Der Dom und seine Welt

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      Der Dom und seine Welt

      Hallo,
      Ich habe ein wichtiges Anliegen. Mein HERR und ich führen seit einigen Monaten eine BDSM Beziehung. Allerdings wohnen wir nicht zusammen und es trennen uns 1,5 Std Autofahrt.
      Leider habe ich das Gefühl, dass er mich nicht "in seine Welt" lässt. Wir treffen uns nur bei mir oder bei ihm. Ich kenne keine Freunde von ihm, wir gehen nie aus. Das verwirrt mich, da ich absolut seine sub bin und das auch genieße.
      Hat evtl jemand die gleichen Zweifel?
      Liebe Grüße
      Harleygirl
      @Harleygirl....wenn dich das beunruhigt ,dann solltet Du IHM deine Gedanken offenbaren und fragen...wie er sich denn das Zusammensein mit DIR vorstellt ...

      Ob er eine Vision für den Alltag hat,was ihm wichtig ist und wie es in DIR aussieht...
      dass Du das Gefühl hast...aussen vor zu stehen ,obwohl du ihm doch so nah sein willst und bist als seine sub.

      LG
      Die Eule

      P.S. Eine gute Dom-sub Beziehung muss konstruktiv Fragen und einen offenen Austausch aushalten im Machtgefälle oder /und auch auf Augenhöhe..
      Um was für eine „Beziehungsform“ handelt es sich denn? Ist das klar? Seht ihr das beide gleich? Wurde dies beim Kennenlernen thematisiert?

      Das wären meine Fragen dazu...

      Dann Mut fassen und deinen Dom ansprechen. Vielleicht ist das seine Vorstellung von dieser Beziehung, vielleicht meint er aber auch, dass es deine Vorstellung ist.

      Ganz egal welche Beziehungsform man führt (Liebesbeziehung, Spielbeziehung oder nur reine Freundschaft), ums Reden kommt man nicht drum rum. Es verschafft in den meisten Fällen Klarheit :)

      Liebe Grüsse
      Green

      P.S ich kann ein Liedchen singen, dass Reden nicht immer einfach ist
      Hallo @Harleygirl,

      wie oft und wie lange seht ihr euch denn? Wenn man sich z. B. nur alle paar Wochen für ein paar Stunden oder einen Tag treffen kann, finde ich es gar nicht so ungewöhnlich, dass man diese Zeit lieber allein mit seinem Partner verbringen und genießen möchte (gerade wenn man noch nicht so lange zusammen ist).

      Und dann stellt sich natürlich noch die Frage, was für eine Beziehung ihr denn führt. Du nennst es BDSM-Beziehung. Meinst du damit eine reine Spielbeziehung? Auch dann könnte ich nachvollziehen, wenn man die gemeinsame Zeit zu zweit verbringt und keine Freunde mit einbindet.

      Sprich ihn darauf an und frag einfach nach.
      @Harleygirl
      Ich frage mich auch, wie genau Eure BDSM Beziehung aussieht.
      Ich vermute jedoch, es ist (für Dich) eine Liebesbeziehung mit BDSM?
      Denn ansonsten sähe ich keinen Grund, warum Du meinst, er müsse Dir seine Freunde vorstellen.
      Hat er denn welche?
      Kennt er denn Deine?
      Hast Du ihm einmal gesagt, daß Du gern mit ihm essen gehen möchtest?
      Vielleicht mag er nur nicht essen gehen?
      Oder es fehlt ihm vielleicht das Geld dazu?
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud

      Harleygirl schrieb:


      Ich habe das Thema auch schon angesprochen, aber es gibt seinerseits immer Ausreden, bzw sagt er, ich müsste mir derartiges erstmal verdienen.
      Und das ist o.k. für Dich? In Anbetracht des ersten Posts offenbar nicht. Und da Du explizit das Wort "Ausreden" verwendest, hast Du wohl auch schon selbst eine Einschätzung getroffen. Die Situation scheint mir ziemlich klar zu sein. Allerdings hätte ich erwartet, dass Du obiges gleich von vornherein geschrieben hättest, dann wären einige der Nachfragen nicht mehr nötig gewesen. Jetzt müsstest Du nur noch einen Schluss für Dich daraus ziehen.

      Frage daher: was erwartest Du als Antworten hier? Daumen hoch oder Daumen runter?
      Trust me, I know what I'm doing!
      Ihr führt eine feste Liebesbeziehung und du sollst es dir 'erstmal verdienen', an seinem Leben teilhaben zu dürfen? Egal ob mit oder ohne BDSM: Für mich wäre es eine Selbstverständlichkeit, meinen Partner nicht nur in den eigenen vier Wänden sehen und erleben zu dürfen. Andernfalls hätte ich wohl das Gefühl, dass er mich versteckt - oder etwas vor mir versteckt. Das würde mich sehr misstrauisch machen.

      Harleygirl schrieb:

      Hat evtl jemand die gleichen Zweifel?
      das sagt ja schon...Dein Bauchgefühl schreit........und das dann sicherlich nicht umsonst.

      Ein offenes Gespräch - und ich würde auch genauer Nachfragen......Ausreden bzw. Ausflüchte würden mich auch sehr verunsichern.

      Gibt es was zu verbergen?........und warum?
      An den Kreuzungen des Lebens stehen leider keine Wegweiser.

      Harleygirl schrieb:

      Hallo, danke erstmal für die Antworten.
      Unsere Beziehung ist schon sehr intensiv und wir lieben uns. Ich habe das Thema auch schon angesprochen, aber es gibt seinerseits immer Ausreden, bzw sagt er, ich müsste mir derartiges erstmal verdienen.
      Ok. Ihr führt eine Liebesbeziehung und er zeigt Dich nicht seinen Freunden? Du sollst Dir das "verdienen"?
      Unabhängig von BDSM fände ich das so, als würde er nicht öffentlich zu mir stehen wollen.
      Liebe beinhaltet für mich da schon etwas anderes.
      Das ist mMn auch völlig unabhängig von 24/7 oder TPE.
      Sicher, daß er Dich wirklich liebt? Und das nicht nur sagt?
      Ich wäre da auch sehr mißtrauisch. Das "Verdienenmüssen" ist natürlich ein toller Vorwand, um Dich nie wirklich zu seiner Freundin zu machen.
      "Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen" Sigmund Freud
      Darf ich fragen, wie lange ihr diese Beziehung schon führt?
      Habt ihr vorher über solche Dinge wie Treffen, Freunde, gemeinsame Unternehmungen gesprochen?
      Kennt er deine Freunde/Freundinnen?
      Trefft ihr euch nur zum Ausleben eurer Neigungen, oder verbringt ihr dann auch gemeinsame Zeit abseits des BDSM bei dir oder ihm in der Wohnung?

      Was soll ich sagen, wenn mir jemand sagen würde, ich müsste mir solche Dinge erst verdienen, dann klingt das, als müsste ich mir auch seine Liebe erst verdienen. Und nein, das muss ich nicht und das muss niemand.
      Wer mich allerdings aus seiner Alltagswelt aussperrt, den möchte ich auch in meiner BDSM-Welt nicht haben. :yes:
      Meine Erfahrung ist, das natürlich subjektiv, die dom/sub Bindung zueinander von gegenseitiger inniger Offenheit getragen werden kann und das ist für mich ein erstrebenswertes optimum, man kann als passiver für den aktiven ebenso felsen sein, also geborgenheit schenken wie andersherum.

      Deine "Problematik" durchdacht denke ich kann es durchaus sein das dein Dom eine intensive Sklavin sucht, aber wenn er eher Richtung Objektifizierund des Sklaven steht und das ihn auch kickt, macht sein Verhalten natürlich Sinn...

      Harleygirl schrieb:

      Unsere Beziehung ist schon sehr intensiv und wir lieben uns.
      Lieben ist schon etwas das sehr weit geht, wenn es nicht nur ums Verliebtsein geht sondern um die große und echte Liebe, dann ging es bei euch scheinbar sehr schnell. Ich verlinke mal einen Beitrag der sich um das Gefühl Liebe und BDSM Rausch dreht, vielleicht hilft er, schaden dürfte er aber sicher nicht:

      Der Subrausch bei den ersten intensiven DS-Erfahrungen

      Harleygirl schrieb:

      ich müsste mir derartiges erstmal verdienen.
      Wenn ich jemanden liebe, also wirklich liebe und es nicht ein wenig Verliebtsein ist, dann stelle ich diese Person sehr gerne meinen Freunde, Eltern und auch Kollegen vor (zugegeben Corona schränkt einen da ein, aber das ist ja nicht der Grund den er anführt). Wenn mich jemand liebt und ich diese Gefühle erwidere, dann erwarte ich Teil seines Lebens zu werden, denn Liebe bedeutet auch mit einer gemeinsamen Zulunft zu planen. Einzige Ausnahme wäre es, wenn der andere in einer Beziehung steckt und dort nicht raus kann, wobei ich mich glaube ich nicht verlieben könnte, wenn es so eine Situation wäre, aber wissen kann man das nie.

      Falls ein Partner der mich angeblich liebt meint, ich müsse mir auf der normalen partnerschaftlichen Ebene was verdienen, dann würde ich ihm mal eine Auszeit von mir gönnen, damit er über seine Worte ganz in Ruhe nachdenken kann.

      Harleygirl schrieb:

      Es ist trotz der Entfernung eine 24/7 Beziehung.
      24/7 ist nicht definiert als, Dom darf emotional ein Arschloch sein. Es bedeutet nur, das gemeinsame BDSM kann 24/7 durch Dom aktiviert werden.
      "Es ist gleich willkürlich, ob man den Leuten sagt: ihr sollt nicht frei, oder: ihr sollt und müsst gerade auf diese und keine andere Weise frei sein." Joseph von Eichendorff
      Wie lange seit ihr denn schon zusammen?
      Also aus normaler Beziehungssicht: Ich habe meinen Mann damals auch erstmal 2 Monate so kennen gelernt, zusammen gekommen, dann erstmal nach 1-2 Monaten Beziehung ihn den Freunden und der Familie vorgestellt. Einfach weil ich erstmal selber schauen wollte, wie es sich so mit uns entwickelt. Hatte jetzt nichts mit "Verdienen" zu tun, aber ich stelle auch nicht gleich jeden meiner Familie oder den Freunden vor. Erstmal selber schauen...

      (Aber die Wortwahl "Verdienen" empfinde ich nicht als schön. Eher respektlos...)
      Futteténne!