Rollen schlüpfen.

      Es gibt noch mehr verschiedene Arten. Aber das dürfte erstmal zur Erläuterung langen.
      Eine Sub kann also verschiedenste Arten inne haben. Das Problem dabei ist aber das der kompatible Gegenpart
      die Gegenstücke dann dazu haben sollte. Was dein Dom also offensichtlich sucht ist eine Devote Sub. Vielleicht sogar bis zur Sklavin reichend.
      Was offenbar nicht für Ihn vorliegt ist der Erzieher für die Brat in Dir und die sorgt wohl für das Problemchen.
      Damit dürfte Dir auch klar sein das die Aussage deines Doms nicht zutreffend ist. Vielmehr hast Du eine weitere Art inne die bei Ihm
      wohl nicht ausgeprägt ist.
      So und dann für Dich im Spoiler nochmals und für deinen Dom Was einen Brat Tramer ausmacht:
      Spoiler anzeigen

      Brat Tamer sind Doms, die nach spielerischen, frechen Subs suchen. Diese
      Subs nennt man im BDSM Brats. Brat ist das englische Wort für Göre. Ein
      Brat Tamer ist also der Bändiger oder Erzieher der Göre. Gören werden
      meistens mit weiblichen Rollen assoziiert. Brat Tamer lieben die
      Herausforderung ihre ungezogenen Gören zu erziehen und ihnen angemessene
      Strafen zu erteilen oder sie auch zu belohnen.

      Eigentlich wissen Brat Tamer, dass sie ihre Brat nie ganz erziehen
      werden können. Sie haben aber unglaublich viel Spaß daran es ständig zu
      versuchen. Brat Tamer sind natürlich dominant, verlangen aber nicht das
      gleiche Maß an Unterwerfung wie ein Master es würde. Verspielt und
      gleichzeitig frech macht die Dynamik einer Brat aus. Der Brat Tamer
      umarmt genau dieses Verhalten und genießt es seine Göre bei schlechtem
      Verhalten zu bestrafen.

      Mit ihrem unartigen Verhalten, fordert eine Brat ihren Brat Tamer
      ständig aufs Neue heraus und genau das lieben Brat Tamer! Sie suchen
      nicht nach völliger Unterwerfung. Sie bevorzugen es provoziert zu werden
      und sich dadurch ständig neu erfinden zu müssen.

      Schnelles Denken ist für Brat Tamer essentiell. Sie zeigen ihre Dominanz
      in physischer, verbaler und mentaler Hinsicht und haben somit stets
      eine Antwort oder Handlung für das Verhalten ihre frechen Gören parat.
      Brat Tamer genießen den ständigen Kampf um die Kontrolle.

      Außerdem sind sie definitiv die flexibleren Doms. Sie lieben die
      Herausforderung neue Wege zu finden, das Verhalten ihrer Subs zu
      bestrafen und versuchen ihnen ständig einen Schritt voraus zu sein. Brat
      und Brat Tamer sind eigentlich das perfekte Match, aber auch andere
      Subs könnten sich auf einen Brat Tamer einlassen, wenn sie bereit sind
      die innere Göre in sich frei zu lassen!

      Was hingegen oft falsch Verstanden wird. Sind Brat die für Ihre Taten nicht gerade stehen wollen.
      Also frech sein ohne Konsequenzen. Diese Problematik habe ich aber oben schon erwähnt.
      Du solltest mit deinem Dom vielleicht nochmals sprechen ob er sich denn Vorstellen kann diese Rolle auszufüllen ;) .
      Manchmal kann man dies auch sehr gut über die spielerischen Elemente Lösen.
      Verhöre sind Beispielsweise so ein Bestandteil der langweilig wäre wenn die immer brave devote Sub das sowieso sofort
      abnicken würde. Also kein Widerstand zu erwarten wäre. Dann wäre so ein Spiel schnellstmöglich vorbei.
      Hier werden also einige Eigenschaften gezielt von Brats angesprochen und könnte einen Weg damit umzugehen darstellen.
      Ich hörte Sie sagen, die Macht ist mit dir !